Europäischer Gerichtshof: Stärkung der Rechte leiblicher Väter

   

Rechte leiblicher Väter gestärkt:

Die Meinung der Community zum Urteil des EMGR: Für einen vernünftigen Umgang von Mutter und leiblichem Vater.
Die Meinung der Community zum Urteil des EMGR: Für einen vernünftigen Umgang von Mutter und leiblichem Vater.

Ihre Meinungen
Eine große Mehrheit der Leserinnen, die sich in unserem Forum zum Thema äußerten, begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Die Leserinnen finden es wichtig, dass die Rechte der Kinder gestärkt werden, und plädieren für einen vernünftigen Umgang von Mutter und leiblichem Vater:

"Der gesunde Menschenverstand wird gefördert."

jaspina1: "Durch diese Gleichstellung werden nicht nur die Rechte des Kindes gestärkt, sondern auch der gesunde Menschenverstand gefördert: Die Partner müssen lernen, vernünftig miteinander umzugehen."

verena1408: "Ich finde es für eine Identitätsfindung immer wichtig, dass ein Kind weiß, wer die wahren Eltern sind. Und je früher es sich damit auseinandersetzen kann, desto besser. Ich finde auch, dass man sich als Eltern eines Kindes nach der Trennung zusammenreißen und einen normalen Umgang pflegen sollte."

"Das Recht des Kindes auf Identitätsfindung steht an erster Stelle."

padma78: "Ich finde es auch vollkommen richtig! Denn für mich steht das Recht des Kindes auf Identitätsfindung an erster Stelle und die unantastbare heilige Familie gibt es ja äußerst selten. (...) Aber ein Vater, der seine Vaterschaft einklagt, kann an sich ja kein verkehrter Mensch sein und will zu seiner Verantwortung stehen."

"Ein sozialer Vater kann ebenso gut sein wie ein biologischer."


mandelaugen: "Grundsätzlich bin ich nicht der Befürworter der Theorie, dass Blut stärker ist als alles andere. Ein sozialer Vater kann ebenso gut sein wie ein biologischer. Das Leibliche wird vielfach überbewertet, obwohl es wiederum nicht zu unterschätzen ist, da auch die Kinder irgendwann die Frage stellen werden und Klärungsbedarf haben. (...) Man wird sehen. Ich denke, dass die Entscheidung jedenfalls eher in Richtung 'Auflösung der sozialen Gefüge' geht und eine Streuung der sozialen Verhältnisse geschaffen wird, die wohl so auch in unsere Zeit passt. Das Recht soll der Gegenwart angepasst werden. Insoweit ist es eine richtige Entscheidung."

"Endlich haben Väter mal dieselben Rechte wie Mütter."

verena1408: "Endlich haben Väter mal dieselben Rechte wie Mütter. Ich finde, das war schon lange überfällig. Ich kenne einige Beispiele, wo die Väter darunter gelitten haben, ihre Kinder nicht zu sehen. Sie durften teilweise nichtmal die Vaterschaft anerkennen, weil die Mutter einfach angab, dass der Vater unbekannt sei."

sannie79: "Ich find es gut! So viele Väter leiden, weil Mütter ihnen den Umgang versagen. Sie haben keine Chance. Ich finde, den Frauen werden viel mehr Rechte eingeräumt, das sollte schon gleichmäßig verteilt sein."

Einige Nutzerinnen machen auf Probleme aufmerksam, die das Urteil nach sich ziehen könnte:

"Für werdende nichteheliche Väter ein Segen, für schon ältere Kinder ein Fluch."

ersie06
: "Dennoch wird es jetzt zu einer Flut von Klagen kommen, von Vätern, die schon lange in solch einer Situation sind. Das bedeutet für das betroffene Kind, dass es unter Umständen einen fremden Mann in sein Leben 'gesetzt' bekommt und es mit der Zeit sogar dazu kommt, dass erklärt wird ...'das ist dein Vater!' Da kann es dann zu psychischen Problemen kommen. Also meine Meinung: Für werdende nichteheliche Väter ein Segen, für schon ältere Kinder ein Fluch."

cadi87: "Ich sehe das durchaus zwiegespalten. Tut man dem Kind wirklich einen Gefallen, wenn eine außenstehende Person den bisher bekannten Vater 'ersetzen' will? Und muss so nicht jeder 'Ziehvater' fürchten, jederzeit ersetzt zu werden? Braucht nicht auch er Sicherheit, dass das Kind, das er liebt und aufzieht, auch sein Kind bleibt?"

"Immer zum Wohle des Kindes entscheiden."

eddiexthexhead
: "Im Endeffekt sollte aber immer zum Wohle des Kindes entschieden werden. Ein leiblicher Vater, der gerichtlich auf Umgang pocht, obwohl das Kind nicht aus dem gewohnten Umfeld herausgerissen werden möchte, handelt für mich egoistisch und somit gegen das Wohle des Kindes."

Den gesamten Diskussionsstrang zu der Entscheidung des EGMR finden Sie hier.



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Veröffentlicht von
am 27/09/2011
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