Tinnitus: Symptome und Therapie

Tinnitus ist nicht gefährlich, aber eine Belastung für die Betroffenen. - Tinnitus: Symptome und Therapie
Tinnitus ist nicht gefährlich, aber eine Belastung für die Betroffenen.
Piiiep, pump, pump oder brrrrrrrrr: Bei einem Tinnitus piept, brummt, scheppert oder pfeift es im Ohr. Die Geräusche können ganz leise sein oder recht laut und das Leben der Betroffenen ziemlich belasten.

Ein Pfeifen im Ohr, das nur man selber hört, hatte vermutlich jeder schon mal. In der Regel ist das aber nach wenigen Sekunden wieder verschwunden. Wird das Ohrgeräusch zum Dauerzustand, spricht man von einem Tinnitus. Es wird unterschieden in akuter Tinnitus (die Geräusche bestehen seit bis zu drei Monaten), subakuter Tinnitus (besteht seit drei bis zwölf Monaten) und chronischer Tinnitus (besteht länger als zwölf Monate). Nur etwa vier Prozent der Erwachsenen leiden an einem chronischen Tinnitus, etwa die Hälfte davon fühlt sich durch ihren Tinnitus stark beeinträchtigt.

Die Ursachen eines Tinnitus
Tinnitus an sich ist ein Symptom und kann die verschiedensten Ursachen haben. Lärmbelastung ist eine davon. Durch zu laute Musik über den MP3-Player oder in der Disco tritt Tinnitus verstärkt auch bei jungen Menschen auf.

Daneben kann Tinnitus eine Begleiterscheinung verschiedener Krankheiten im Bereich von Ohr und Gehirn sein, wie ein Paukenerguss, eine Mittelohrentzündung, ein Hörsturz oder eine Hirnhautentzündung. Auch Bluthochdruck, Blutarmut, Probleme der Halswirbelsäule, Erkrankungen der Kiefergelenke oder Zähneknirschen können Tinnitus auslösen. In vielen Fällen ist jedoch Stress die Ursache.

Tinnitus ist nicht gefährlich, insbesondere, wenn er nicht die Folge einer Erkrankung ist. Betroffene empfinden ihn jedoch oft als störend und leiden dadurch an Schlafstörungen, Gereiztheit, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen.

Haben Sie ein Ohrgeräusch, das nach 24 Stunden immer noch da ist, sollten Sie einen Termin beim Ohrenarzt machen. Frühzeitig behandelt bestehen gute Heilungschancen. Haben Sie zusätzlich zu den Ohrgeräuschen den Eindruck schlechter zu hören, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Therapiemöglichkeiten bei Tinnitus
Die Behandlung eines Tinnitus richtet sich zum einen nach der Ursache, aber auch nach der Dauer seines Bestehens. Ein akuter Tinnitus, der erst kurze Zeit besteht, wird meist mit Infusionen und entzündungshemmenden Wirkstoffen behandelt. Als Erstmittel werden auch oft durchblutungsfördernde Mittel verordnet.

Eine Behandlung, die die Krankenkasse häufig nicht bezahlt, weil die Therapieform umstritten ist, ist die Hyperbare Sauerstofftherapie. Der Betroffene geht dafür in eine Überdruckkammer und atmet Sauerstoff über eine Atemmaske ein. Durch den Druck soll mehr Sauerstoff ins Blut und ins Gewebe gelangen, so dass das Innenohr besser durchblutet wird. Bei akutem Tinnitus, dessen Ursache eine schlechte Durchblutung ist, konnten mit dieser Therapie Erfolge verzeichnet werden

Bei der Behandlung von subakutem und chronischem Tinnitus spielt Psychotherapie eine große Rolle. Hier lernen die Betroffenen mit ihren Beschwerden umzugehen und Stress abzubauen. Auch Entspannungstechniken und Yoga können helfen.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit ist die sogenannte Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT). Hierbei soll versucht werden, den Tinnitus aus dem Bewusstsein zu verdrängen, um den Betroffenen so zu entlasten. Bei dieser Therapie arbeiten in der Regel ein HNO-Arzt, ein Psychologe und ein Hörgeräteakustiker Hand in Hand.

In vielen Fällen verschwindet der Tinnitus im Verlauf der Behandlung oder die Beschwerden werden besser. Bei etwa 70 Prozent der Betroffenen mit einem akuten Tinnitus gehen die Ohrgeräusche wieder weg. Leider ist es nicht möglich, den Krankheitsverlauf vorherzusagen. In manchen Fällen verschwinden die Geräusche nach wenigen Tagen und Wochen, manchmal halten sie Monate an oder bleiben.

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db

  

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Veröffentlicht von
am 12/01/2013
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