| Alle Artikel |
Nur eine Notfallverhütung:Die Pille danach | |||||||||
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 119.710 Schwangerschaftsabbrüche gezählt. Das ist zwar weniger als in den Jahren zuvor, aber immer noch zu viel. Denn es gibt heute verschiedene Mittel der Notfallverhütung, um bei eventuellen Verhütungspannen auf Nummer sicher zu gehen. Dazu gehört die Pille danach, auch Postkoitalpille oder Morning after pill genannt. Eine Notfallverhütung
Wie der Begriff "Notfallverhütung" schon anzeigt, ist die Pille danach nur eine Verhütungsmethode für absolute Ausnahmefälle. Sie ermöglicht es, das Schwangerschaftsrisiko nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr, einer Verhütungspanne (z.B. gerissenes Kondom), einer Vergewaltigung oder einer vergessenen oder erbrochenen Pille stark zu verringern. Das Medikament enthält weibliche Hormone, die einen Eisprung beziehungsweise die Einnistung der Eizelle in der Gebärmutter verhindern. Ab dem Moment, in dem sich aber eine befruchtete Eizelle bereits in der Gebärmutterschleimhaut festgesetzt hat, ist die Pille danach unwirksam. Mittlerweile gibt es verschiedene Pillen danach: Die klassische Pille danach Die bisher bekannte, klassische Pille danach enthält lediglich das Hormon Gestagen (Levonorgestrel). Wer diese Pille danach verwendet, muss zwei Pillen im Abstand von zwölf Stunden einnehmen, die Einnahme der ersten Pille sollte dabei spätestens 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr erfolgen. Die neue Pille danach Seit Oktober 2009 ist eine neue Pille danach auf dem Markt. Sie enthält den Wirkstoff Ulipristalacetat, der ebenfalls den Eisprung verhindert oder verzögert und wahrscheinlich auch das Einnisten einer befruchteten Eizelle verhindert. Ulipristalacetat verhindert u.a., dass das Hormon Progesteron die Gebärmutterschleimhaut auf das Einnisten einer befruchteten Eizelle vorbereitet und verhindert damit gezielt die Einnistung. Die neue Pille danach kann bis zu fünf Tage nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Eine zweite Tablette ist nur nötig, wenn innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme erbrochen wird. Wie und wo bekommt man die Pille danach? Die Nebenwirkungen Und nach der Einnahme?
Überwachen Sie zunächst den Eintritt Ihrer nächsten Periode: Das Datum kann leicht von dem gewöhnlichen Zyklusrhythmus abweichen. Falls die Regel jedoch länger als fünf Tage auf sich warten lässt, sollten Sie einen Schwangerschaftstest durchführen oder einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt, wenn Ihnen Ihre Regel anormal erscheint: länger oder kürzer, schmerzhaft, üppiger als gewöhnlich ... Wenn Sie eine klassische Anti-Baby-Pille einnehmen, setzen Sie diese Behandlung normal fort und verwenden Sie zusätzlich ein weiteres Verhütungsmittel (z.B. Kondom) bis zum Ende des Zyklus. Gut zu wissen Die Einnahme der Pille danach sollte eine Ausnahme bleiben. Sie ist auf keinen Fall dazu geeignet, eine herkömmliche Verhütungsmethode zu ersetzen. Pille, Kupferspirale, Vaginalring, 3-Monatsspritze oder Implanon bei einem festen Partner, Kondom bei wechselnden Partnern: Zögern Sie nicht, Ihren Gynäkologen um Rat zu fragen! |
|||||||||
|
Veröffentlicht von der Liebe-Redaktion am 24/01/2008 12:10:00 | |||||||||
|
Die besten User-Kommentare
» (2) | ||||
|
| ||||||||||||||||||||||||||||||