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Macht Kälte wirklich krank? Wir klären 10 Erkältungsmythen auf!

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 24. September 2017

Ist kaltes, nasses Wetter wirklich Schuld an der Erkältung? Nase besser hochziehen statt schnäuzen? Wir nehmen 10 verbreitete Erkältungsmythen genauer unter die Lupe.

Hilft heiße Milch mit Honig wirklich gegen Halsschmerzen und kann man eine Erkältung in der Sauna ausschwitzen und warum ist Sport so gefährlich, wenn wir krank sind? Es ranken sich viele Mythen um die fiese Erkältung. Was stimmt wirklich und was ist falsch?

Unser Tipp für alle, die gerade krank im Bett liegen: Lehnt euch zurück und ruht euch aus, denn Ruhe ist mit Abstand eines der besten Mittel gegen Erkältung.

#1 Erkältung durch Kälte?

Draußen ist es kalt, windig, nass - einfach nur unangenehm. Läuft dann am nächsten Tag unsere Nase und kratzt der Hals, schieben wir die Erkältung meist auf das schlechte Wetter.

Ganz zu Unrecht, denn tatsächlich ziehen Kälte und Nässe allein noch keine Erkältung nach sich - auch wenn das der Name vermuten lässt. Eine Erkältung wird in der Regel durch Viren übertragen. Allerdings schwächen Kälte und Nässe unser Immunsystem, so dass es die Viren in der kalten Jahreszeit ein bisschen leichter haben.

#2 Was ist der Unterschied zwischen Grippe und grippalem Infekt?

Grippe und grippaler Infekt, das ist doch dasselbe, oder? Nein, die beiden Begriffe klingen zwar sehr ähnlich, allerdings handelt es sich bei der Grippe um eine durch Viren verursachte, ernsthafte Erkrankung. Eine akute Infektion der oberen Atemwege, also Husten oder Schnupfen, wird auch als grippaler Infekt bezeichnet und ist einfach nur ein anderer Ausdruck für Erkältung.

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#3 Nase hochziehen statt schnäuzen?

Wir alle kennen den mahnenden Ton unserer Eltern: "Zieh nicht immer die Nase hoch!" Allerdings müssen wir jetzt mal Klartext reden, denn mit diesem Hinweis lagen unsere Eltern leider ganz schön daneben. Bei einer Erkältung sollte man tatsächlich nicht jedesmal die Nase putzen, sondern sie öfter mal hochziehen.
Der Grund dafür: Beim Putzen baut sich ein enormer Druck im Nasen-Rachen-Raum auf. Unter Umständen gelangen dadurch Erkältungsviren in die Nasennebenhöhlen und verursachen dort eine schmerzhafte Nebenhöhlenentzündung.

#4 Vitamin C schützt vor Erkältung

Getreu dem Motto "Viel hilft viel" versuchen wir, eine herannahende Erkältung mit jeder Menge Vitamin C zu unterdrücken. Schließlich stärkt das Vitamin das Immunsystem. Das klingt zwar logisch, die Erkältung bekämpfen kann man jedoch auf diese Weise in der Regel nicht. Zum einen hat sich die langjährige Vermutung, dass Vitamin C vor einer Erkältung schützt, wissenschaftlich nicht bestätigt. Zum anderen kann unser Körper das Vitamin C nicht speichern. Sprich, alles, was er gerade nicht benötigt, wird wieder ausgeschieden.

Trotzdem: Um das Immunsystem dauerhaft zu stärken, sollte man auf eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse achten. Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst pro Tag sind ideal.

#5 Heiße Milch mit Honig gegen Halsweh

Zur Linderung von Erkältungsbeschwerden sind Hausmittel sehr beliebt. Besonders heiße Milch mit Honig wird gern empfohlen, denn es schmeckt gut und soll bei Halsweh helfen. Das trifft tatsächlich zu, denn die Wärme beruhigt den rauen Hals und wird deswegen als wohltuend empfunden.

Damit die im Honig enthaltenen Nährstoffe nicht zerstört werden, sollte man erst die Milch erhitzen, diese etwas abkühlen lassen und erst dann den Honig einrühren.

Gut zu wissen: Auch heißer Tee wird bei Halsschmerzen als wohltuend empfunden und beruhigt den kratzenden Hals.

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#6 Hand vor den Mund bei Niesen und Husten

HATSCHI! "Halt dir die Hand vor den Mund!" ist ein weit verbreiteter Hinweis sämtlicher Erziehungsberechtigter und denen, die sich dazu berufen fühlen Andere zu maßregeln.

ABER: Viel besser als die Hand ist jedoch ein Taschentuch oder auch die Armbeuge, wenn man niesen oder husten muss. Benutzt man die Hand, dann gelangen die Viren nämlich erst recht überall dorthin, was man berührt. So haben die fiesen Biester leichtes Spiel und verbreiten sich in Rekordzeit auf Türklinken, Telefonen und zur Begrüßung auf der Hand des Gegenübers.

#7 Antibiotika?

Letzter Ausweg Antibiotika? Nicht selten werden bei besonders hartnäckigen Erkältungen Antibiotika verschrieben. Aber Antibiotika wirken nur gegen Bakterien. Da die klassische Erkältung jedoch durch Viren verursacht wird, hat sich bei euch doch etwas anderes eingeschlichen.

Antibiotika helfen nur dann, wenn an einer Infektion auch Bakterien beteiligt sind. Das kommt manchmal vor. In solchen Fällen können Antibiotika tatsächlich hilfreich eingesetzt werden.

#8 Erkältung und Sport

Es klingt immer wie eine faule Ausrede, wenn man bei Husten und Schnupfen die Sportschuhe im Schrank lässt. Es ist aber tatsächlich besser so, denn bei einer Erkältung benötigt der Körper vor allen Dingen eins: Ruhe. Geht ihr dennoch zum Sport, belastet ihr euren Körper nur unnötig und verzögert den Heilungsprozess. Im schlechtesten Fall riskiert ihr sogar eine Herzmuskelentzündung.

#9 Grippeimpfung schützt vor Erkältung

Viele hoffen ja, dass sie nach einer Grippeimpfung von lästigem Husten und Schnupfen dauerhaft verschont bleiben. Leider ist auch das ein Irrtum. Die Impfung schützt nur vor den Grippeviren, den sogenannten Influenzaviren. Die Viren, die Husten und Schnupfen auslösen, sind andere, so dass die Impfung hier nicht hilft.

#10 Erkältung und Sauna

Die Erkältung einfach ausschwitzen - das ist ein weiterer beliebter Rat, wenn die ersten Symptome eines Infekts aufkommen. Doch stimmt der Tipp? Leider nicht. Zwar sind regelmäßige Saunagänge hilfreich, um das Immunsystem dauerhaft zu stärken. Ausschwitzen kann man die Viren aber nicht.

Tatsächlich solltet ihr die Sauna sogar meiden, wenn ihr erkältet seid. Die hohen Temperaturen sind für euren ohnehin schon angeschlagenen Körper nur eine weitere Belastung und ihr steckt zudem noch die anderen Saunabesucher an.

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von der gofeminin-Redaktion

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