 Nutzung der Beatmungsmaske | Bei etwa jedem zwanzigsten Notarzteinsatz ist eine Wiederbelebung notwendig. Mittels einer Notfallbeatmungmaske ist es auch einem Ersthelfer möglich, jemanden ohne direkte Mund-zu-Mund-Beatmung wiederzubeleben. Ein Stillstand der Atmung und des Herzens sind untrennbar miteinander verbunden: Hört die Atmung auf, so bleibt das Herz nach etwa sechs bis zehn Minuten stehen. Schlägt hingegen das Herz nicht mehr, endet innerhalb einer Minute unweigerlich die Atemtätigkeit. Etwa drei Minuten nach Eintritt des Herz-Kreislauf-Stillstands findet bereits der biologische Zelltod statt. Die ersten Gehirnzellen sind für immer verloren. Nach weiteren zwei Minuten funktionieren so viele Bereiche des Gehirns nicht mehr, dass mit schwersten Behinderungen gerechnet werden muss. Nach fünf Minuten entstehen bei so großen Hirnarealen schwerste Schädigungen, dass das Gehirn seine Tätigkeit einstellt. Diese so genannte hypoxische Hirnschädigung bedeutet für den Betroffenen trotz modernster intensivmedizinischer Maßnahmen den Hirntod. Ein Atemstillstand entwickelt sich meist in Folge von Unfällen mit Bewusstlosigkeit, nach schweren Herzinfarkten, aber auch bei neurologischen Notfällen und durch Vergiftungen. Fast immer verursacht bei diesen Ereignissen eine Verlegung der Atemwege durch Fremdkörper oder Erbrochenes sowie das Zurückfallen der Zunge einen Atemstillstand. Besonders dramatisch und erschreckend erscheinen dem Ersthelfer Unfallsituationen mit schweren Verletzungen und massivem Blutverlust. Gerade hier ist die Gefahr, sich bei einer Atemspende ohne geeignete Schutzmaßnahmen mit Hepatitis oder HIV zu infizieren, besonders hoch. Häufig wird eine Atemspende nicht durchgeführt, weil eine hohe Hemmschwelle des Ersthelfers vor dem Erbrochenen des Verunfallten und Angst vor einem Kontakt mit krankmachenden Keimen besteht. Um den Ersthelfer vor einer Ansteckung zu schützen, bietet sich die Beatmung mit einer extra für den Laienhelfer konstruierten Notfallbeatmungmaske an.
|