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Interview: Sophie von Kessel über Kinder, Karriere und Co.

Im Interview: Sophie von Kessel über ihr Leben als berufstätige Mutter und Erziehungsfragen

 

Im Film 'Das Beste kommt erst' ist Sophie von Kessel Mutter von Zwillingen © ZDF/Jan Betke  - Im Interview: Sophie von Kessel über ihr Leben als berufstätige Mutter und Erziehungsfragen
Im Film 'Das Beste kommt erst' ist Sophie von Kessel Mutter von Zwillingen © ZDF/Jan Betke

Wie Anna im Film haben Sie zwei Kinder. Fällt es Ihnen schwer, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen?
Es ist halt sehr anstrengend und erfordert eine Wahnsinns-Organisation beziehungsweise Logiostik. Aber es geht gar nicht anders, denn ich würde niemals für meinen Beruf auf die Familie verzichten wollen - und umgekehrt. Ich möchte nicht nur Hausfrau und Mutter sein. Um das beides zu vereinen, muss man gewisse Schwierigkeiten überbrücken. Aber die lassen sich auch überbrücken. Meine Mutter hilft mir und mein Partner und ich teilen uns sehr stark auf. Mein Mann Stefan arbeitet in München und während ich unterwegs bin, kann er das mit Schule und Kinderkrippe regeln. Außerdem sind meine Kinder auch ganz offen und neigen nicht dazu, an meinem Rockzipfel zu hängen.

Welche Werte sind Ihnen bei der Erziehung Ihrer Kinder besonders wichtig? Offenheit und Toleranz sind für mich ganz wichtig. Außerdem finde ich dieses ganze Konsumverhalten heutzutage schwierig: Ich würde meinen Kindern nie Fernsehen oder Handy verbieten - aber es muss alles in Maßen sein. Sie schauen fern, aber dann gezielt eine DVD oder bestimmte Sendungen.
Oder wenn etwas kaputt geht, habe ich oft schon gehört: "Ist ja egal, kaufen wir ein neues!" Da sage ich dann ganz klar: "Stopp!" Man muss Kinder daran erinnern, dass das nicht selbstverständlich ist.
Meine Kinder müssen auch nicht immer ihren Teller leer essen, sollten aber wissen, dass es auch nicht selbstverständlich ist, genug zu essen zu haben, und dass es nicht allen Kindern so gut geht. Es muss das Bewusstsein der Kinder für solche Dinge geschult werden.

Im Film "Das Beste zum erst"  wird der älteste Sohn, der auf ganzer Linie versagt, vom Vater dennoch vorgezogen. Kennen Sie das, dass man unbewusst eines der Kinder bevorzugt?
Meine Kinder sind sehr weit auseinander und haben unterschiedliche Geschlechter. Und trotzdem ist es so, dass meine große Tochter öfter mal zurückstecken muss und man an ihre Vernunft appelliert. Obwohl der Kleine oft ungerecht ist und immer das haben will, was sie gerade hat. Dann sagt man schnell: "Komm, gib's ihm doch, dann hört er auf zu schreien!" Das ist aber ungerecht. Doch oft ist man zu träge, sich mit solchen Problemen auseinander zu setzten. Erziehen bedeutet einfach, viel Zeit und Kraft zu investieren. Desinteresse ist immer das leichteste.

Im Film "Das Beste kommt erst" findet ein Gespräch über den Tod statt. Wie würden Sie Kindern den Tod erklären?
Ich habe schon vor ein paar Jahren zwei Bücher bestellt, die mir eine Freundin empfohlen hat, die diese ihren Kindern gegeben hat, als die Großmutter gestorben ist. Diese Bücher liegen - toi, toi, toi - immer noch eingepackt bei uns im Schrank. Bis jetzt musste ich sie nicht rausholen. Doch meine große Tochter Magdalena ist jetzt acht, irgendwann muss man darüber reden. Bis jetzt hat sie sich mit den üblichen Floskeln über den Himmel zufrieden gegeben. Das wird sich ändern, wenn jemand sterben sollte, der ihr nahe ist. Das Problem ist: Wir verstehen ja alle den Tod selbst nicht und drücken uns deshalb auch vor so einem Gespräch. Aber ich denke, in so einer Situation kommt der Glauben ganz stark ins Spiel. Wir sind evangelisch und Magdalena und Jonathan sind getauft. Wir gehen nicht oft in die Kirche, aber einen Glauben haben wir schon.

Sind Sie eine Mutter, die jetzt schon Angst hat, wenn ihre Kinder einmal ausziehen?
Einmal ausschlafen ist vielleicht nicht so schrecklich (lacht). Aber noch ist das so weit weg, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann. Das kommt mir geradezu absurd vor.

Gibt es Erziehungsfragen, bei denen Sie mit Ihrem Partner uneins sind?
Nicht viele, immer mal wieder. Ein Thema sind zum Beispiel Süßigkeiten: Ich finde es furchtbar, wenn man Kindern Süßigkeiten verbietet. Das löst nur das Gegenteil aus. Meine Kinder essen zwei Stück Schokolade und dann hören sie wieder auf. Ganz im Gegenteil zu Nachbarkindern, die sich schon mal eine ganze Tüte Gummibärchen inhalieren. Magdalena und Jonathan reizt das gar nicht - weil sie es immer haben können. Davon bin ich überzeugt. Mein Partner eher nicht. 
  
 
 




  
  

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Veröffentlicht von Angelika Zahn
am 25/05/2009
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