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Mamas im Job: 6 geniale Soft Skills, die nur Mütter haben!

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 1. September 2016

Mamas fällt der Wiedereinstieg nach der Elternzeit oft schwer. Obwohl sie durchs Mamasein ganz neue Fähigkeiten haben, die sie zusätzlich qualifizieren.

Fragt man Mamas nach Soft Skills und besonderen Fähigkeiten, die sie in einer Bewerbung in den Lebenslauf schreiben würden, dann bekommt man oft nur eine Standard-Liste, die man in jedem beliebigen Bewerbungsratgeber finden kann heruntergespult.

Fragt man jedoch danach, welche wichtigen Eigenschaften sich die Frauen aufgrund ihrer Mutterrolle heraus angeeignet haben, so erhält man ganz andere Antworten! Allerdings haben die wenigsten Frauen und Mütter auf dem Schirm, dass ebendiese Eigenschaften einen Lebenslauf ganz schön aufpeppen und beim künftigen Arbeitgeber gut ankommen können!

Viele Mütter wünschen sich nach der Babypause den erneuten Einstieg ins Berufsleben. Doch manche Frauen haben, auch wenn sie bereits eine passende Stellenanzeige gefunden haben, nicht den Mut ihre Bewerbung abzuschicken. Warum nur?

Der erste Schritt scheint für viele Frauen die größte Hürde zu sein: Wie erklärt man die "Lücke" im Lebenslauf?

In einer Bewerbung muss man grundsätzlich keine Informationen zum Familienstand angeben, dennoch ist es sinnvoll die Elternzeit hinzuzufügen. Damit lässt sich die zeitliche Lücke erklären. Dabei sollte es dann aber auch bleiben - weitere private Einzelheiten sind hier fehl am Platz.

Manche Frauen befürchten, dass sie nicht mehr mithalten können und all ihre Erfahrung, ihr Wissen und ihr Können nicht mehr zählen und veraltet sind – ist das so?

Nein. Selbstverständlich kann sich nach einigen Jahren auch mal etwas ändern. Doch das bedeutet doch nicht, dass das Rad neu erfunden wurde. Wer die beruflichen Grundkenntnisse besitzt und sich ein wenig Zeit gibt, kann mit allen Veränderungen umgehen lernen.

Elternzeit bedeutet nicht Stillstand

Außerdem bedeutet Elternzeit nicht, dass man nur noch auf dem Spielplatz ist, das Baby füttert oder die Wäsche macht. Mamas (und auch Papas), die nach der Elternzeit wieder in den Beruf einsteigen wollen, können diese Zeit auch nutzen, um auf Stand zu bleiben oder sich weiterzubilden.

Tatsache ist jedoch, dass sich Eltern aus der reinen Notwendigkeit ihrer neuen Rolle als Mutter heraus neue Fähigkeiten und Soft Skills aneignen. Allerdings nehmen gerade Mamas solche Eigenschaften oft gar nicht als berufliche Qualifikation wahr.

Das solltet ihr ab sofort ändern. Seid nicht nur stolz auf eure beruflichen Erfolge, sondern auch auf eure familiären. Wir geben euch ganz klare Beispiele für Soft Skills, die nur Mamas, ganz ohne Seminarbesuche, erlernen. ​

Mama-Soft-Skills, die auch im Lebenslauf gut ankommen:

Man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben - gerade Kinder sind ein perfekter Lehrmeister, auch wenn das nicht immer einfach ist. Doch im Großen und Ganzen müssen Mamas lernen, sich anzupassen und mit der neuen Herausforderung umzugehen, um gesunde und ausgeglichene Kinder großzuziehen. Zu allem Überfluss geschieht das meist auch noch unter ständigem Schlafentzug… noch Fragen?

1. Zeitmanagement

Mamas wissen Zeit wirklich zu schätzen. Vor allem aber lernen sie ganz schnell die Folgen kennen, wenn mal etwas dazwischen kommt und der Zeitplan aus den Fugen gerät. Dabei bauen Mamas auch Puffer ein, damit das alleinige Anziehen der Kinder auch mal 10 Minuten länger dauern darf und man ohne Stress und pünktlich in der Kita ankommt. Sämtliche To-dos werden um feste Fristen geplant, die unbedingt eingehalten werden müssen, wie etwa der Schulschluss, die Lernzeiten, das Abendessen oder der Termin beim Kinderarzt.

