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Katharina (28): "Nicht aufhalten lassen!"

   


Schon seit dem Kindesalter leidet Katharina unter der entzündlichen Darmkrankheit. - Katharina (28): "Nicht aufhalten lassen!"
Schon seit dem Kindesalter leidet Katharina unter der entzündlichen Darmkrankheit.
Katharina (28) lebt seit Kindheitstagen mit der Darmerkankung. Aber sie lässt sich dadurch nicht von ihren Plänen abbringen, im Gegenteil: Sie arbeitet als Lehrkraft für 'Allgemeine Pädagogik' an der Universität Siegen und schreibt daneben an ihrer Doktorarbeit. Damit beweist sie sich selbst und anderen, dass Leistung und chronische Erkrankung sich keineswegs ausschließen. Ihre Lebenseinstellung hilft ihr dabei: "Was dich nicht umbringt, macht dich stärker. Ich habe gelernt, dass jede Krise ein Neuanfang ist und jede Herausforderung ein weiterer wichtiger Schritt auf meinem Weg", sagt sie. Katharina kann an ihrer chronischen Erkrankung nichts ändern, das ist ihr bewusst. "Doch die Krankheit hat auch etwas bewirkt und den Menschen aus mir gemacht, der ich heute bin. Und damit bin ich zufrieden!"

Katharina zeigt die ersten Symptome bereits im Säuglingsalter. Sie kennt ihren Alltag nicht ohne Bauchschmerzen und hat sich daran gewöhnt. Trotz vieler Fehlzeiten, unter anderem aufgrund von Krankenhausaufenthalten, bewältigt sie Schule und Studium sehr gut. "Während wichtiger Phasen hatte ich immer Glück", fasst sie diese Zeit zusammen. Obwohl auch ihre Mutter von Morbus Crohn betroffen ist, dauert es bis zu ihrem 18. Lebensjahr, bis endlich die eindeutige Diagnose gestellt wird. Ab diesem Zeitpunkt kann schließlich auch die Therapie in die richtige Richtung gehen, so dass sie heute mit ihrer Erkrankung gut zurechtkommt. "Es ist dennoch nicht immer leicht, mit den Symptomen wie Bauchschmerzen oder Durchfällen zu leben. Auch heute achte ich ständig darauf zu wissen, wo das nächste WC in der Nähe ist", gibt Katharina zu.

Katharina geht mittlerweile offen mit ihrer Erkrankung um. "Irgendwann wollte ich keine Ausreden mehr finden müssen, warum ich zum Beispiel starke Gewichtsschwankungen hatte. Mir wurde klar, dass mir nur geholfen werden kann, wenn ich darüber spreche. Solange ich niemandem von meiner Situation erzähle, kann auch niemand auf meine Bedürfnisse eingehen. Denn Morbus Crohn sieht man nicht. Mit dem offenen Umgang habe ich bislang keine negativen Erfahrungen gemacht - im Gegenteil, ich habe eher Unterstützung und auch Bewunderung für diese Offenheit erfahren."

Im Rahmen ihrer halben Stelle am Lehrstuhl für "Allgemeine Pädagogik" an der Universität Siegen arbeitet sie drei Tage pro Woche an der Uni. Zusätzlich schreibt sie an ihrer Doktorarbeit, bei der sie sich mit Sinnbildungsprozessen chronisch kranker Jugendlicher auseinandersetzt. Während ihrer Recherchen wurde Katharina auf das Stipendienprogramm der Stiftung Darmerkrankungen aufmerksam, das jährlich ausgeschrieben wird und mit dem jedes Jahr mindestens zehn junge Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa bei ihrem beruflichen Werdegang mit bis zu je 10.000 Euro gefördert werden. Obwohl der damalige Bewerbungszeitraum bereits abgelaufen war, stellte sie Kontakt her und erhielt die Empfehlung, es beim nächsten Mal zu probieren. Sie bewarb sich - und gewann. "Durch das Fördergeld kann ich mir Unterstützung bei der Transkription des Interviewdatenmaterials holen. Das war wie ein Sechser im Lotto."

Ihren Arbeitsplatz bezeichnet die 28-Jährige als großes Glück. "Es ist genau das, was ich machen möchte und daher kann ich alles mit viel Herzblut angehen", so Katharina. Ihre Vorgesetzte, Professorin des Fachbereichs und gleichzeitig Katharinas 'Doktormutter', und zwei enge Kolleginnen halten ihr in schwierigen Phasen den Rücken frei. Alle können die Situation so akzeptieren, wie sie ist und zeigen Verständnis - Krankheitsphasen werden durch Teameinsatz überbrückt.

Zweifel an ihren Plänen, die wissenschaftliche Laufbahn fortzusetzen, hat Katharina nicht. "Damit würde ich mir doch nur selbst Steine in den Weg legen", meint sie. Sie hat eine große Motivation, ihre Ziele umzusetzen: Katharina möchte sich durch die Forschung in ihrem Bereich einen Namen machen und freut sich schon jetzt über jede eigene Publikation. Auch wenn ihr Körper manchmal streikt, auf ihren Kopf ist Verlass und darauf ist sie stolz. Sie möchte ein Vorbild sein, um anderen Menschen mit chronischen Erkrankungen Mut zu machen und ihnen zu verdeutlichen, dass sie in der Situation nicht alleine sind und viel erreichen können. "Man sollte an dem festhalten, was man will und dafür kämpfen", sagt sie abschließend.


Weitere interessante Fakten zum Thema finden Sie auf onmeda.de und auf stiftung-darmerkrankungen.de


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Veröffentlicht von
am 19/06/2012
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