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Gesundheit

Wechseljahre

  

In den Wechseljahren ist Gelassenheit nicht immer leicht. - Wechseljahre
In den Wechseljahren ist Gelassenheit nicht immer leicht.
Mit einem unregelmäßigen Zyklus fing es bei Kerstin an. Kam die Regel früher pünktlich alle 29 Tage, wurde sie plötzlich häufiger und ließ dann länger auf sich warten. Manchmal blieb sie sogar ganz aus. Das sind also die Wechseljahre, wusste Kerstin, die von einer Freundin schon viele "Leidensgeschichten" gehört hatte. "Am schlimmsten ist diese Müdigkeit, ich schaffe es morgens kaum aus dem Bett und fühle mich den ganzen Tag schwach und antriebslos", erzählte die Freundin.

Kerstin selbst kann sich über mangelnde Energie nicht beschweren. Ihr machen dafür Hitzewallungen zu schaffen. "Während ich in meinem Laden mit einem Kunden spreche, geht es plötzlich los. Mir wird heiß, ich werde rot und schwitze wie verrückt." Nicht nur, dass es ihr unmöglich ist, sich auf das Gespräch zu konzentrieren - die offensichtlichen Anzeichen ihrer Wechseljahre sind Kerstin peinlich, und sie kann nur warten, bis die Hitze nach einigen Minuten vorbei ist. Die Erklärung "das sind die Wechseljahre", bindet man seinem Gegenüber schließlich nicht direkt auf die Nase.

Schlafstörungen und Hitzewallungen sind typisch für die Wechseljahre
Schlafstörungen und Hitzewallungen sind typisch für die Wechseljahre
Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre (Klimakterium) beschreiben bei der Frau die Jahre vor und nach der letzten Periode, der Menopause, und die dazugehörigen hormonellen Umstellungen. Es ist die Zeit des Übergangs in einen neuen Lebensabschnitt, in dem der Körper ein neues hormonelles Gleichgewicht sucht. Frauen sind durchschnittlich im Alter von 45 - 55 Jahren in den Wechseljahren, bei manchen können sie aber deutlich früher oder später einsetzen. Die wichtigste hormonelle Änderung in den Wechseljahren ist der Rückgang des Östrogens.

Wechseljahre - typische Beschwerden

Bei jeder Frau wirken sich die Wechseljahre anders aus, und die Beschwerden variieren in den verschiedenen Phasen. Etwa ein Drittel der Frauen bleibt während der ganzen Zeit der Wechseljahre beschwerdefrei. Ein weiteres Drittel beschreibt die Beschwerden als gering und nicht sehr störend. Das letzte Drittel empfindet die Beschwerden als so stark, dass eine medizinische Behandlung notwendig wird.

Das wohl bekannteste Symptom sind Hitzewallungen. Diese reichen von feuchten Nasenflügeln bis hin zu heftigen Schweißausbrüchen. Durch die Hormonumstellung verlieren zudem die Schleimhäute an Feuchtigkeit, die Scheide wird trockener, was zu Schmerzen beim Sex und zu einer Anfälligkeit für Entzündungen führen kann. Weitere Beschwerden reichen von Vergesslichkeit über Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Herzrasen bis hin zu extremen Schlafstörungen und sogar Depressionen.

Hormontherapien sollten so kurz wie möglich gehalten werden
Hormontherapien sollten so kurz wie möglich gehalten werden
Hormonelle Therapie - ja oder nein?

Bei extremen Beschwerden in den Wechseljahren wird eine Hormonersatztherapie angewandt, die jedoch nicht ohne Nebenwirkungen ist. Sie kann vor allem bei einer langen Behandlungsdauer unter anderem das Risiko von Thrombosen, Brustkrebs und Herzinfarkten erhöhen, deshalb wird davon immer häufiger abgeraten. Kann auf die zusätzlichen Hormone nicht verzichtet werden, sollte man die Hormontherapie so kurz und so niedrig dosiert wie möglich halten. Nach einem Jahr sollte versucht werden, die Hormone abzusetzen und zu schauen, wie man ohne sie zurechtkommt.

Was kann man tun?

Neben den hormonellen Methoden gibt es auch wesentlich sanftere Möglichkeiten, sich die Wechseljahre zu erleichtern. Die Zeit der Umstellung kann zum Anlass genommen werden, sich die eigenen Lebensgewohnheiten bewusst zu machen und gegebenenfalls zu verändern.

Naturprodukte können bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen
Naturprodukte können bei Beschwerden in den Wechseljahren helfen
Gesunde Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Kalzium und vielen Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln wirkt sich positiv auf den Hormonhaushalt aus. Da der Kalorienbedarf sinkt, sollte man in den Wechseljahren die Essensgewohnheiten anpassen und auf schwere Kost verzichten - zugunsten von Obst, Gemüse und mageren Milchprodukten.

Auf der nächsten Seite: Darum ist Sport während der Wechseljahre so wichtig!




textkern/jw

 
  

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Veröffentlicht von
am 16/01/2010
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