Glutamat: gefährlich oder ganz harmlos?

 
Glutamat
Glutamat


In Fertigpizza ist er drin, in Dosensuppen oder der Tütensoße: Die Rede ist vom Geschmacksverstärker Glutamat. Der gerät immer wieder in die Kritik, weil er krank machen, den Appetit anregen und zu Übergewicht führen soll. Doch was ist tatsächlich dran an diesen Vorurteilen?

Das versteckt sich hinter Glutamat
Glutamat ist der Überbegriff für die Salze der Glutaminsäure, speziell Natriumglutamat (E 621). Die Lebensmittelindustrie setzt Glutamat gern als Geschmacksverstärker ein, da es den Eigengeschmack des Lebensmittels verstärkt und es dann weniger gesalzen werden muss. Sie erkennen Glutamat an der E-Nummer 621. Die Nummern E 622 bis E 625 stehen für andere Salze der Glutaminsäure und damit auch für Geschmacksverstärker.

Glutamat bezeichnet aber auch die fünfte Geschmacksrichtung 'umami', die vor einigen Jahren entdeckt wurde und eine Ergänzung zu süß, bitter, salzig und sauer ist.

Ist Glutamat gefährlich?
Kopfschmerzen, Übelkeit oder Herzrasen sind Symptome, die nach dem Besuch eines chinesischen Restaurants bei manchen Menschen auftreten. Schuld ist keine Lebensmittelvergiftung sondern eine Überempfindlichkeit auf das im Essen vorkommende Glutamat. In asiatischen Gerichten wird fleißig mit Sojasauce gewürzt und die enthält reichlich davon. Neben dem sogenannten 'China-Restaurant-Syndrom' steht Glutamat aber auch in dem Verdacht, Alzheimer und Übergewicht zu begünstigen. Wissenschaftlich bestätigt ist das jedoch nicht. Antje Gahl von der Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt: "Es gibt bislang keine Hinweise, dass das mit der Nahrung aufgenommene Glutamat eine nervenschädigende Wirkung hat." Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt Entwarnung.

Zu viele mit Glutamat gewürzte Fertiggerichte sollte man trotzdem nicht essen. Das Aroma ist so intensiv, dass das Geschmacksempfinden schwächer wird.

Diese Lebensmittel enthalten Glutamat
Fast alle Fertigprodukte enthalten Glutamat. Werfen Sie mal einen Blick auf die Zutaten, die E-Nummern 621 bis 625 sind ein klares Zeichen dafür. Immer mehr Lebensmittelhersteller setzen auf Hefeextrakt als Geschmacksverstärker, um dem schlechten Ruf von Glutamat zu entgehen. Lassen Sie sich davon nicht täuschen, Hefeextrakt enthält natürlicherweise Glutamat.

Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer Lebensmittel, die ganz natürlich Glutamat enthalten, zum Beispiel Käse oder Tomaten. Ganz vermeiden können Sie es also nicht. Auch, weil unser Körper Glutamat sogar selbst herstellt. Auf den nächsten Seiten verraten wir Ihnen, welche Lebensmittel neben Fertiggerichten Glutamat enthalten. Und keine Angst: Sie können diese Lebensmittel guten Gewissens essen, Sie schaden damit Ihrer Gesundheit nicht.



db  

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Veröffentlicht von
am 22/06/2013
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