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Schulpflicht & Schulfähigkeit: Ist Ihr Kind bereit für die Schule?

Schulfähigkeit

   

Die Schulfähigkeit entwickelt sich nach und nach. - Schulfähigkeit
Die Schulfähigkeit entwickelt sich nach und nach.
Wenn ein Kind bereits schulpflichtig ist, bedeutet das nicht, dass es auch schulfähig ist. In einem solchen Fall können schulpflichtige Kinder zunächst zurückgestuft werden. Zurückgestellt zu werden ist keine Schande! Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Ihr Kind noch nicht eingeschult werden sollte. Zurückstufung zum Schulbeginn ist nicht gleichbedeutend mit schlechten schulischen Leistungen in der Zukunft!

Es gibt aber auch Kinder, die noch gar nicht schulpflichtig sind, aber trotzdem schon schulfähig. Solche Kinder können nach sorgfältiger Prüfung ihrer Schulfähigkeit vorzeitig eingeschult werden. Gehen Sie als Eltern hier besonders sorgfältig vor und projizieren Sie nicht Ihre Vorstellungen auf Ihr Kind. Eine Vorzeitige Einschulung kann ein Kind später belasten, wenn es den Ansprüchen dann doch nicht genügt und wieder zurückgestuft werden muss. Andererseits können Kinder, die trotz Bedarf nicht vorzeitig eingeschult werden, sich später in der Schule langweilen und irgendwann den Anschluss verlieren.

Für zu früh eingeschulte Kinder kann Lernen zur Qual werden
Für zu früh eingeschulte Kinder kann Lernen zur Qual werden
Holen Sie sich unbedingt den Rat von einem Schulpsychologen und wenn möglich von anderen Eltern mit vorzeitig eingeschulten Kindern.

Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen, die Schulfähigkeit Ihres Kindes einzuschätzen. Wenn Sie alle oder viele dieser Fragen mit "ja" beantworten können, spricht das für die Schulfähigkeit Ihres Kindes:

Kann Ihr Kind …
  • ... sich selbstständig anziehen / Schuhe binden?
  • ... zu Bildern eine Geschichte erzählen?
  • ... den Plural bilden?
  • ... Lagebeziehungen erkennen (vor / hinter / ...)?
  • ... mit Stift und Schere umgehen?
  • ... Melodien nachsingen und rhythmisch klatschen?
  • ... Farben und Formen unterscheiden?
  • ... Würfelaugen erkennen?
  • ... einen Ball werfen und fangen?
  • ... mit dem Springseil hüpfen?
  • ... rückwärts laufen, auf einem Bein hüpfen / stehen?
  • ... Dreirad fahren (Trittbewegungen)?
  • ... problemlos Treppensteigen?
  • ... deutlich und in ganzen Sätzen sprechen?
  • ... Überkreuzbewegungen nachmachen?
  • ... sich konzentrieren?
  • ... eine Weile stillsitzen?
  • ... sich in Gruppen einfügen?
  • War Ihr Kind im Kindergarten?
  • Gehen die Spielkameraden auch zur Schule?
  • Und nicht zuletzt: Möchte Ihr Kind in die Schule gehen?
Es entscheidet nicht das Alter, sondern die Reife eines Kindes über seine Schulfähigkeit
Es entscheidet nicht das Alter, sondern die Reife eines Kindes über seine Schulfähigkeit
Wenn Sie diese oder viele dieser Fragen mit "nein" beantworten müssen, spricht das eher gegen die Schulfähigkeit Ihres Kindes. Ist Ihr Kind ...

  • ... eher klein und zart?
  • ... öfter oder chronisch krank?
  • ... schnell müde, erschöpft oder von Situationen überfordert?
  • Ist es zum potenziellen Schulanfang großen Änderungen ausgesetzt? (Geschwisterkind, Umzug, Trennung der Eltern, ...)
Immer wieder taucht bei gutgemeinten Ratschlägen von Freunden und Bekannten der Hinweis auf, der Zahnwechsel sei ein untrügliches Anzeichen für die Schulfähigkeit des Kindes. Lassen Sie sich davon nicht irritieren oder beeinflussen: Diese Aussage entbehrt jeglicher Grundlage und fällt in die Kategorie Mythos. Schulfähigkeit ist ein fortschreitender Prozess, der sich bereits im Kindergarten zu entwickeln beginnt und sich durch die Grundschulzeit zieht. Bei der Beurteilung geht es lediglich darum, ob Ihr Kind den Anforderungen bereits gewachsen ist.

Lassen Sie sich von den Ratschlägen anderer Eltern nicht verunsichern
Lassen Sie sich von den Ratschlägen anderer Eltern nicht verunsichern
Um die Schulfähigkeit zu beurteilen wird ein schulärztliches Attest erstellt. Sie als Eltern können jedoch auch selber auf einige Dinge achten um einzuschätzen, ob ihr Kind schon schulfähig ist oder nicht. Die letztendliche Entscheidung "schulfähig ja / nein" trifft jedoch der untersuchende Schularzt, der von einem Schulpsychologen unterstützt werden kann.

Die Entscheidung, ob das Kind dann in der Grundschule aufgenommen wird, liegt beim Leiter der Schule.




  
 

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Veröffentlicht von der Mama-Redaktion
am 04/08/2010
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