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Held des Zweiten Weltkriegs: Dieser Mann rettete hunderte Kinder vor dem sicheren Tod

Kathrin Stangl
von Kathrin Stangl Veröffentlicht am 26. Januar 2015
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Der 27. Januar 1945 ist ein geschichtsträchtiger Tag: Soldaten der Roten Armee befreiten das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und retteten tausende Gefangene. Doch auch während des Krieges gab es mutige Menschen, die hunderte Juden vor dem Holocaust bewahrten. Menschen wie Sir Nicholas Winton.

Heute ist ein wichtiger Tag! Denn genau heute vor 70 Jahren - am 27. Januar 1945 - wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau von russischen Truppen befreit. Knapp 7000 Gefangene konnten die Soldaten der Roten Armee aus den Baracken befreien - viele von ihnen mehr tot als lebendig. Auschwitz war das größte Vernichtungslager der Nazi-Zeit, mindestens 1,1 Millionen Menschen wurden hier während des Zweiten Weltkriegs ermordet.

Doch auch während des Krieges gab es tapfere Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um anderen bei der Flucht vor dem Nazi-Regime zu helfen. Oskar Schindler fällt einem da sofort ein – der Unternehmer, der rund 1200 Juden vor der Ermordung in den Konzentrationslagern rettete. Oder eben Sir Nicholas Winton.

Im Jahr 1938, noch vor Kriegsausbruch, organisierte der Brite einen Kindertransport, der junge tschechische Juden von Prag nach London bringen sollte, um sie vor dem Holocaust zu schützen. Winton besorgte Visa, fand Gasteltern, sammelte Geld und schaffte es letztendlich, acht Züge mit Kindern und Jugendlichen in Sicherheit zu bringen. Insgesamt 669 Menschen aus der ehemaligen Tschechoslowakei rettete er auf diese Weise. Ein neunter Zug durfte wegen des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs Prag nicht mehr verlassen.

669 Namen - 669 Schicksale

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Seine unfassbar mutige Tat hing der heute 105-Jährige nie an die große Glocke. Nach dem Krieg lebte er ein bescheidenes Leben, sprach nicht einmal mit seiner Frau Grete über sein selbstloses Handeln. 50 Jahre lang.

Dann entdeckte Grete auf dem Dachboden einen Koffer voller Dokumente. Erst als sie ihren Mann darauf anspricht, erzählt er ihr aus seiner Vergangenheit. Grete teilt die bewegende Geschichte ihres Mannes mit den britischen Medien. Der Fernsehsender BBC lädt Winton 1988 schließlich - unter einem Vorwand - ins Studio ein. Dort sitzt er, ohne es zu wissen, mit Menschen im Publikum, die ihm ihr Leben zu verdanken haben.

​Der Moment, in welchem Winton realisiert, wer da um ihn herum sitzt, geht wirklich ans Herz! Der alte Mann ist zu Tränen gerührt. Nie hatte er damit gerechnet, die Kinder und Jugendlichen von damals je wieder zu sehen.

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Wir finden: Gedenktage wie der 27. Januar sind unglaublich wichtig! Wir dürfen nicht vergessen, was für schreckliche Gräueltaten vor und während des Zweiten Weltkriegs passiert sind. Und vor allem dürfen wir jene nicht vergessen, die ihr eigenes Leben riskiert haben, um andere zu retten. Menschen wie Sir Nicholas Winton, der 669 Kinder vor dem Tod bewahrt hat.

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