|
Der Schlaf ist ein rhythmischer Vorgang. In einem Schlaflabor können die Hirnströme im Elektroenzephalogramm (EEG) abgeleitet und als Kurven aufgezeichnet werden. Das Kurvenbild gibt Aufschluss über die Schlaftiefe und die jeweilige Schlafphase.
- Liegezeit: Die Liegezeit erstreckt sich vom Zeitpunkt des sich zu Bett Legens bis hin zum endgültigen Einschlafen.
- Non-REM-Phase: Die Frequenz der Gehirnaktivität nimmt in der Non-REM-Phase ab - man könnte auch sagen, das Gehirn kommt langsam zur Ruhe - die Augen beginnen zu rollen und die Muskelspannung lässt nach. Nach etwa 40 Minuten erreicht die Gehirnaktivität einen Tiefpunkt. Traumaktivitäten gibt es nicht. Die Non-REM-Phase dient in erster Linie der Muskelentspannung. In ihr findet auch der Leicht- und Tiefschlaf statt.
- REM-Phase: Charakteristisch für die REM-Phase sind die typischen ruckartigen Augenbewegungen. Diese lassen sich deutlich bei Personen im REM-Schlaf beobachten. Daher kommt auch der Name REM = Rapid Eye Movement (auf Deutsch: schnelle Augenbewegung). Jede REM-Phase dauert einige Minuten bis eine Stunde und kann sich vier- bis sechsmal pro Nacht wiederholen. Die Frequenz der Gehirntätigkeit steigt in der REM-Phase deutlich an, um dann erneut in einer weiteren Non-REM-Phase abzusinken. Schlafforscher stellten in Versuchen fest, dass Personen, die in der REM-Phase geweckt werden, häufiger von Träumen berichten als Personen, die in anderen Phasen geweckt werden. Daraus folgerten sie, dass die REM-Phase gleichzusetzen sei mit dem Träumen. Neuere Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass wir in jeder Phase träumen, nur mit unterschiedlicher Intensität. In der REM-Phase erfolgt vor allem die sensorische Entspannung.
|