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Leben mit KrebsJanine Pietsch | ||||||
In der anschließenden Chemotherapie verlor sie ihre Haare. Es waren lange blonde Haare, die sie immer in einem Schwung unter ihre Schwimmkappe gesteckt hatte und dann zu Ruhm schwang. Kurzbahn-Weltmeisterin im Rückenschwimmen, Olympiateilnehmerin, oft Zimmerkollegin von Franziska van Almsick. Eine rasante Karriere und eine Bilanz, die sich sehen lassen kann. Hilfe von "Tote Hosen"-Sänger Campino Und dann mit 26 das Unerwartete, Schreckliche: die Diagnose und damit das Ende ihrer Profi-Laufbahn. Am 30. Oktober 2008 wurde sie operiert. Doch schon damals zeigte Janine Pietsch, dass sie auch außerhalb des Schwimmbeckens eine Kämpferin ist. "Auch diesen Gegner werde ich besiegen", sagte sie in ihrem ersten Interview, nachdem die Diagnose bekannt wurde. Sie sollte recht behalten. Und ging mit ihrer Krankheit in einer Offenheit um, die ihr die Herzen zufliegen ließ. Hatten die Menschen bisher großer Mitleid mit dieser begabten Hochleistungssportlerin, so mischte sich jetzt auch echte Bewunderung darunter. Janine Pietsch teilte alles, wie elend sie sich nach der Bestrahlung fühlte, dass sie nicht einmal allein auf die Toilette gehen konnte, wie sie sich unendliche Male erbrach und mindestens genauso oft beinahe der Mut verliess, Verzweiflung und Tränen Überhand nahmen. Sie setzte sich für Krebsforschung und Krebsaufklärung ein, wurde 2009 Botschafterin der Deutschen Krebsgesellschaft, der größten Krebsfachgesellschaft in Deutschland. Einer der ihr in dieser Zeit sehr zur Seite stand, war Tote Hosen-Sänger Campino. Seine Eltern sind beide an Krebs gestorben. Janine Pietsch heute: "Es gibt ein Leben danach" Ein Jahr nach Beginn der Chemotherapie begann Janine Pietsch ohne Perücke aus dem Haus zu gehen. Am selben Tag, als sie dies das erste Mal wagte, ließ sie sich ein Tattoo stechen: "Schicksal" in chinesischen Schriftzeichen. Es läuft an ihrem Nacken entlang. Seit diesem Sommer arbeitet Janine Pietsch, trainiert in München eine Schwimm-Mannschaft. Sie ist zwar geheilt, steckt jedoch noch mitten in der Hormontherapie mit ihren eigenen Aufs und Abs. Darüber schreibt sie für goFeminin.de nun einen exklusiven Blog. "Ich möchte anderen Frauen die Angst nehmen. An Krebs zu erkranken, ist schrecklich. Aber es ist heutzutage kein Todesurteil. Es gibt ein Leben danach." Mehr zum Thema Krebs bei Frauen finden Sie hier. smb | ||||||
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Veröffentlicht von Shila Meyer Behjat
am 09/10/2010 | ||||||
Inhaltsverzeichnis Janine Pietsch: Eine Weltmeisterin und ihr schwerster Kampf
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