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Zweite Ehe, neues Glück

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 17. November 2008

rneut zu heiraten kann viel bedeuten: Etwa, dass man seine Eheversprechen gegenüber dem alten Partner in einer feierlichen Zeremonie noch einmal gibt. Manch ein Paar findet auch erst nach einer Trennung wieder zueinander und möchte mit einer zweiten Ehe ein neues Leben ohne die alten Probleme beginnen.

Andere wiederum handeln getreu des Mottos „Auf Regen folgt Sonnenschein“ und trauen sich, ein zweites Mal „Ja“ zu sagen - allerdings zu einem neuen Partner. Was hier folgen kann, ist eine zweite Ehe, die endlich mit dem Glück und der Liebe erfüllt ist, von der man immer geträumt hat.

Erneut heiraten – Eheversprechen erneuern

Manchmal genügt es einfach nicht, dem Partner seine noch immer anhaltende Liebe nur mit Worten zu beweisen. Diese verlieren zwar im Laufe einer Ehe nicht zwingend an Aussagekraft, dennoch vermögen sie oft nicht ausreichend zu fassen, was man für den Partner trotz oder gerade wegen der langen gemeinsam verbrachten Zeit empfindet. Taten müssen her: Hier kann die Erneuerung des Eheversprechens und somit eine zweite Ehe eine wunderschöne Möglichkeit sein, die empfundene und gereifte Liebe auszudrücken.

Das Tolle daran ist, dass man sich erneut zu seinem Partner bekennen kann - und das im Beisein der eigenen Kinder oder enger Freunde, die erst während der letzten Jahre für die Eheleute wichtig geworden sind. Im Laufe einer Ehe verändert man sich, es ist daher nicht selbstverständlich, dass die Liebe bleibt oder sogar wächst. Wer dieses Glück hat, sollte nicht davor zurückschrecken, erneut zu heiraten. Zumeist werden die Erneuerung des Eheversprechens und der Beginn der zweiten Ehe in einem kleinen Kreis gefeiert. Die Prioritäten haben sich oft verschoben: Die Geste und die Partnern zählen, nicht das rauschende Fest.

Für viele Ehepaare bietet das erneute Heiraten zudem die Gelegenheit, eine Hochzeit zu feiern, die sie sich immer gewünscht haben: Vielleicht war es insgeheim schon immer Ihr Traum, ohne großen Anhang, ganz für sich, an einem schönen Ort das Bündnis fürs Leben einzugehen, aber die Verpflichtung gegenüber den Verwandten haben beim ersten Mal gesiegt und man hat doch im Heimatort mit Kind und Kegel geheiratet. Die zweite Ehe kann nun in dem Rahmen vollzogen werden, den man sich immer vorgestellt hat.

Erneuerungen von Eheversprechen werden oftmals auch im höheren Alter in Rahmen eines Gottesdienstes durchgeführt - insbesondere zu ganz speziellen Anlässen wie der Goldenen oder der Diamantenen Hochzeit. Wer nach 50 bzw. 60 gemeinsamen Jahren erneut heiratet, drückt damit gleichzeitig aus, dass er nichts bereut und voll Demut ist, dass er eine solch lange Zeit mit seinem Partner glücklich verbringen durfte.

Erneut heiraten – beim zweiten Mal wird alles besser

Manch ein Paar hat erst nach einer Scheidung wieder zueinander gefunden. Die Pause bietet beiden Partnern eine Gelegenheit, über die Ereignisse und Fehler in der ersten Ehe nachzudenken. Einer langsamen Wiederannäherung steht nichts entgegen, wenn sich die Wogen erst einmal geglättet haben und man bemerkt, dass sich durch die Trennung beide Seiten verändert haben. Auch kann es sein, dass man erst nach einer Scheidung bemerkt, was einem ab sofort fehlen wird. Der Ex-Partner kann in einem anderen Licht gesehen werden.

Wenn man tatsächlich erneut denselben Partner heiraten möchte, ist es besonders schön, wenn man die neuen Vorsätze für die zweite Ehe in ein selbstverfasstes Ehregelöbnis mit einfließen lässt. Das erneute Heiraten wird dann zu einem Symbol: Beide Partner haben aus ihren Fehlern gelernt und wollen im Rahmen einer zweiten Ehe wieder bei Null anfangen.

Erneut heiraten – diesmal aber den Richtigen

Wer das Wort „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht etwas Besseres findet.“ bei seiner ersten Ehe nicht ernst genommen hat, dem bietet sich auch nach einer Scheidung noch die Möglichkeit, etwas Besseres - sprich den oder die Richtige - zu finden. Politiker und Stars machen es uns vor: Manch einer von ihnen ist gar zum vierten Mal verheiratet und scheint immer wieder „etwas Besseres“ zu finden.

Dennoch herrscht immer noch oftmals Skepsis, wenn es um eine zweite Ehe geht. Man ist verunsichert, ob man tatsächlich noch einmal den Schritt wagen und erneut heiraten soll - schließlich hat es beim ersten Mal ja auch nicht gehalten. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass es bei einer Hochzeit mehr um das Herz als um den Kopf geht. Niemand sollte also davor zurückschrecken, sich auch offiziell zu der neuen Liebe zu bekennen.

In der Realität kann das dennoch einem Drahtseilakt gleichkommen: Wenn Kinder aus der ersten Ehe vorhanden sind gilt es, ihnen mit viel Geduld und Verständnis beizubringen, dass der neue Partner mit der zweiten Ehe zur Stiefmutter oder zum Stiefvater werden wird. Diese Herausforderung kann aber gemeistert werden - zumal man emotional durch den neuen Partner gestützt wird.

Wer von einer erneuten kirchlichen Trauung träumt, muss leider oft enttäuscht werden: Eine solche zugestanden zu bekommen, ist zumindest für Katholiken mehr als schwer. Aus diesem Grund verlaufen zweite Eheschließungen zumeist anders als die erste. Nicht nur, dass man häufig nur standesamtlich erneut heiratet, auch ein weißes Hochzeitskleid wird oftmals als nicht angebracht betrachtet und die Feier kann, muss aber nicht kleiner ausfallen. Gute Nachrichten gibt es aber für all Jene, die beim ersten Mal nur standesamtlich getraut wurden: Ihre zweite Ehe kann in diesem Fall auch mit einer kirchlichen Trauung einhergehen.

von der gofeminin-Redaktion

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