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Transsexualität: Operation Mann zu Frau | ||||||
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Als ich mich an einem Donnerstagnachmittag mit der 32-jährigen Miriam in einem Café in Köln treffe, habe ich viele Fragen. Und Miriam eine Menge zu erzählen. Miriam ist sehr schlank, sie trägt eine enganliegende schwarze Lederhose und ein dunkles Oberteil. Ihre Haare sind lang und fallen ihr über die Schultern, ihr Gesicht ist zart, sie trägt eine Brille. 15 lange Jahre hat Miriam mit der Gewissheit gelebt, als Frau im Körper eines Mannes auf die Welt gekommen zu sein. 2009 begann für Sie mit der Operation zur Frau ein neues Leben, ihr eigentliches Leben, wie sie sagt. Hinter ihr lagen Jahre der Unsicherheit und des Unglücklichseins. So richtig bewusst wurde Miriam, dass mit ihr etwas nicht stimmt, als sie mit 17 Jahren ihr erstes Mal erlebte: "Da habe ich gemerkt, dass ich eigentlich lieber die andere wäre, also die Frau. Und dann habe ich gedacht: Was ist denn jetzt los? Ich hatte zwar vorher schon festgestellt, dass mir zum Beispiel weibliche Klamotten oft gut gefallen, mehr aber auch nicht. Im Nachhinein ist mir natürlich alles klarer." Was genau bedeutet eigentlich Transsexualität? Wer beim Stichwort Frauenkleidung denkt, dass Miriam einem Fetisch nachgegangen ist, liegt falsch. Denn damit hatte ihr Problem nichts zu tun. Transsexuelle Menschen möchten nicht aus einer Neigung heraus, oder weil es sie etwa erregt, in die Rolle des anderen Geschlechts schlüpfen. Sie sind äußerlich ein Mann oder eine Frau, fühlen und denken aber genau andersherum. Im Fall von Miriam war es so, dass sie physisch betrachtet ein Mann war, innerlich aber ganz und gar Frau. Dieses Wissen mit sich herumzutragen, erzeugte bei Miriam ähnlich wie bei anderen Betroffenen einen extrem hohen Leidensdruck. "Als in der Pubertät der erste Bartwuchs kam und mein Körper immer männlicher wurde, fühlte ich mich von Tag zu Tag schlechter und wusste nicht warum. Ich war zwar nicht im klassischen Sinn depressiv, aber sehr zurückgezogen und still. Mit 14 Jahren habe mir heimlich eine Damenstrumpfhose gekauft. Ich hatte solche Angst, dass ich einen Fetisch habe und dass mich das erregt. Ich habe gebetet, dass ich keine Erektion bekomme. Zum Glück ist nichts passiert. Da wusste ich, dass mein Problem nichts mit Travestie zu tun hat und nicht sexueller Natur ist. Ich war mehr als erleichtert." Auf der Suche nach Antworten und Identität In der Zeit, als Miriam sich zu fragen begann, was mit ihr los war, fand sie kaum Antworten. Ihr Bruder hatte zwar einen Computer, das Internet gab damals, vor 15 Jahren, jedoch nur wenig her. Außerdem konnte Miriam nur dann die Suchmaschine befragen, wenn ihr Bruder außer Haus war. Ihre Familie hat Miriam erst viel später eingeweiht. Immerhin konnte sie im Internet entdecken, dass "es noch andere Menschen gibt, die so fühlen wie ich. Zum Arzt bin ich nie gegangen, ich habe das immer mit mir allein ausgemacht." Auf der nächsten Seite: Reaktionen auf Miriams Anderssein jw | ||||||
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Transsexualität: Miriams langer Weg vom Mann zur Frau
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