Frauen(vor)bilder? Bloß nicht Michelle Obama und Kate Middleton!

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Fragwürdige Vorbilder

Frauen(vor)bilder? Bloß nicht Michelle Obama und Kate Middleton!

Amerikas First Lady, Michelle Obama (r.), hat ein Buch über Gärten geschrieben. Prinzengattin Kate Middleton war in der Kücke auch schon mal geschickter.© Sipa - Frauen(vor)bilder? Bloß nicht Michelle Obama und Kate Middleton!
Amerikas First Lady, Michelle Obama (r.), hat ein Buch über Gärten geschrieben. Prinzengattin Kate Middleton war in der Kücke auch schon mal geschickter.© Sipa
Die schwingenden Röcke passen stets zu den Schuhen, sie stärkt ihrem Mann den Rücken, hat für die Familie ihren Job aufgegeben und nimmt an Back-Wettbewerben teil. Was nach einem verstaubten Frauenbild von vorgestern aussieht und an die Serie 'Mad Men' erinnert, ist heute anscheinend wieder abgestaubt. Bestes Beispiel: Die aktuell berühmteste Ehefrau der Welt - First Lady Michelle Obama.

Sie gesellt sich zu einer Reihe von prominenten Gattinnen aus Politik und Gesellschaft, die zwar wahnsinnig beliebt sind, aber folgendes Zeichen an junge Mädchen senden: Sobald ihr einen erfolgreichen Mann geheiratet habt, könnt ihr aufhören zu arbeiten. Michelle Obama gehört dazu, die Ehefrau von Prinz William, Kate Middleton, oder auch Carla Bruni, Frau vom ehemaligen französichen Präsident Nicolas Sarkozy. Sie alle widmen sich heute lieber dem Kekse backen und Knickse machen als der großen Karriere.

Das ist schade - und schädigend, wenn man bedenkt, dass diese Frauen große Vorbilder für junge Mädchen und Frauen sind. So hat eine aktuelle Forsa-Umfrage ergeben, dass sich 57 Prozent der Deutschen im Alter von 18 bis 29 Jahren eine First Lady vom Schlag Michelle Obama wünschen.

Backen, Buddeln, Babys machen

Nach dem zweiten TV-Duell von Obama und Romney war die wichtigste Frage: Wem steht Pink besser - Michelle (r.) oder Ann? © Sipa
Nach dem zweiten TV-Duell von Obama und Romney war die wichtigste Frage: Wem steht Pink besser - Michelle (r.) oder Ann? © Sipa
Wer Amerikas First Lady bei Google News sucht, bekommt Treffer wie "Ihr modischer Instinkt blieb Sieger" oder "Ihr Outfit am Wahlabend". Es gibt Stil-Duelle, Saumlängen-Analysen und Oberarm-Debatten. Es geht um ihre Kindheit, ihre Familie, ihre Ehe. Kaum ein Wort über ihr Studium der Soziologie und der afroamerikanischen Studien an der renommierten Princeton University oder dem Jurastudium an der berühmten Harvard University. Kaum ein Wort über ihre Karriere als Beraterin an der Seite des Bürgermeisters von Chicago. Stattdessen viele Artikel darüber, dass sie 2008 ihre Ämter und ihr angeblich sechsstelliges Gehalt aufgab, um ihrem Mann beim Wahlkampf zu helfen.

Kate Middleton als 'Madame Müßiggang'

Seit vier Jahren ist Michelle Obama nur noch First Lady. Sie sitzt bei US-Talkmastern auf der Couch und zeigt US-Moderatorin Ellen DeGeneres ihre leicht peinlichen Dance-Moves. Und als ihr Mann einen Monat vor der Wahl versuchte, eine politische Stimme nach der anderen zu gewinnen, gewann sie einen Keksback-Wettbewerb.

Kate Middleton, die Herzogin von Cambridge und Ehefrau von Prinz William, schreibt eine ähnliche Geschichte. In der Schule absolvierte sie ihr Abitur in den Fächern Chemie, Biologie und Kunst. Sie hat Kunstgeschichte studiert und danach im Bereich Fotografie und Marketing gearbeitet. Nach der Hochzeit mit Prinz William geht sie nur noch den offiziellen Aufgaben an der Seite ihres Ehemanns nach anstatt eine eigene Karriere anzustreben. Dass das nicht bei allen Briten gut ankommt, zeigte sich schon, als Kate nach ihrem Studium ein Jahr lang Pause machte und die Klatschblätter sie als 'Lady of Leisure' (dt. etwa 'Madame Müßiggang') bezeichneten.

Merkels Mann gewinnt Back-Wettbewerb?

Gottseidank kann Harvard-Absolventin Michelle Kekse backen. Warum nur kann man sich den First Ehemann von Angela Merkel in der Rolle nicht vorstellen? © Sipa
Gottseidank kann Harvard-Absolventin Michelle Kekse backen. Warum nur kann man sich den First Ehemann von Angela Merkel in der Rolle nicht vorstellen? © Sipa
Die Argumentation 'Der Ehepartner hat nun mal eine wichtige Position inne, die Ehefrau muss ihn bei Terminen unterstützen' geht nicht auf. Niemand würde auf die Idee kommen, Joachim Sauer zu bitten, seinen Job als Professor für physikalische und theoretische Chemie an der Humboldt-Universität in Berlin aufzugeben - und stattdessen einen eigenen Gemüsegarten anzulegen. Der First Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt sowieso nur ab und zu bei Anlässen wie den alljährlichen Bayreuther Festspielen auf.

Wer weiß, was der bevorstehende Wahlkampf seiner Frau aus Joachim Sauer macht. Vielleicht kündigt auch er seinen Job, hält seine durchtrainierten Oberarme in jede Kamera und duelliert sich bei einem Back-Wettbewerb mit Rivalin Gertrud Steinbrück. Vielleicht ballt er die Faust, hält flammende Reden und antwortet auf das Thema Wirtschaftspolitik: "Wisst ihr, ich habe hier ein Mädel, das das richten kann!" Absurd? Wäre Angi ein Mann und ihr Jogi eine Frau - würde man längst über seine Rocklänge debattieren.




az

  

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Veröffentlicht von der Lifestyle-Redaktion
am 16/11/2012
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