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Internationaler Schüleraustausch: Infos

  

Neue Kulturen kennenlernen und viele Eindrücke sammeln: Schüleraustausch wird immer beliebter. - Internationaler Schüleraustausch: Infos
Neue Kulturen kennenlernen und viele Eindrücke sammeln: Schüleraustausch wird immer beliebter.
„Indien? Machst du Witze?“ Als die 17-jährige Alexandra W. von ihren Plänen für ihren geplanten Schüleraustausch erzählt, stößt sie vielerorts auf ungläubige Blicke. Denn Indien ist nicht unbedingt die erste Wahl, wenn Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren über ein Jahr im Ausland nachdenken.

Schüleraustausch: Wohin soll’s gehen?
Die USA, Australien oder Großbritannien sind die beliebtesten Ziele, wenn es um das Thema Schüleraustausch geht. Weil dort die Englischkenntnisse verbessert werden können und die Kultur der deutschen recht ähnlich ist. Doch gerade die Andersartigkeit von Kultur und Menschen macht den Reiz an einem Schüleraustausch mit Indien, Mexiko oder Thailand aus.

Das fängt schon bei den Essensbräuchen an. Anja H. war für ihren Schüleraustausch mit der Organisation 'Deutsches Youth for Understanding Komitee' ein Jahr in Thailand und ganz begeistert, dass dort die Familie immer zusammen isst. Teil jeder Mahlzeit ist Reis, doch „in der Thai-Küche sind auch einige Eigenheiten zu finden, wie zum Beispiel gegrillte Insekten, Omelett mit Fliegenlarven oder Hühnerfußsuppe.“ Anja beruhigt aber: „Wer keinen Wert auf kulinarische Experimente legt, muss sich keine Sorgen machen. Die meisten Thai können diesen Gerichten auch nichts abgewinnen.“ In der Schule sind neben Mathe auch Fächer wie Thai-Tanz, Musik sowie Kochen Teil des Lehrplans.

Auch kulturell ist einiges anders als in Deutschland. Judit F. verbrachte ein Jahr in Mexiko und feierte Weihnachten mit viel Tanz, Tamales und Lärm. Anja erlebte das thailändische Neujahr im April mit jeder Menge Wasser und Alexandra war von der sehr herzlichen Art der Inder überwältigt.

Vor einem Schüleraustausch sollte man sich genau über die Leistungen der Organisationen informieren.
Vor einem Schüleraustausch sollte man sich genau über die Leistungen der Organisationen informieren.
Die Wahl der richtigen Organisation für einen Schüleraustausch
Es gibt viele Organisationen, die einen Schüleraustausch anbieten. Dabei den Überblick zu behalten ist schwer. Informieren Sie sich am besten bei mehreren Organisationen und lassen Sie sich Informationsmaterialien zukommen. Hilfreich sind zudem Telefonate, in denen Sie Eckpunkte noch einmal genau erfragen können. Eine Auskunft über schwarze Schafe gibt die Stuttgarter Aktion Bildungsinformation.

Generell gibt es kommerzielle und gemeinnützige Anbieter, die vom Preis her ähnlich sind. Der Unterschied: Die gemeinnützigen Organisationen erwirtschaften keinen Profit. Das Geld, das Sie bezahlen, kommt vollständig dem Austauschprogramm zugute. Für welche Organisation Sie sich entscheiden, hängt auch davon ab, in welches Land Sie reisen möchten. Es gibt nur wenige Anbieter wie das Deutsche Youth for Understanding Komitee, AFS - Interkulturelle Begegnungen oder AIFS (American Institute for Foreign Study), die Länder wie Argentinien, China oder Indien in ihrem Programm haben.

Damit der Schüleraustausch so problemlos wie möglich abläuft, ist es wichtig, dass die Organisation ein richtiges Bewerbungsgespräch mit geschulten Mitarbeitern führt. Die können schnell einschätzen, ob der Teenager schon die nötige Reife für einen Schüleraustausch besitzt. Denn ein Jahr im Ausland ohne Familie und Freunde erfordert Mut und Charakterstärke. Daneben sollte die Organisation eine intensive Vorbereitung anbieten mit mindestens einem mehrtägigen Seminar. Auch eine Nachbereitung ist wichtig, da viele Jugendliche nach ihrem Schüleraustausch erst einmal eine Leere spüren. Schließlich lassen sie Freunde im Land zurück und gleichzeitig hat sich in Deutschland bei Freunden und Familie auch so einiges geändert.

Vor Ort bilden Betreuer eine Art Sicherheitsnetz. Sie sind während des Schüleraustauschs für den Jugendlichen zuständig und die Anlaufstelle bei Problemen mit der Gastfamilie. Gute Organisationen bieten regelmäßige Treffen mit dem Betreuer sowie anderen Austauschschülern aus der Umgebung an.

> Lesen Sie weiter: Vorbereitung, Kosten und Gastfamilie werden




db

 
  

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Veröffentlicht von
am 30/06/2012
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