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Natalie Portman: "Früher habe ich Männer auf einen Thron gehoben"

Julia Windhövel Veröffentlicht von Julia Windhövel
Veröffentlicht am 16. November 2013

In 'Thor - The Dark Kingdom' spielt Natalie Portman erneut die Rolle der Wissenschaftlerin und Götter-Geliebten Jane Foster. Warum die Oscar-Preisträgerin Chris Hemsworth für unterbewertet hält und was der Greenscreen mit Schauspielkunst zu tun hat, hat sie uns im Interview in Berlin verraten.

Für Ihre Leistung in 'Hautnah' und 'Black Swan' wurden Sie mit zwei Golden Globes und einem Oscar ausgezeichnet. Haben Sie da nicht zweimal überlegen müssen, eine Rolle in einem Fantasy-Epos wie 'Thor' anzunehmen?
Natalie Portman: "Nein, gar nicht. Ich finde es lustig, verschiedene Dinge auszuprobieren. Ich mag das. Als Schauspieler ist das wie als Zuschauer, manchmal will man einen dramatischen Film sehen und manchmal eben ein spektakuläres Fantasy-Epos."

Im ersten Teil von 'Thor' ist Ihre Figur Jane Foster eher nur hübsches Beiwerk. Im aktuellen zweiten Teil hat Jane eine etwas zentralere Bedeutung für den Film. Wie groß war Ihr kreativer Einfluss darauf?
Natalie Portman: "Wir haben über Janes Rolle vor den Dreharbeiten viel nachgedacht. Was war mit ihr zwischen 'Thor 1' und 'Thor 2' passiert? Sie hat sich auf jeden Fall weiterentwickelt. Sie denkt und existiert jetzt nicht mehr nur an Thors Seite. Das hat ihren Charakter runder gemacht hat."

Jane gibt den zwei männlichen Hauptdarstellern, Thor und Loki, sogar eine saftige Ohrfeige, als sie sich daneben benehmen. Hat Ihnen das Spaß gemacht?
Natalie Portman: "Ja! (lacht) Ich habe erst probiert, sie nicht wirklich zu schlagen, aber das sah dann eben nicht echt aus. Deswegen musste ich ihnen eine echte Ohrfeige geben. Die beiden sind so riesig, das hat denen bestimmt nicht weh getan."

Ohrfeige hin oder her, Jane ist nach wie vor von Thor fasziniert. Warum eigentlich?
Natalie Portman: "Ich glaube, das liegt daran, dass Frauen dazu neigen, ihre Männer zu vergöttern. Thor ist dazu noch tatsächlich ein Gott! Ich kenne das Problem mit dem Vergöttern von Männern übrigens auch aus meiner Vergangenheit. Meine Freundinnen und auch ich haben unsere Männer auf einen Thron gehoben. Und wir haben sie angehimmelt. Das kann nicht gut gehen."

Das klingt ein bisschen nach typisch Mädchen. Haben Sie denn früher überhaupt Marvel-Comics wie 'Thor' gelesen?
Natalie Portman: "Nein, Fan von Comics war ich nie. Aber ich habe diese 'Babysitter Club'-Bücher geliebt. Von denen hatte ich bestimmt 250 Stück. Um die Autorin zu treffen, habe ich mich fünf Stunden in eine Schlange gestellt!"

Da waren Sie ja ein richtiger Fan! Wie ist es denn heute für Sie auf dem roten Teppich zu stehen und selbst so viele Fans zu haben?
Natalie Portman: "Ich stehe weder besonders gern auf dem Teppich noch hasse ich es. So richtig wohl fühle ich mich da allerdings nicht. Ich bin immer froh, wenn ich wieder in Jeans und T-Shirt schlüpfen kann."

Und dann leben Sie in einer Stadt wie Los Angeles, in der die Promi- und Fan-Dichte sehr hoch ist und die irgendwie so künstlich wirkt?
Natalie Portman: "Ich finde L.A. überhaupt nicht künstlich! Bevor ich dort hingezogen bin, dachte ich das auch. Aber jetzt weiß ich, dass das nur der Blick von außen ist. Wenn man dort lebt, dann sieht man, dass diese Stadt wirklich eine der interessantesten und schönsten Städte der Welt ist."

Ein Leben in L.A., eine großartige Karriere als Schauspielerin mit Rollen, für die Sie sich die Haare abrasiert und sich auf Ballerinamaße runtergehungert haben. Bei 'Thor' spielen Sie vor dem Greenscreen. Ist das überhaupt eine Herausforderung für Sie?
Natalie Portman: "Das ist die größte Herausforderung überhaupt."

Warum?
Natalie Portman: "Weil man sich die komplette Welt um einen herum vorstellen muss. Wenn man den Film dann hinterher im fertigen Zustand sieht, ist das echt verrückt. All die Orte, an denen man da ist und doch nicht war, Wahnsinn!"

Mit traditioneller Schauspielerei hat das aber nichts mehr zu tun …
Natalie Portman: "Das stimmt. Aber für mich ist das Schauspielerei in ihrer Reinform. Ich denke, dass Schauspieler wie Chris Hemsworth, der 'Thor' spielt, noch lange nicht genug Aufmerksamkeit und Lob für ihre tolle Leistung bekommen. So kraftvoll zu spielen mit so wenig um einen herum, das ist schon eine tolle Leistung!"

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