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Tipps, um Kindern Schimpfwörter abzugewöhnen

Kinder lieben Schimpfwörter und setzen sie bei jeder Gelegenheit ein. - Tipps, um Kindern Schimpfwörter abzugewöhnen
Kinder lieben Schimpfwörter und setzen sie bei jeder Gelegenheit ein.
"Du blödes A...loch!" oder "Das ist pups-kaka-scheiße!" Nicht so schön, wenn man das aus dem Mund seines vierjährigen Kindes hört. Aber früher oder später kommt jedes Kind in die Phase, in der es Schimpfwörter entdeckt. Sei es, weil es sie im Kindergarten aufgeschnappt oder von Jugendlichen und Erwachsenen auf der Straße gehört hat. Ändern lässt sich das nicht mehr, aber Sie können dafür sorgen, dass die lieben Kleinen nicht bei jeder Gelegenheit "pups-kaka-scheiße" schreien.

Kinder lieben Schimpfwörter
Kinder testen gerne ihre Grenzen aus. Das ist einer der Gründe, warum sie Schimpfwörter lieben. Dr. Sylvia Schuster, Pressesprecherin des Bundesverbands der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein: "Kinder merken an der schockierten Reaktion von Erwachsenen sehr schnell, dass sie mit Schimpfwörtern provozieren können. Das stachelt sie an, die Wörter umso öfter zu benutzen."

Von der schockierten Reaktion sowie der darauf folgenden Aufmerksamkeit von Eltern, Oma, Kindergärtnerin oder Lehrerin mal abgesehen, gibt es weitere Gründe, warum Kinder gern mit Schimpfwörtern um sich werfen. Schimpfwörter wie "scheiße" sagt man laut und lässt damit seinen Frust raus. Sie sind ein Ventil für Gefühle. Das wissen wir aus eigener Erfahrung. Außerdem profilieren sich Kinder damit vor Gleichaltrigen.

Tipps, um den Gebrauch von Schimpfwörtern zu minimieren
"Doofe Kuh" gehört noch zu den harmloseren Schimpfwörtern. Natürlich möchte niemand, dass der Nachwuchs andere Kinder, die Lehrerin oder die Oma so beschimpft. Verbieten bringt meist aber wenig, sondern stachelt Kinder nur an. Zeigen Sie am besten keine Reaktion, wenn Ihr Kind das erste Mal mit Schimpfwörtern um sich wirft. Mit ein bisschen Glück verliert es das Interesse daran. Wahrscheinlich aber nicht. Stellen Sie sich darauf ein, dass es öfter schimpft und sich Menschen sucht, die schockiert darauf reagieren.

Prüfen Sie als erstes Ihr eigenes Verhalten. Sie sind ein Vorbild und sollten natürlich nicht in Gegenwart des Kindes fluchen, wenn Sie ihm Schimpfwörter abgewöhnen wollen. Sprechen Sie mit dem Kind und erklären Sie ihm, warum man keine Schimpfwörter benutzen sollte. Dass sie das Gegenüber traurig machen und beleidigen. Dass es selbst ja auch nicht als "Vollidiot" bezeichnet werden möchte.

Oft reicht das allein nicht. Gehen Sie einen Schritt weiter und bieten Sie Ihrem Kind Alternativen an. Statt "blöder, beschissener Pups-Tag" darf es "Was ein riesiger Mist" sagen. "Arschloch" wird "Astloch". Hilft das alles nicht, schicken Sie den Nachwuchs aus dem Raum und es kann allein in seinem Zimmer weiterschimpfen. Das wird in der Regel schnell langweilig - schließlich fehlt ja das Publikum. Auch kleine Strafen helfen dabei, Kindern Schimpfwörter abzugewöhnen. Richten Sie eine Kasse ein, in die bei jedem Schimpfwort 50 Cent gezahlt werden müssen. Das zeigt bei den meisten Kindern schnell Wirkung. Ganz wichtig: Konsequent bleiben.




db

  

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Veröffentlicht von
am 30/06/2013
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