Weihnachtsbräuche aus Polen
In Polen beginnt mit dem ersten Advent in vielen Familien die Fastenzeit. Denn im katholischen Polen ist die Adventszeit die ideale Gelegenheit, um über das vergangene Jahr nachzudenken, sich zu besinnen und so wenig wie möglich zu streiten.
Weihnachten endet die Fastenzeit und das wird in Polen mit einem opulenten Mahl gefeiert. Früher gab es für jeden der zwölf Apostel ein fleischfreies Gericht. Ganz so viel wird in den meisten Familien heutzutage nicht mehr aufgetischt, aber es ist immer noch reichlich und in vielen Fällen auch vegetarisch. Nicht fehlen dürfen beispielsweise Blini, verschiedene Gerichte mit Erbsen oder Bohnen, Grütze oder der traditionelle Weihnachtskarpfen. Oft wird ein Extra-Gedeck aufgelegt, um so die Gastfreundschaft zu symbolisieren und vorbereit zu sein, falls ein unerwarteter Besucher vor der Tür steht.
Der wichtigste Weihnachtsbrauch findet vor dem Essen statt: das Oblaten-Brechen. Das Familienoberhaupt bricht dabei ein Stück von einer Oblate ab, reicht sie dann reihum weiter, während sich alle gute Wünsche sagen.
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