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Mode und Emanzipation: Geht gut oder geht gar nicht?

  

 - Mode und Emanzipation: Geht gut oder geht gar nicht?
Feministin und Fashionista in einer Person – geht das? Oder verträgt sich eine ausgeprägte Leidenschaft für Schuhe nicht mit den emanzipatorischen Grundwerten, auf die man als moderne Frau heute Wert legt?

Ursula Dewey, Mode-und Beauty-Redakteurin unseres Schwesterportals sofeminine.co.uk in Großbritannien, hat sich gefragt: Mode und Emanzipation – geht gut oder geht gar nicht?


Eines haben Fashion und Feminismus schon mal gemeinsam: Beides sind mit Vorurteilen und ideologischen Phrasen garnierte Schlagworte, die dauernd durch die Medien geistern, aber jede Menge Missverständnisse erzeugen. Der Modewelt wird vorgeworfen, Frauen dazu zu zwingen, sich in das Korsett eines Schönheitsideals zu pressen, das Magersucht und Depressionen auslöst und das all jene abstraft, die seinen Gesetzen nicht gehorchen.

Den sogenannten "Emanzen" dagegen haftet immer noch das Image militanter, geschlechtsloser Frauen an. Bei der bloßen Erwähnung des Begriffs "Feminismus" tauchen vor dem geistigen Auge gruslige Bilder von haarigen Frauenbeinen und brennenden BHs auf. Man(n) denkt an säuerlich dreinblickende Frauen, die ihren eigenen Körperduft jedem Chanel-Parfum vorziehen.

Ja, diese Vorurteile gibt es immer noch in vielen Köpfen - doch sowohl die Mode als auch die Emanzipation der Frau sind schon viele Schritte weiter. Ich bin Mode- und Beauty-Redakteurin. In meinen Job gibt es Momente, in denen ich mich frage, ob es okay ist, das Outfit einer Sängerin zu kritisieren oder meinen Leserinnen zu sagen: "So und so solltet ihr euch jetzt anziehen!" - ohne, dass mir mein Gewissen als emanzipierte Frau im Nacken sitzt.

Model bei einer Show von Versace © Pixelformula
Model bei einer Show von Versace © Pixelformula
Aber irgendwie finde ich doch immer einen Weg. Schließlich sagt mir mein Gewissen neben all der Skepsis auch, dass wir beide gut aussehen wollen - ein ungepflegtes Äußeres ist uns sogar ein Graus - und so halten wir neben unseren Zwiegesprächen über die richtige Haltung in Frauenfragen auch begeistert Ausschau nach neuen Mode- und Beautytrends. Ich meine: Irgendwie müssen diese beiden gegensätzlichen Pole, Fashion und Feminismus, doch zusammengehen.

Mode fühlt sich gut an

Das Wichtigste an Mode sind die Gefühle, die sie in uns auslöst - und das auf zweierlei Weise. Mode kann unsere Nummer-1-Methode sein, um uns gut zu fühlen - der richtige Stoff für schnelle Glücksgefühle sozusagen. Es ist dieser Kick, wenn man das Klingeln des Paketboten hört, der die Online-Bestellung liefert. Es ist diese Zeremonie, mit der man ein kostbares Designerstück aus der hochglänzenden, mit Seidenpapier ausgekleideten Verpackung holt.

Oder es ist einfach dieser Triumph, den man empfindet, wenn man ein Schnäppchen gemacht hat und damit sich und der Welt beweist: "Ich kann eben doch mit Geld umgehen!"

Die dunkle Seite der Mode

Mode ist eine Industrie, der vorgeworfen wird, mit winzigen Modell-Größen Models in die Magersucht zu treiben. Man klagt sie an, junge Mädchen auszunutzen und allen anderen immerzu Nymphen-gleiche Teenager als Schönheitsideal vorzusetzen. Für die Mode, so lautet die allgemeine Anklage, zählen allein Äußerlichkeiten. Und darüber hinaus schreibt sie uns auch noch vor, was wir anziehen dürfen und was nicht.

Nur mal schnell durch ein x-beliebiges Modemagazin geblättert, und schon ist unser Kopf voll mit Bildern von spindeldürren Ärmchen, Taillen wie die von Primaballerinen, makelloser Haut und unglaublich perfekten Gesichtern. Kurz: Models, die der Mode ihr Gesicht geben, können dafür sorgen, dass wir uns so graziös und attraktiv fühlen wie eine schwangere Seekuh.

Frauen investieren viel Geld in Mode © getty Images
Frauen investieren viel Geld in Mode © getty Images
Aber wie geht das eigentlich, dass uns etwas, das unsere Stimmung so heben kann, gleichzeitig so runterziehen kann? Auf der einen Seite sind emanzipierte Frauen der Meinung, dass das weibliche Schönheitsideal in der Modeindustrie das Produkt der patriarchalischen Gesellschaft ist. Indem sie auf das Einhalten ihrer Standards beharrt, hält die Mode Frauen davon ab, sich auf ernsthafte Probleme und echte Ziele zu konzentrieren.

Bis zu einem gewissen Grad steckt hier viel Wahres drin: Frauen geben in ihrem Leben im Durchschnitt 95.000 Euro für Mode aus. Dieser Betrag wäre wahrscheinlich sinnvoller investiert in Altersvorsorge und Kreditraten. Männer fühlen sich wahrscheinlich weit weniger verpflichtet, solche Summen in Modetrends zu investieren.

Mode: der geliebte Feind der Emanzipation?

Obwohl sie sich gegenseitig argwöhnisch beäugen, gehen Mode und Emanzipation aber auch Hand in Hand. Weil Mode eine Form der Selbstdarstellung ist, hatte sie schon immer auch geschichtliche Bedeutung und wird als gesellschaftliche Ausdrucksform und Indikator dafür gewertet, wie sich die Rolle der Frau in der Gesellschaft wandelt.

Mode kann von Frauen auch politisch eingesetzt werden: Sie gibt uns die Möglichkeit, aus einer Vielzahl von Identitäten zu wählen und selbst zu bestimmen, wie wir uns unseren Mitmenschen präsentieren. Sogar das Recht zu tragen was man will, ist Teil der Emanzipation - man denke nur mal an die "Slut Walks", mit denen Frauen gegen sexuelle Belästigung demonstrieren.

> Gegensätze in der Modewelt: Modezicken vs. Designerinnen




UD / hes

 
  

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Veröffentlicht von der Lifestyle-Redaktion
am 21/02/2013
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