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Welche Sportart für mein Kind?

 

Wie findet man denn nun die richtige Sportart für sein Kind? Man sagt ja, dass Teamsportarten wie Fußball sehr gut für schüchterne Kinder geeignet sind und umgekehrt Sportarten wie Judo, die die Selbstbeherrschung entwickeln, sehr gut für energische und turbulente Kinder.
Beim Sport gilt die Devise: Hauptsache es macht Spaß! © Kipsta - Welche Sportart für mein Kind?
Beim Sport gilt die Devise: Hauptsache es macht Spaß! © Kipsta
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Ich finde das ist alles ein bisschen leeres Gerede. Es ist eigentlich egal, ob sich das Kind mit seinen Eltern für die eine oder andere Sportart entscheidet. Wichtig ist, dass es an der Tätigkeit Spaß hat und ein Erfolgserlebnis bekommt.

Damit dies klappt, muss es relativ schnell fähig sein (Anm.d.Red.: 8-10 Kursstunden), die Bewegungen auszuführen, die der Sporttrainer erklärt und zwar unabhängig von seinem Charakter.

Erfolgreich Tennis spielen bedeutet zum Beispiel, dass man schnell fähig ist, jeden zweiten Ball zu treffen, um das Spielgeschehen in Gang zu bringen und Spaß daran zu haben.

Wenn ein Kleiner nach drei Monaten durchschnittlich nur jeden zehnten Ball trifft, verliert er womöglich sein Selbstbewusstsein und den Spaß am Spielen ...
Umgekehrt, wenn ein Kind nicht sehr groß ist, sich aber in seinem Basketballteam wohlfühlt, weil es sich überall gut durchschlängelt, dann ist das auch OK. Nicht jeder Hobbysportler hat den Körperbau, um in die NBA aufgenommen zu werden. Das versteht das Kind noch früh genug. Aber in der Zwischenzeit bewegt es sich und entwickelt seine Geschicklichkeit und seine Ausdauer.
Ich bin der Ansicht, dass die Kriterien „Spaß und Erfolg“ wichtiger sind als das körperliche und psychologische Profil des Kindes!
Ganz wichtig: Die Eltern müssen sehr aufmerksam sein. Wenn es nicht gut läuft und sie merken, dass sie ihr Kind mit aller Gewalt ins Schwimmbad oder zum Fußball zerren müssen, damit es überhaupt hingeht, dann sollten sie mit dem Trainer sprechen und bei Bedarf auch die Sportart wechseln.
Ein Kind hat zwischen sechs und zehn Jahren (oder sogar noch länger) das Recht, verschiedene Sportarten auszuprobieren und sich heranzutasten, um den richtigen Sport zu finden: Das ist absolut kein Zeichen für Unstetigkeit.

Lesen Sie weiter: Wann sollte mein Kind zum Sportarzt gehen?




  
  

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Veröffentlicht von Linda Chevreuil
am 11/10/2010
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