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Jeder Hochzeitstag ein Jubiläum

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 17. November 2008

Natürlich erinnert man sich jedes Jahr aufs Neue gerne an den schönsten Tag seines Lebens, nämlich an seinen Hochzeitstag, zurück. Kein Wunder, dass der Volksmund für jeden Hochzeitstag einen speziellen Namen parat hat – jeder Hochzeitstag ist schließlich ein kleines Jubiläum und nicht nur die berühmte Silberne oder Goldene Hochzeit gehören ausgiebig gefeiert.

Wonach richtet sich die Benennung der Hochzeitstage?

Wer einmal einen Blick auf eine Tabelle geworfen hat, in der alle Hochzeitstage mit ihren speziellen Namen aufgeführt sind, wird bemerkt haben, dass die Gegenstände die zur Benennung dienen, immer wertvoller bzw. stabiler werden, je höher die Jahreszahl ist. Beispiel gefällig? Bitteschön: Papierhochzeit (1. Hochzeitstag), Lederhochzeit (3. Hochzeitstag), Kupferhochzeit (7. Hochzeitstag), Silberhochzeit (25. Hochzeitstag), Goldene Hochzeit (50. Hochzeitstag), Diamant Hochzeit (60. Hochzeitstag), Kronjuwelenhochzeit (75. Hochzeitstag). Klar ist der Hintergrund für diese doch sehr unterschiedliche Benennung der Hochzeitstage: Je länger eine Ehe besteht, desto stabiler ist sie und desto wertvoller wird die Leistung der Partner, die sich dauerhaft lieben und füreinander einstehen.

Diese Erklärung allein reicht allerdings nicht aus, um alle Bezeichnungen für Hochzeitstage verstehen zu können. So folgt zum Beispiel nach der Seidenhochzeit (4. Hochzeitstag) die Hölzerne Hochzeit bzw. die Ochsen- oder Gummihochzeit (5. Hochzeitstag) - je nachdem, ob das Paar Kinder hat oder nicht. Da Seide wohl wertvoller als Holz und Gummi und auch angenehmer ist als ein störrischer Ochse, muss also etwas anderes dahinter stecken als die obige Erklärung für die Benennung der Hochzeitstage.

Hochzeitstage nach dem Ehestatus

Tatsache ist, dass viele Hochzeitstage ihre Namen dadurch bekommen haben, dass mit dem Status der Ehe Besonderheiten assoziiert und auch besondere Bräuche abgehalten werden. Ist also ein Paar fünf Jahre lang verheiratet und hat noch keine Kinder bekommen, feiern sie die Gummihochzeit, zu der Nachbarn, Freunde und Verwandte einen Türschmuck anfertigen, der aus Kondomen besteht, die natürlich alle ein Loch aufweisen. Ein etwas derber Spaß neueren Datums, der sich in manchen Regionen Deutschlands allerdings einiger Anhänger erfreut. Der in Norddeutschland gebräuchliche Hochzeitstag-Name Ochsenhochzeit hat ebenfalls einen derben Hintergrund: Ein Bulle kann Nachwuchs bekommen, ein Ochse hingegen nicht. Bleibt nur zu hoffen, dass das Ehepaar diesen Humor versteht. Der ebenfalls gebräuchliche Name Hölzerne Hochzeit soll andeuten, dass man auf Holz klopft, dass die Ehe noch lange hält.

Hochzeitstage nach Geschenken

Andere Hochzeitsjubiläen sind nach den Geschenken benannt, die das Paar erhalten soll. So erhält das Paar etwa zum 33. Hochzeitstag, der Zinnhochzeit, Gegenstände aus eben diesem Material. Der pfiffige Gedanke hierbei: Die Ehe muss nach einer solch langen Zeit ab und an einmal wieder aufpoliert werden - ganz wie Zinn eben.

Für manch eine Verwirrung bei der Namensgebung der Hochzeitstage sorgt der Sachverhalt, dass die Namensgebung - zumeist bei den nicht runden Jubiläen - von Region zu Region unterschiedlich ausfallen kann. Außerdem gibt es Hochzeitsjubiläen, die nach Ablauf einer gewissen Jahreszahl plus einem halben Jahr gefeiert werden. Die Menschen sind eben erfinderisch, wenn sie nach einem Grund zum Feiern suchen.

Etwas ganz Besonderes: Die Goldene Hochzeitstag

Unter den Jubiläen stellt die Goldene Hochzeit einen ganz besonderen Hochzeitstag dar. Das Ehepaar ist bei Erreichen dieses Hochzeitstages sage und schreibe 50 Jahre verheiratet. Die Goldene Hochzeit ist aber nicht nur deswegen eine Besonderheit - schließlich gibt es auch noch höhere Jubiläen. Das Besondere ist, dass dieses Jubiläum tatsächlich noch von vielen Paaren erreicht wird.

Die Goldene Hochzeit bietet dabei auch die Gelegenheit zu resümieren und mit einem großen Fest seine Freude über solch ein langes Leben zu Zweit auszudrücken. Viele Paare, die die Goldene Hochzeit feiern können, verbinden diesen Hochzeitstag auch mit einer Erneuerung ihres Eheversprechens. Besonders schön ist dabei, dass sie nun auch vor ganz anderen Menschen - nämlich vor ihren eigenen Kindern - diesen Schritt tun können und sich noch einmal versprechen, sich zu lieben und zu ehren, bis dass der Tod sie scheidet.

Hochzeitstage zum Andenken an das Ehepaar

Auch wenn das Ehepaar nicht mehr unter den Lebenden weilt, hinterlässt es doch oftmals viele Verwandte, Freunde und Bekannte, die sich gerne an sie erinnern. Zum Andenken an ein verstorbenes Ehepaar werden zum Beispiel der 85. und 100. Hochzeitstag gefeiert. Ersterer hat in manchen Regionen den Namen Engelshochzeit und letzterer den Namen Himmelshochzeit. Beide bieten eine wunderbare Gelegenheit, sich an die geliebten Menschen zu erinnern. Und wer weiß: Die Menschen werden immer älter, es ist also nur eine Frage der Zeit, bis zumindest der 85. Hochzeitstag durchaus öfter erreicht wird.

von der gofeminin-Redaktion

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