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Fühl dich gut! So kommst du entspannt und fit durch die Wechseljahre

Jane Schmitt
von Jane Schmitt Veröffentlicht am 1. Juli 2016

Du befürchtest, dass sich dein Körper mit den Wechseljahren völlig verändert? Keine Sorge! Mit diesen Tipps bleibst du fit und fühlst dich rundum wohl.

Die Wechseljahre machen sich zunächst mit einer ungewohnten Unregelmäßigkeit des Zyklus bemerkbar. Kam die Regel früher pünktlich alle 29 Tage, wird sie plötzlich häufiger und lässt dann länger auf sich warten. Manchmal bleibt sie sogar ganz aus. Das sind also die Wechseljahre, stellt man dann fest. Vielleicht auch, weil die ersten Freundinnen schon von ihren "Leidensgeschichten" erzählen.

Was sind die Wechseljahre?

Die Wechseljahre (Klimakterium) beschreiben bei der Frau die Jahre vor und nach der letzten Periode, der Menopause und die dazugehörigen hormonellen Umstellungen. Es ist die Zeit des Übergangs in einen neuen Lebensabschnitt, in dem der Körper ein neues hormonelles Gleichgewicht sucht. Frauen sind durchschnittlich im Alter von 45 – 55 Jahren in den Wechseljahren, bei manchen können sie aber deutlich früher oder später einsetzen. Die wichtigste hormonelle Änderung in den Wechseljahren ist der Rückgang des Östrogens.

Wechseljahre - typische Beschwerden

Bei jeder Frau wirken sich die Wechseljahre anders aus, und die Beschwerden variieren in den verschiedenen Phasen. Etwa ein Drittel der Frauen bleibt während der ganzen Zeit der Wechseljahre beschwerdefrei. Ein weiteres Drittel beschreibt die Beschwerden als gering und nicht sehr störend. Das letzte Drittel empfindet die Beschwerden als so stark, dass eine medizinische Behandlung notwendig wird.

Das wohl bekannteste Symptom sind Hitzewallungen. Diese reichen von feuchten Nasenflügeln bis hin zu heftigen Schweißausbrüchen. Durch die Hormonumstellung verlieren zudem die Schleimhäute an Feuchtigkeit, die Scheide wird trockener, was zu Schmerzen beim Sex und zu einer Anfälligkeit für Entzündungen führen kann. Weitere Beschwerden reichen von Vergesslichkeit über Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Herzrasen bis hin zu extremen Schlafstörungen und sogar Depressionen.

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Hormonelle Therapie - ja oder nein?

Bei extremen Beschwerden in den Wechseljahren wird eine Hormonersatztherapie angewandt, die jedoch nicht ohne Nebenwirkungen ist. Sie kann vor allem bei einer langen Behandlungsdauer unter anderem das Risiko von Thrombosen, Brustkrebs und Herzinfarkten erhöhen, deshalb wird davon immer häufiger abgeraten. Kann auf die zusätzlichen Hormone nicht verzichtet werden, sollte man die Hormontherapie so kurz und so niedrig dosiert wie möglich halten. Nach einem Jahr sollte versucht werden, die Hormone abzusetzen und zu schauen, wie man ohne sie zurechtkommt.

Tipps für die Wechseljahre: Hilfe aus der Natur

Johanniskraut ist ein erprobtes Mittel gegen Depressionen, sollte aber erst nach ausgiebiger Beratung beim Arzt oder Apotheker gekauft werden, da Supermarktpräparate oft nicht die richtige Dosierung aufweisen.

Traubensilberkerze: Die Heilpflanze aus dem Norden Amerikas hilft gegen Hitzewallungen, aber auch gegen Verstimmungen und Schlafstörungen.

Soja: Pflanzliche Hormone, die Isoflavone, ähneln dem weiblichen Sexualhormon und können die Nebenwirkungen der Wechseljahre mindern. Soja sollte allerdings nur in den empfohlenen Tagesmengen eingenommen werden, da eine zu hohe Einnahme das Brustkrebsrisiko erhöhen kann.

