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Warum es ganz normal ist, dass dein Kind maßlos und undankbar ist

Anne Walkowiak
von Anne Walkowiak Veröffentlicht am 5. September 2017
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Wenn du mal wieder genervt und besorgt bist, weil dein Kind beim Einkauf einfach ALLES haben will, dann lass dir gesagt sein: Am Ende wird alles gut.

Meine Tochter ist gerade vier Jahre alt und hat die Trotzphase weitestgehend hinter sich gelassen. Weitestgehend, denn nun ist sie zu einem Konsummonster geworden, das jedes Ü-Ei, jede Puppe, jeden bunten Plastik-Spieleimer und einfach alles haben will. Die Quengelware an den Kassen der Supermärkte ist ein Witz gegen das, was wir aktuell erleben.

Da habe ich mich ganz ehrlich schon gefragt, was wir als Eltern eigentlich falsch gemacht haben? Warum scheint meine Tochter keine Grenze zu kennen, wenn es darum geht, etwas haben zu wollen? Und selbst wenn sie mal etwas bekommt - wie ein Eis oder eine Zeitschrift - kann ich sicher sein, dass sie fünf Minuten später wieder etwas sieht, was sie doch so gerne hätte, "bitte, Mama, bitte!"

Den Kleinen fehlt noch die nötige Empathie

Weil ich weiß, dass ich nicht die Einzige bin, die eine kleine Shopping-Queen zu Hause hat, weiß ich auch, dass es eigentlich nichts besorgniserregendes ist. Die Welt eines Kindes dreht sich nun mal in erster Linie um sich selbst - und das in allen Lebenslagen.

Wenn das Kind Hunger hat, dann hat es den "jetzt, und nicht gleich, Mama." Wenn das Kind etwas sieht, was ihm gefällt, dann möchte es das haben. Es macht sich keine Gedanken darüber, dass Mama und Papa das bezahlen müssen, wie das Geld dafür verdient wird, oder welchen materiellen Wert dieses Ding hat.​

Empathie und das Mitgefühl, so wie Mamas und Papas es in diesem Moment vom Kind erwarten, hat es in jungen Jahren noch nicht. Es versteht nicht, wenn Mama und Papa nach dem dritten "Bitte, bitte, bitte" sauer werden, und es versteht nicht, wenn ihm vorgeworfen wird, es sei undankbar und solle doch mal daran denken, dass es Kinder gibt, die viel weniger haben.

Liebe Eltern, haltet durch und bleibt stark!

Das Verständnis dafür kommt, wenn Kinder Mitgefühl entwickeln. Wenn sie die Welt um sich herum konkret wahrnehmen. Wenn sie verstehen, dass es Menschen gibt, die mehr und die weniger haben. Dieses Verständnis und Mitgefühl entwickeln Kinder rund um die erste Zahnlücke.

Bis dahin müssen wir Eltern die Zähne zusammenbeißen und die Nerven bewahren. Irgendwann zahlt es sich aus, dass wir die vorwurfsvollen Blicke unserer Mitmenschen im Supermarkt ignoriert haben, weil das Kind tränenüberströmt und schluchzend im Supermarkt stand, weil es die glitzernde rosa Fließjacke nicht haben durfte. Irgendwann verstehen unsere Kinder, dass sie nicht alles haben können.

Irgendwann sind wir die Mitmenschen, die andere Eltern jüngerer Kinder im Supermarkt beobachten. Und dann wissen wir, was wir ihnen mit auf den Weg geben können: Haltet durch! Bleibt stark! Verliert nicht die Nerven! Es kommt der Tag, da zahlt sich eure Mühe aus. Ganz bestimmt!

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