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Trauringe sind eine uralte und wunderschöne Tradition. Eine der Traditionen, die bis heute praktiziert werden, deren Sinn jeder versteht und die sicher noch in Zukunft wichtig sein werden: und zur öffentlichen Dokumentation dieses Versprechens stecken sich Eheleute bei ihrer Vermählung gegenseitig Trauringe an die Finger.
Ringe gibt es bereits, seitdem es Zivilisationen gibt. Trauringe sind seit etwa 2000 Jahren bekannt. Die Art jedoch, wie Trauringe zu verstehen sind, ist nicht immer dieselbe gewesen. Bei den Römern wurden Trauringe von dem Bräutigam an die Braut übergeben, ein zivilisatorischer Fortschritt gegenüber jener Zeit, in der der Braut nach ihrem Kauf statt der Trauringe symbolisch Ehefesseln angelegt wurden.
Lange Zeit trugen ausschließlich Frauen Trauringe - dass Eheleute gleiche oder zueinander passende Trauringe mit sich führen, ist noch nicht so lange üblich. Die Ehe war ein au s strategischen Gründen geschlossener Bund. Das machte die Auswahl möglicher Partner klein. Dass Liebe größer ist, auf den ersten Blick plötzlich da sein kann und wichtiger ist als irgendwelche Standes- oder Religionsschranken, ist noch keine sonderlich alte Idee.
Trauringe symbolisieren die Liebe
An welcher Hand Trauringe getragen werden, ist recht unterschiedlich. Ursprünglich wurden Trauringe in Deutschland am Ringfinger der rechten Hand angesteckt, der Ringfinger der linken Hand war für den Verlobungsring reserviert. In den meisten Ländern, in denen die Eheleute einander Trauringe schenken, ist dies genau andersrum: während die rechte Hand für Rechtschaffenheit und Reinheit steht, ist die linke auf der Seite des Herzens.
Inzwischen wird das Tragen der Trauringe auch in Deutschland nicht mehr einheitlich praktiziert. Zu unterschiedlich sind die Geschmäcker, zu unterschiedlich die gepflegten Rituale. Auf die Trauringe selbst verzichtet jedoch kaum einer. Alternativen sind zum Beispiel kleine Tattoos oder an anderen Körperteilen getragene Ringe.
Welche Trauringe dürfen es sein?
So unterschiedlich wie ihre Träger sind Trauringe, und das Angebot der Schmiede, die Trauringe herstellen, ist groß. Hinzu kommt, dass Brautleute ihre Trauringe selbst gestalten, indem sie eine persönliche Widmung, den Namen des jeweils anderen oder auch besondere, für beide wichtige Daten in die Trauringe eingravieren.
Eine wichtige Entscheidung ist auch die, ob die zukünftigen Eheleute gleiche Trauringe tragen oder ob der Bräutigam einen anderen Trauring trägt als die Braut. Oft entscheidet man sich dafür, dass die Trauringe sich darin unterscheiden, dass jener der Braut um einen kleinen Diamenten ergänzt wird.
Das richtige Material für die Trauringe
Die bedeutendste Frage bleibt: welches Material dürfen (oder müssen) die Trauringe haben? Trauringe aus Gold sind der Klassiker. Ein Klassiker, der gar nicht mal klassisch aussehen muss: durch unterschiedliche Feingehalte und die Zugabe anderer Legierungen können Aussehen und Wirkung der Trauringe aus Gold erheblich verändert werden.
Gold selbst ist sehr weich, daher muss bei Ringen, die lange getragen werden, anderes Metall zugegeben werden. Gelbgold ist der Versuch, die Originalfarbe von Gold zu erhalten, außerdem gibt es Weißgold und Rotgold (Gold mit Kupfer).
Vielen Brautleuten ist wichtig, mit der Wahl der Trauringe ein Zeichen für Bescheidenheit zu setzen, um das Augenmerk auf den Akt der Trauung zu legen. Häufig entscheidet man sich in diesem Fall für Trauringe aus Edelstahl. Vergleichsweise günstig und sehr robust sind auch Trauringe aus Titan.
Silber wird wiederum für Trauringe seltener verwendet, es ist ebenfalls ein weiches Metall, das nur in Kombination mit anderen Metallen für die Ewigkeit geschmiedet werden kann. Trauringe aus Platin oder Palladium sind extrem teuer aber auch sehr haltbar.
textkern/jw
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