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Darum sollte jede Frau wissen, was das Klimakterium ist

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 3. Juli 2017

Die Wechseljahre sind das absolute Schreckgespenst vieler Frauen, obwohl es ganz natürlich ist.

Dass man wohl gerade einen "kritischen Zeitpunkt im Leben" erreicht hat, möchte wohl niemand gerne hören. Doch genau das ist gemeint, wenn der Frauenarzt vom Klimakterium spricht. "Klima...was?! Ist das eine Krankheit, ist es ansteckend?!" - Keine Sorge, ihr braucht keine Angst zu haben. Irgendwann sind alle Frauen dran. Sie kommen in die Wechseljahre und das ist ein völlig natürliches Phänomen.

Manche Frauen freuen sich sogar auf ihre letzte Regelblutung (Menopause), denn damit verschwinden auch die jahrelangen Menstruationsschmerzen. Doch nicht bei allen verläuft der Übergang vom gebärfähigen Alter zur unfruchtbaren Lebensphase reibungslos.

Die Wechseljahre gehören zur ganz normalen körperlichen Entwicklung einer Frau und sind keine Krankheit. Dennoch kommt es durch die Hormonumstellung häufig zu physiologischen Beschwerden, wie Hitzewallungen, Schlafstörungen, Gewichtsprobleme, kognitive Störungen, Stimmungsschwankungen oder eine dünnere und empfindlichere Haut.

Hier erfahrt ihr mehr über die typischen Beschwerden: Das Bangen vor dem großen "W": Das erwartet euch in den Wechseljahren

Was bedeutet Klimakterium?

In der Gynäkologie werden diese typischen Wechseljahrebeschwerden als klimakterische Symptome bezeichnet, da die Wechseljahre in der Medizin Klimakterium heißen (gr. für "kritischer Zeitpunkt im Leben").

Warum kritisch? Was löst die Wechseljahre und die Menopause aus? Was geht im Organismus einer Frau vor? Welche Beschwerden gibt es und wie werden die Symptome behandelt? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Wechseljahre und Menopause: Was ist der Unterschied?

Eine Frau kommt in die Phase der Wechseljahre, wenn ihre Eierstöcke beginnen, weniger weibliche Fortpflanzungshormone zu produzieren. Die sogenannten Wechseljahre, also der Übergang von der fruchtbaren zur unfruchtbaren Lebensphase, beginnen ungefähr im Alter von 45 bis 55 Jahren, bei manchen Frauen früher, bei anderen später. Durchschnittlich zwischen dem 50. und 52. Lebensjahr findet dann die letzte Regelblutung, die Menopause, statt.

Die Menopause ist also ein definierter Zeitpunkt während der Wechseljahre, nämlich medizinisch gesehen die letzte Monatsblutung, auf die seit einem Jahr keine weitere Blutung stattgefunden hat. Diese Definition findet sich auch in der etymologischen Bedeutung wieder. Das Wort "Menopause" bezeichnet das "Ende der Monatsblutung", zusammengesetzt aus den griechischen Begriffen: "Menos" (Monat) und "Pausis" (Ende).

Das Ende der Regel kann jedoch auch deutlich früher auftreten, etwa als Folge einer Eierstock- oder Gebärmutterentfernung. Starkes Rauchen kann den Eintritt der Menopause um ein oder zwei Jahre vorverlegen. Ob das Alter, in dem man in die Wechseljahre kommt auch Veranlagung sein kann, ist unklar. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Mutter und Tochter meistens im selben Alter in die Wechseljahre kommen.

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Die Prämenopause: Die Zeit vor der Menopause

In Wirklichkeit tritt die Menopause nicht von heute auf morgen ein, sondern wird von einer Übergangszeit eingeleitet, die man als Prämenopause bezeichnet (Prä = vor). Die Prämenopause ist der erste Abschnitt der Wechseljahre und dauert mehrere Jahre an. In dieser Zeit nimmt die Produktion der Sexualhormone schrittweise ab.

Diese Phase zeichnet sich durch unterschiedliche Wechseljahre-Symptome aus, die Monatsblutung wird unregelmäßig. Gleichzeitig können noch andere Beschwerden auftreten: geschwollene und schmerzhafte Brüste, Schlaflosigkeit, Blähungen oder andere Beschwerden. Diese Phase dauert nach dem Ende der letzten Regel (= Menopause) noch ein bis zwei Jahre an und wird als Perimenopause bezeichnet (Peri = zwischen). Darauf folgt die letzte Phase der Wechseljahre, die Postmenopause (Post = nach).

Die Wechseljahre positiv erleben

Abgesehen von der Midlife-Crisis und sonstigen existentiellen Fragen, die in der Lebensmitte auftauchen, erinnert uns die Menopause auch daran, dass unser Körper älter wird. Ignorieren hat keinen Sinn. Es ist wichtig, die Veränderung zu akzeptieren und mit einer positiven Lebenseinstellung älter zu werden.

Dafür gibt es ein Zauberwort: Eine gute Balance!

Ein gesundes Leben fängt bei einer bewussten Ernährung an: Setzt auf hochwertige Lebensmittel, ausreichend Calcium, Vitamine und Eiweiß! Wenn ihr es noch nicht seid, dann werdet von nun an auch körperlich aktiv. Regelmäßige Bewegung wie zum Beispiel Walking an der frischen Luft (wenn möglich mindestens 30 Minuten pro Tag) oder auch sanfte Sportarten wie Yoga, was unter anderem den Beckenboden stärkt und die Beweglichkeit verbessert, wirken sich positiv auf Körper und Geist aus. Sport hilft übrigens auch dabei, Hitzewallungen zu reduzieren. Achtet darauf, dass euer Schlafzimmer immer gut gelüftet wird und nicht zu warm temperiert ist. Reduziert möglichst alle unnötigen Stressfaktoren und setzt euch mit verschiedenen Entspannungstechniken auseinander.

Übrigens: Männer kommen auch in die Wechseljahre, bei ihnen nennt man die Hormonumstellung allerdings Andropause.

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von der gofeminin-Redaktion

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