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Neue Richtline
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Mutterschutz finanziert

 

EU-Abgeordnete sind sich nicht einig: Längerer Mutterschutz oder nicht? © EP  - Mutterschutz finanziert
EU-Abgeordnete sind sich nicht einig: Längerer Mutterschutz oder nicht? © EP
Einen weiteren Aspekt lassen die Gegner der neuen Richtlinie völlig außer Acht, wenn sie auf die höheren Ausgaben verweisen. Die Nutzen eines längeren Mutterschutzes bedeuten bares Geld, und das nicht zu knapp.

Denn wenn mehr Frauen berufstätig sind, steigen auch die Einnahmen in der Staatskasse.

Eine Untersuchung hat ergeben, dass lediglich 1,04 Prozent mehr Frauen arbeiten müssen, damit die Kosten der neuen Richtlinie gedeckt sind. Davon würden 1 Prozent gebraucht werden, um die Kosten der Verlängerung des Mutterschutzes zu decken, 0,4 Prozent bräuchte man, damit Väter ihre zwei Wochen "Vaterschutz" nehmen könnten.

Verbesserter Mutterschutz schafft Arbeitsplätze
Dies zu erreichen, sollte nicht so schwer sein: Mehr Frauen in Arbeit zu bekommen, ist Teil der groß angelegten "2020 Strategie", die sich die europäischen Staaten gemeinsam aufgegeben haben.

Zudem schafft der verbesserte Mutterschutz selbst ein Plus: Nicht nur, indem er nachweislich Frauen im Berufsleben hält. Andere zu erwartende Nutzen sind bisher völlig außer Acht geblieben und wurden nicht in Erwägung gezogen, so Abgeordnete Franziska Brantner. Etwa "die positiven Auswirkungen von Vater- und Mutterschaftszeit auf die Geschlechtergleichheit am Arbeitsplatz und zu Hause, Gesundheit und Entwicklung des Kindes, Gesundheit der Eltern, Teilhabe der Frauen am Arbeitsleben." So werde zum Beispiel die positive Auswirkung einer Vaterschaftszeit auf die höhere Beschäftigungsquote von Frauen vollständig vernachlässigt. Und: Die temporär freien Stellen könnten neue Arbeitsangebote für Menschen schaffen, die zurück in den Job wollen, zum Beispiel Mütter nach der Babypause.

Darüber hinaus ist die Aufregung kaum zu verstehen. Denn die Änderungen wären tatsächlich nur für einige Staaten wirklich groß. Viele europäische Länder müssen nur marginal ihren Mutterschutz verbessern.

"Diese Staaten sollten sich nicht von Ländern wie Deutschland und Großbritannien einlullen lassen, wo Eltern nur wenige Rechte haben", so Berichterstatterin Estrela.

 




  
  

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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 24/11/2010
Die Lesernote:3/5 
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