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Unterhaltsrecht: Was tun, wenn der Vater nicht zahlt?

Unterhaltsrecht einklagen

   

Zahlt der Vater nicht, sollte die Mutter das Unterhaltsrecht einklagen. - Unterhaltsrecht einklagen
Zahlt der Vater nicht, sollte die Mutter das Unterhaltsrecht einklagen.
Letzter Ausweg: Unterhalt einklagen
Parallel zum Antrag auf Unterhaltsvorschuss sollte die Mutter um den Unterhalt für ihre Kinder kämpfen. Damit die Unterhaltssumme anhand der Düsseldorfer Tabelle bestimmt werden kann, ist es wichtig, dass die Mutter den Mann im ersten Schritt darum bittet, sein Einkommen offenzulegen. Das Schreiben kann sie selbst aufsetzen, sollte es dann aber als Einschreiben mit Rückschein versenden, damit gegebenenfalls ein Beweis vorliegt, dass der Vater das Schreiben erhalten hat. Besser ist es, wenn direkt ein Anwalt eingeschaltet wird. Ansprechpartner gibt es in der Rechtsanwaltskammer, dem Amtsgericht oder dem Jugendamt. Miriam Hoheisel: „Ist kein Geld für juristischen Rat vorhanden, dann kann Prozesskostenhilfe beim Familiengericht beantragt werden.“

Kommt der Vater der Aufforderung nicht nach, dann kommt jetzt der Zeitpunkt, an dem ein Anwalt eingeschaltet werden muss. Der Anwalt kann sich notfalls einen richterlichen Beschluss zur Einsicht der Daten holen. Steht das Nettoeinkommen des Vaters fest, wird der Unterhaltssatz anhand der Düsseldorfer Tabelle errechnet. Nun muss der Vater zahlen. Macht er das nicht oder zahlt er vielleicht nur einen Bruchteil dessen, was das Unterhaltsrecht vorsieht, dann kann die Mutter ihn verklagen. Im schlechtesten Fall rückt der Gerichtsvollzieher beim Vater an und pfändet sein Gehalt.

Gut zu wissen: Der Vater ist ab dem Moment unterhaltspflichtig, in dem er das erste Mal zur Zahlung aufgefordert wird. Zieht sich der Streit ums Geld über Monate hin, dann bekommt die Mutter das Geld rückwirkend. Auch die Anwaltskosten müssen vom Vater übernommen werden.

Viele Mütter scheuen sich jedoch, das Unterhaltsrecht geltend zu machen und das Geld einzuklagen. Miriam Hoheisel: „Zahlt der Vater nicht, dann versuchen Mütter oft das Geld selbst irgendwie aufzutreiben. Eine Klage vermeiden die meisten, um die ohnehin schon angespannte Situation nicht noch weiter zu verschärfen. Gerade für die Kinder soll der oberflächliche Frieden bewahrt werden.“

Beistandschaft des Jugendamts
Statt einen Anwalt einzuschalten, kann sich die Mutter auch an das Jugendamt wenden und dort die Beistandschaft beantragen. Das heißt, das Jugendamt übernimmt den Beistand für das Kind und kümmert sich um den Schriftverkehr mit dem Vater.

Der Unterhalt fällt jedoch meist höher aus, wenn die Mutter einen Anwalt einschaltet. Gerade Selbständige geben oft nur einen Bruchteil ihrer Einkünfte an und es ist mitunter schwierig, alle Unterlagen zu bekommen und einen Überblick zu wahren.

Unterhaltsrecht bei arbeitslosen oder schlechtverdienenden Vätern
Ist das Geld auch beim Vater knapp, weil er arbeitslos ist oder zu den Geringverdienern zählt, dann muss er laut Gesetz einen Nebenjob annehmen. Sprich, verdient der Vater so wenig, dass er nach Abzug seines Selbstbehalts nicht mehr genug Unterhalt laut dem Mindestsatz der Düsseldorfer Tabelle zahlen kann, muss er sich einen weiteren Job suchen, um das Geld zusammenzubekommen. Auch Arbeitslosigkeit darf von Gesetzes wegen nicht als Vorwand für Nichtzahlung genommen werden. Auf Nachfrage muss der Vater nachweisen können, dass er sich bestmöglich um einen neuen Job bemüht.


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Veröffentlicht von
am 22/07/2012
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