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Weibliche Genitalverstümmelung in Europa
Immer noch 1997: Waris Dirie veröffentlicht ihre Autobiographie "Wüstenblume", die später zur Grundlage für den gleichnamigen Film wird.
Das Buch wird zum Bestseller und weltweit 11 Millionen mal verkauft. Kofi Annan beruft Waris zur Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen (UNO) im Kampf gegen weibliche Beschneidung. Im selben Jahr bringt sie ihren ersten Sohn Aleeke (somalisch für: starker Löwe) zur Welt.
2002: Sie verlässt die Vereinten Nationen und gründet ihre eigene Stiftung, die Waris-Dirie-Foundation mit Sitz in Wien, um weiter gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) zu kämpfen.
2005: Waris Dirie berichtet in ihrem dritten Buch "Schmerzenskinder" über illegale Mädchenbeschneidungen in Europa, die von manchen afrikanischen Bevölkerungsgruppen praktiziert werden. Daraufhin nimmt die Europäische Union den Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung zum ersten Mal in ihr Programm mit auf. Waris trifft die Minister der 25 EU-Mitgliedsstaaten, die sich darauf verständigen, die Gesetze in mehreren Ländern zu verschärfen. In diesem Jahr nimmt Waris auch die österreichische Staatsbürgerschaft an.
2009: Waris Dirie gehört neben Salma Hayek und Stella Mc Cartney zum Vorstand der neuen Stiftung für die Würde und Rechte der Frauen
des französischen PPR-Konzerns (u.a. bekannt für die Marken: Gucci, Puma, Yves Saint Laurent)... und bekommt ihren zweiten Sohn: Leon (lateinisch für Löwe).
Lesen Sie weiter:
> Der Trailer zum Film Wüstenblume
Im Forum:
>Weibliche Genitalverstümmelung - was haltet ihr von dieser Tradition?
Foto: Waris Dirie, Schmerzenskinder, erschienen im ©Ullstein Verlag

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