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Was bringt es meinem Kind?
Montessori

Leistung ohne Druck?

 

Das Kind gibt das Tempo vor. - Leistung ohne Druck?
Das Kind gibt das Tempo vor.
Bei Montessori gibt es keine Noten. Wie bekommt man ein Kind dazu, ohne Druck, etwas zu machen?
Die Montessori-Pädagogik richtet sich nach den sensiblen Phasen. Die moderne Hirnforschung spricht von Lernfenstern, das sind bestimmte Zeitpunkte bei einem Kind, in dem es Dinge sehr schnell aufnehmen kann. Maria Montessori hat erkannt, dass ein Kind im Alter von etwa vier Jahren anfängt, sich für Buchstaben zu interessieren. Daraufhin hat sie Sandbuchstaben entwickelt, damit das Kind Buchstaben spürbar begreifen lernt. Denn nur was in den Sinnen ist, ist auch im Geist.

Der Montessori-Pädagoge beobachtet - wo liegt im Augenblick das Interesse des Kindes - und bietet dann das entsprechende Material an. So wird das Kind in seinem jeweiligen Entwicklungsstand optimal gefördert.

Wie funktioniert das Zusammenleben, wenn jeder machen kann, was er gerade will?
Nicht jeder macht, was er will. Es gibt Grenzen. „Meine Freiheit hört da auf, wo deine anfängt.“, ist ein wichtiger Leitsatz in der Montessori-Pädagogik. Dass heißt, dass ich dich nicht bei der Arbeit störe, dass ich dir nicht Material wegnehme, dass ich sorgsam damit umgehe, dass ich ruhig bin, dass ich meine Arbeit zu Ende mache. Und dass ich danach das Material auch wieder aufräume. Jedes Material ist nur ein Mal da. Wenn mehrere Kinder damit arbeiten wollen, müssen sie sich arrangieren: besprechen, wer der erste war, solange zugucken oder etwas anderes machen. Sie lernen sehr viel Sozialverhalten, Kommunikation und Respekt vor dem anderen. Es entsteht eine große gegenseitige Achtung vor der Natur aber auch vor dem Kosmos.
Montessori ist keine Kuschelpädagogik, es gibt Regeln und Grenzen. Ohne die funktioniert kein Zusammenleben.

Wie kommt ein bisher notenfreier Schüler zum Beispiel mit dem Druck des Studiums zurecht?
Ein Kind, das gern in die Schule geht, lernt gern und will noch mehr lernen. Kinder, die gelernt haben, mit Freude und Spaß selber zu organisieren und zu lernen, haben es später leichter. Sie müssen schon in der Grundschule Projekte selbst vorbereiten, haben gelernt, sich gut zu strukturieren und nach einer gewissen Ordnung vorzugehen. Das Studium ist ja auch nicht anders.

Auch Eltern lernen von Montessori
Auch Eltern lernen von Montessori
Bei welchen Problemen hilft Montessori-Pädagogik?

Die Montessori-Pädagogik ist für alle Kinder geeignet!
Besonders aber bei Wahrnehmungsdefiziten, Entwicklungsverzögerungen, Konzentrationsschwierigkeiten, großer Ängstlichkeit, wenig Selbstbewusstsein,
Defiziten in der Feinmotorik, der auditiven Wahrnehmung, auch bei Teilleistungsstörungen wie Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreibschwäche. Montessori ist geeignet für behinderte und nicht behinderte Kinder, aber auch für besonders begabte, die neue Impulse brauchen, damit ihnen nicht langweilig wird.

Was können Eltern von Montessori lernen?
Sie sollten Spielmaterial reduzieren. Versuchen, das Kinderzimmer in verschiedene Bereiche einzuteilen, einen Bereich schaffen, wo das Kind vielleicht malen kann und der Boden wischbar ist. Regale sollten auf Kinderhöhe sein, da können auch Gesellschaftsspiele drin stehen, aber nicht fünf aufeinander. Lieber nur zwei, die gerade aktuell sind, der Rest kann in den Keller wandern. Schön sind lebenspraktische Übungen: Tabletts mit zwei kleinen Kannen voll Bohnen. Das Umschütten fördert die Feinmotorik und kräftigt die Hand. Auch die Koordination von Hand und Auge wird trainiert. Am wichtigsten ist aber, das Kind auch teilhaben zu lassen bei alltäglichen Dingen: wie Tisch decken, Spülmaschine einräumen, saugen usw.




  
  

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Veröffentlicht von der Mama-Redaktion
am 02/10/2010
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