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Mutterschutz

 

Berichterstatterin Edite Estrela © MEP Estrela - Mutterschutz
Berichterstatterin Edite Estrela © MEP Estrela
Wir werden immer älter - und das überall in Europa. Schon bald werden Unternehmen die Lücke zu spüren bekommen, die entsteht, wenn immer mehr Menschen in Rente gehen als neue ins Berufsleben starten. Der Mangel an Arbeitskräften bringt die Wirtschaft in große Gefahr.

Gleichzeitig bleiben noch immer Millionen Frauen außen vor. Sie arbeiten in Teilzeit oder gar nicht - obwohl sie mittlerweile die Mehrheit der Uni-Absolventen ausmachen. Doch ihr Potential bleibt völlig ungenutzt.

Einerseits der bedrohliche Mangel, anderseits der Überschuss - in Europa ringt man nach den richtigen Lösungen.

Klar ist: Frauen müssen wieder mehr Kinder bekommen. Es müssen aber auch mehr Frauen arbeiten, sonst lässt sich die demographische Lücke nicht schließen. Eine schwedische Studie zeigte sogar, dass die Wirtschaftsproduktivität um bis zu 30 Prozent steigt, wenn Frauen voll in den Arbeitsmarkt integriert und Benachteiligungen wie ungleiche Bezahlung abgeschafft sind.

Mutterschutz bringt Wachstum
Unterstützer der neuen Mutterschutzrichtlinie argumentierten deshalb, dass die Änderungen wenig mit gerechter Behandlung von Frauen zu tun hat, sondern mittlerweile eine wirtschaftliche Notwendigkeit darstellt.

Zwar gibt es noch keinen Beweis, dass Mutterschutz sich tatsächlich positiv auf die Berufstätigkeit auswirkt. Aber in Ländern, wo die es die längsten Mutterschutzzeiten gibt, sind auch die meisten Frauen berufstätig, etwa Island und Dänemark, wo bis zu 80 Prozent Frauen arbeiten (EU-Durchschnitt 57 Prozent).

Abgeordnete Edite Estrela hat den Änderungsvorschlag in das Parlament eingebracht. Für sie ist die Verlängerung des Mutterschutzes eines von vielen Elementen, um sich auf die Veränderungen einer immer älteren Gesellschaft einzustellen und damit Teil der "2020 Strategie", die die EU beschlossen hat. Nach dieser sollen bis zum Jahr 2020 mindestens 75 Prozent aller Frauen in Europa arbeiten.

Längerer Mutterschutz, Einbeziehung der Väter: Es gibt keine Alternative
Gleichzeitig müssen Frauen ermutigt werden, Kinder zu bekommen - mehr als bisher. "Je großzügiger der Mutterschutz ist, desto weniger denken Frauen, dass ihr Berufsleben und der Kinderwunsch unvereinbar sind. Das ist essentiell, wenn wir die völlige Überalterung unserer Gesellschaft aufhalten wollen", so Estrela.

"Und in einer alternden Gesellschaft gibt es keine andere Option als in Maßnahmen zu investieren, die Männern und Frauen erlaubt, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen aufzuteilen und zu kombinieren."

Myria Vassiliadou, Generalsekretärin der EWL, stimmt dem zu: "Diese Neuerungen sind ein Gebot der Menschenrechte und der Gleichstellung der Frau, aber sie sind ebenso eine Notwendigkeit um Europas soziale und wirtschaftliche Situation zu sichern. Wir können es uns einfach nicht leisten, Frauen weiterhin vom Arbeitsmarkt auszuschließen und auch nicht, dass die Geburtenraten weiter sinken! Mutterschutz, Väterurlaub, Elternzeit sind notwendige Investitionen in unserer Zukunft."




  
  

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 24/11/2010
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