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Gesundheit

Magersucht

  

Häufig geht einer Magersucht eine extreme Diät voraus. - Magersucht
Häufig geht einer Magersucht eine extreme Diät voraus.
Wenn sich der Körper eines Mädchens in der Pubertät zu verändern beginnt, stehen viele verunsichert und mit sehr gemischten Gefühlen ihrem neuen Spiegelbild gegenüber. Der Körper nimmt ungewohnte Rundungen an, die Brüste beginnen zu wachsen und die Hormone spielen verrückt. Nicht jedes Mädchen kommt mit den Veränderungen leicht klar. Manche empfinden ihren Körper als völlig aus der Form geraten und beginnen Diäten, um zu ihrem „alten“ Körper zurückzufinden.

Eltern stehen diesen Abnehmversuchen zumeist hilflos gegenüber. Wo ist die Grenze zu setzen? Soll man dem Kind die Diät verbieten? Und ab wann spricht man eigentlich von Magersucht?

Magersucht: Was ist das eigentlich genau?

Der medizinische Fachbegriff für Magersucht lautet "Anorexia nervosa" und bedeutet übersetzt etwa "nervlich bedingte Appetitlosigkeit". Hieran ist schon zu erkennen, dass es sich bei der Magersucht um eine seelisch bedingte Ess-Störung handelt.

Vor allem Frauen im Alter zwischen 14 und 35 Jahren leiden unter Magersucht. Sie haben große Angst davor, zuzunehmen und erleiden im Verlauf der Krankheit einen selbst zugeführten Gewichtsverlust von bis zu 50 Prozent ihres ursprünglichen, gesunden Körpergewichts. Nicht immer geht der Magersucht ein Diätversuch in der Pubertät voraus, der außer Kontrolle gerät.

Auch kleine Kinder und längst erwachsene Frauen können von der Krankheit betroffen sein. Im Teenageralter tritt Magersucht jedoch am häufigsten auf. Die Ess-Störung tritt zwar seltener auf als andere seelisch bedingte Ess-Störungen wie zum Beispiel Bulimie, ihr Verlauf ist jedoch wesentlich dramatischer: Etwa 10 bis 15 Prozent der Erkrankten sterben an ihr.

Was sind mögliche Ursachen von Magersucht?
Obwohl Magersucht eine öffentlich stark thematisierte Krankheit ist und viele Eltern -gerade von jungen Mädchen - Angst haben, ihre Tochter könnte an Magersucht erkranken, sind die genauen Ursachen der Krankheit unbekannt. Man nimmt an, dass es sich um eine Kombination aus psychisch-gesellschaftlichen Ursachen mit einer genetischen Veranlagung handelt.

Die Auslöser einer Magersucht können sowohl in einem Überforderungsgefühl in der Pubertät liegen als auch in einer schweren Identitätskrise, vor der auch erwachsenen Frauen nicht gefeit sind. Als mögliche Ursache können auch familiäre Probleme gesehen werden oder das extrem magere Schönheitsideal, wie es in den Medien westlicher Kulturen propagiert wird. Zumeist geht der Magersucht jedoch eine Fastenkur bzw. Diät voraus, die ein Gefühl von Macht und Kontrolle über den eigenen Körper hervor bringt und wie eine Droge wirkt. Im Prinzip kann man sagen, dass die an einer "Anorexia nervosa" erkrankten Menschen ein Suchtverhalten zeigen - in diesem Fall die Sucht nach möglichst wenig Gewicht.

Wer an Magersucht leidet, kontrolliert zwanghaft sein Gewicht.
Wer an Magersucht leidet, kontrolliert zwanghaft sein Gewicht.
Woran erkenne ich, dass mein Kind an Magersucht erkrankt ist?
Das auffälligste Symptom ist natürlich der extreme Gewichtsverlust. Die Betroffenen zeigen ein deutlich verändertes Essverhalten: Sie nehmen zu den Mahlzeiten kaum noch etwas zu sich, trinken sehr viel Wasser oder Tee, um den Magen zu füllen und achten allgemein sehr penibel darauf, nur Lebensmittel mit wenigen Kalorien (wie etwa Light-Produkte) zu sich zu nehmen. Wird Nahrung aufgenommen, dann meist sehr langsam. Manche verweigern die Nahrungsaufnahme auch komplett. Ein weiteres Symptom der Magersucht kann das Zubereiten von wahren Festmahlzeiten für andere sein, an denen sich die Köchin selbst allerdings nicht beteiligt. Um den Gewichtsverlust noch schneller herbeizuführen, machen viele Magersüchtige neben der strengen Diät sehr viel Sport, nehmen Abführmittel zu sich oder erbrechen ihre Mahlzeiten direkt wieder (ähnlich denjenigen, die an einer "Bulimia nervosa" erkrankt sind). Ein weiteres Merkmal der Magersucht ist, dass die Betroffenen an einer so genannten Körperschemastörung leiden: Sie denken auch dann noch, dass sie viel zu dick sind, wenn sie bereits deutlich abgemagert sind.

Was unterscheidet die Magersucht von einer Bulimie?
Während Personen, die an Magersucht erkrankt sind, ihre Nahrungszufuhr stark einschränken oder gar nichts mehr zu sich nehmen und schnell deutlich untergewichtig sind (BMI < 17,5), zeigen Bulimiker meist Normalgewicht (Unter- oder Übergewicht ist aber auch möglich). Kennzeichnend für die Bulimie sind regelmäßig wiederkehrende Essattacken, nach denen die Nahrung wieder erbrochen wird, um eine Gewichtszunahme zu verhindern.

Auf der nächsten Seite: Psychische und physische Veränderungen bei einer Magersucht.




jw

 
  

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Veröffentlicht von
am 11/01/2010
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