Der Konflikt: Die Frau und die Mutter - Elisabeth Badinter |
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 Elisabeth Badinter: Der Konflikt: Die Frau und die Mutter - Kinder als Verbündete der männlichen Domination? | In ihrem letzten Essay "Le conflit - la femme et la mère"* (in Frankreich im Januar 2010, in Deutschland im August erschienen) entrüstet sich Elisabeth Badinter gegen die Tyrannei der "perfekten Mütter" und die Bio-Mutterschaft, die für das Anliegen der Frauen einen Rückschritt bedeuten.
Der Feministin zufolge drängt der naturalistische Trend die Frauen dazu, zu stillen, Bio-Windeln zu verwenden oder so lange wie möglich zu Hause zu bleiben, um ihr Kind zu erziehen. Kurz: Für Badinter schränkt dieser neue Naturalismus die Freiheit der Frauen ein und reduziert diese auf ihre bloße Mutterrolle. Ein mehr als einschränkendes Schicksal für die freie Entfaltung der Frau.
Babies sind "die besten Verbündeten der männlichen Domination geworden" schreibt Badinter in ihrem Essay.
Aber das ist nicht alles. Die französische Feministin will die Frauen auch und vor allem von den Schuldgefühlen befreien, die sie gegenüber dieser Tyrannei der mütterlichen Perfektion, die ihnen von unserer Konsumgesellschaft, von den Ökologen und den Spezialisten auferlegt wird, empfinden. Sie sollen sich nicht mehr als "schlechte Mütter" sehen.
Ihr letztes Werk hat die feministischen Bewegungen bis hin in die obersten politischen Ränge gehörig aufgerüttelt und die Debatte über die Rolle der Frau und Mutter in unserer modernen Gesellschaft neu angeheizt. Aber lassen wir am besten Elisabeth Badinter das Schlusswort: "Ich sage nicht, dass Nicht-Stillen ein Sieg für die Frauen ist. Was in meinen Augen zählt, ist die Entscheidungsfreiheit."
* Der Konflikt: Die Frau und die Mutter. Beck Verlag
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