Salbei hilft gegen Hitzewallungen. Eine Tasse Salbeitee vor dem Zubettgehen kann nächtliche Schweißausbrüche vermeiden.

Die meisten pflanzlichen Mittel brauchen mindestens zwei Wochen, bevor sie ihre Wirkung entfalten, gleichzeitig sollten sie nicht überdosiert eingenommen werden. Besprecht euch auf jeden Fall mit eurem Arzt oder Apotheker!

Das kannst du unternehmen, um weiterhin fit zu bleiben

Eine ausgewogene Ernährung mit viel Kalzium und vielen Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln wirkt sich positiv auf den Hormonhaushalt aus. Da der Kalorienbedarf sinkt, sollte man in den Wechseljahren die Essensgewohnheiten anpassen und auf schwere Kost verzichten - zugunsten von Obst, Gemüse und mageren Milchprodukten.

Auch spezielle Präparate für Frauen in den Wechseljahren, die pflanzliche Wirkstoffe wie Traubensilberkerze und Johanniskraut enthalten, leisten hier gute Dienste.

Deshalb ist Sport in den Wechseljahren so wichtig

Besonders wichtig ist jetzt regelmäßige Bewegung. Sie stärkt nicht nur den Körper, sondern gibt auch ein gutes Gefühl und ist eine Wohltat für die angeschlagene Psyche. Zudem führt die Müdigkeit nach der körperlichen Betätigung zu einem erholsamen Schlaf, der ebenfalls sehr wichtig für den Körper ist.

​Empfehlenswert sind Sportarten, die die Mitte stärken, etwa wie Yoga, Pilates und gezieltes Rumpf-Workout und Beckenbodentraining. Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren stärken das Herz-Kreislaufsystem. Zusätzlich solltet ihr versuchen viel frische Luft zu tanken, dabei bekommt man auch wunderbar den Kopf frei.

Kümmer dich um deine Haut

Die Haut kann unter der Hormonumstellung leiden und bedarf jetzt besonderer Pflege. Besonders reichhaltige Cremes tun ihr gut, genauso wie der Verzicht auf hautschädigende Dinge wie Solarien und Rauchen. Gegen Faltenbildung hat sich der körpereigene Stoff Hyaluronsäure, der zunehmend in der kosmetischen Industrie verwendet wird, als wahres Wundermittel herausgestellt. Hyaluronsäure stützt, glättet und strafft die Haut und aktiviert die Zellerneuerung.

Stärke deine Psyche

Der Verlust der Fruchtbarkeit und die hormonellen Umstellungen fallen in einen ohnehin schwierigen Lebensabschnitt: Man bemerkt erste Alterungserscheinungen, die Kinder werden erwachsen und ziehen aus, beruflich ist man womöglich an einem Scheideweg - ziemlich viel zu verdauen für die Psyche. Deshalb dürfen eben diese Dinge nicht verdrängt werden, sondern man sollte sich intensiv damit auseinandersetzen. Ob durch eine Psychotherapie oder in Gesprächen mit Freunden oder der Familie: Die Wechseljahre und alles, was dazugehört, müssen nicht alleine durchgestanden werden. Schließlich gehören sie zum Leben jeder Frau dazu.

Das Verarbeiten der Wechseljahre, die mit ihnen einhergehenden Beschwerden sowie ihre Bewältigung hängen stark damit zusammen, wie zufrieden die Frau mit ihrem Leben ist. Eine wichtige Rolle spielt der Umgang mit dem eigenen Körper und der Sexualität. Wer offen mit den Ängsten und Beschwerden, die mit den Wechseljahren verbunden sind, umgeht und sich bewusst auf die Veränderungen einstellt statt sie zu ignorieren, wird seinen Weg finden, gestärkt in den neuen Lebensabschnitt überzugehen.

Test: Bist du schon in den Wechseljahren? Finde es jetzt heraus!

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