​Wer gut plant, kann seine Fristen einhalten, das ist für die meisten Jobs eine besonders wichtige Eigenschaft.

2. Prioritäten setzen

Wer ständig mit der Organisation verschiedener Abläufe beschäftigt ist, lernt auch, Prioritäten zu setzen. Abstauben beispielsweise kann auch mal auf den nächsten Tag geschoben werden, das Lunchpaket für den Schulausflug hingegen nicht. Die richtige Einschätzung, welche Aufgaben aufgeschoben werden können oder gar komplett weggelassen werden können, ist gerade im Berufsalltag wichtig.

3. Planungskompetenz

Allein die Planung der Verpflegung für eine ganze Familie stellt Mamas vor große Herausforderungen. Sie müssen wissen, wer gerade was gerne isst und wie allen eine gesunde und ausgewogene Ernährung schmackhaft gemacht wird. Dabei ist nicht nur die Planung des Wocheneinkaufs entscheidend, sondern auch die Zubereitung der Lebensmittel. Als Mama ist man in den meisten Fällen nicht nur der Einkäufer mit begrenztem Budget, sondern auch noch gleichzeitig Koch. Zusätzlich wollen auch die Mahlzeiten geplant werden, was wird wann gekocht oder vorbereitet und welche Vorräte müssen wieder aufgefüllt werden. Dabei muss sie ganz ähnlich vorgehen wie ein Restaurantmanager.

Doch die Managementaufgaben erfüllen Mütter auch in ganz anderen Bereichen, wie der Kinderbetreuung, der medizinischen Versorgung oder der weiterführenden Schule und viele andere mehr.

4. Mitgefühl, Verständnis und Rückhalt

Gerade Kinder und Babys stellen Eltern vor eine schier endlose Liste praktischer und auch emotionaler Probleme. Doch wer jetzt glaubt, dass die Versuche, mit einem Kleinkind zu verhandeln, hart waren, der sollte sich auf eine nervenaufreibende Achterbahnfahrt mit pubertierenden Teens einstellen. Mamas haben vielleicht nicht unbedingt einen Abschluss als Therapeutin, aber das Zeug dazu haben sie allemal.

​Schließlich sind Mamas der Kummerkasten für die gesamte Familie, das offene Ohr, der Rückhalt und das Verständnis – Mama ist immer da und hat meist auch richtig gute Weisheiten parat.

5. Kreatives Improvisationstalent

Kleinkinder stehen tränenüberströmt vor ihrem Spielzeugauto, dass ein Rad verloren hat – was macht Mama? Sie eilt als Heldin herbei sucht voller Eifer nach dem kleinen Teil oder bastelt kurzerhand ein Ersatzrad aus einem Korken – und löst das Problem schnell und ohne viel Aufregung. Auch im Job ist es oft wichtig, "out of the box" zu denken und kreativ zu improvisieren.

6. Krisenmanagement

War der kleine Sausewind mal etwas ungestüm und legt sich auf die Nase, ist ebenfalls Mama direkt vor Ort. Sie bleibt ruhig und liebevoll, küsst den Schmerz weg und versorgt das aufgeschrammte Knie, damit die wilde Raserei gleich von vorne beginnen kann.

​Sämtliche Wehwehchen und Krankheiten bringen Mamas äußerlich nur selten aus der Ruhe, sie wissen genau, was zu tun ist. Mamas haben eben Nerven wie Drahtseile - daher bringt sie auch am Arbeitsplatz nichts so schnell aus der Ruhe.

Schluss mit der Tiefstapelei!

​Mütter sollten unbedingt aufhören sich selbst und ihre Fähigkeiten zu unterschätzen. Viele neue Situationen, die die Mutterschaft mit sich bringen können direkt auf das Arbeitsumfeld angewendet werden und zählen für Personaler zu wichtigen Zusatzqualifikationen.

​Seien es nun Nerven aus Drahtseilen oder kreative Improvisation. Solche Dinge kann zwar in vielen Studiengängen, Seminaren oder Ausbildungen in der Theorie lernen, doch die praktische Anwendung steht wieder auf einem ganz anderen Blatt. Hier sind Mütter, ja Eltern ganz allgemein, im Vorteil. Gerade Mütter sollten stolz auf ihre Soft Skills sein, die für das gemeinsame Arbeiten im Team und auch in einer Führungsrolle so viele Vorteile mit sich bringen.

von Jane Schmitt

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