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Trauung traditionell: Die Kirchliche Hochzeit

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 17. November 2008

Eine standesamtliche Trauung ist eine Sache, eine kirchliche Hochzeit eine ganz andere. Häufig wird eine kirchliche Hochzeit als die Entscheidende betrachtet: Für gläubige Christen bedeutet sie, den Segen für die gemeinsame Bindung zu erhalten und sich nicht nur vor dem Gesetz, vor Freunden und Verwandten, sondern auch vor Gott zu dem gewählten Partner zu bekennen. Die Verbindung wird hierbei auf eine höhere Ebene gehoben. Hinzu kommt natürlich, dass das Ambiente und das Zeremonielle für viele Personen schöner und persönlicher sind als bei einer Trauung auf dem Standesamt.

Gestaltung einer kirchlichen Hochzeit

Kirchliche Hochzeiten werden besonders deshalb häufiger im Vergleich mit standesamtlichen Trauungen als romantischer wahrgenommen, da es hier einen großen Gestaltungsfreiraum gibt. Viele Kleinigkeiten machen eine kirchliche Hochzeit erst zu dem, was sie ist. Besonders wichtig ist hierbei der Trauspruch. Das Paar wählt hierbei eine Passage aus der Bibel aus, die quasi als Motto über der Ehe stehen soll. Auch ist es oft möglich mit dem Pfarrer zu vereinbaren, dass man zusätzlich ein selbst verfasstes Liebesbekenntnis vorträgt.

Nicht fehlen darf natürlich auch die Dekoration: Hierbei ist mit dem Pfarrer abzusprechen, welcher Schmuck in welcher Form an und in der Kirche angebracht werden darf und was nach der Trauung mit diesem Schmuck geschehen soll. Fragen Sie dabei auch, wann die fleißigen Helferhände sich ans Dekorieren machen können und bis wann alles wieder abgebaut sein muss. Auch in Sachen Musik gilt es frühzeitig zu planen: Soll es Musik von einer CD sein oder doch lieber stimmungsintensivere Livemusik?

Tipp: Klar sollen Sie Ihre eigenen Anregungen mit einbringen, haben Sie aber auch ein offenes Ohr für die Vorschläge des Pfarrers. Dieser hat in aller Regel schon einige Paare unter die Haube gebracht und weiß aufgrund seiner Erfahrung, wovon er spricht. Außerdem verfügt er über hervorragende Kontakte, zum Beispiel zum Kirchenchor.

Der Ringtausch und das Ja-Wort während der Trauung

Der Höhepunkt einer jeden kirchlichen Hochzeit sind natürlich das Ja-Wort und der Austausch der geweihten Ringe. In der katholischen Kirche werden dem Paar im Gegensatz zur evangelischen Trauung mehrere Fragen gestellt: Ob sie sich zum Zwecke der Eheschließung eingefunden haben, ob sie die Kinder, die aus der Verbindung entstehen, annehmen wollen und ob sie Verantwortung in Kirche und Alltag übernehmen wollen. Sonst aber gleichen sich die Trauungen beider christlicher Konfessionen: Es folgt die Segnung der Ringe und die Brautleute sagen den Trauspruch auf. Bei der Befragung nach der Einwilligung in die Ehe wird in der Regel zuerst der Bräutigam befragt und dann die Braut. Die evangelische Trauung kann in der Regel etwas freier gestaltet werden, während die katholische Trauung eher einem festen Ablauf folgt.

Kirchliche Hochzeit in einer anderen Gemeinde

Wer etwas Besonderes will und seine kirchliche Trauung mit einer kleinen Reise verbinden möchte, kann sich innerhalb Deutschlands natürlich auch in einer anderen Gemeinde als der Heimatgemeinde trauen lassen, ohne dass hierfür ein übermäßig großer bürokratischer Aufwand von Nöten wäre. Hierfür benötigen Sie als evangelisches Paar lediglich eine so genannte Dimissoriale bzw. als katholisches Paar eine Traulizenz von Ihrem Gemeindepfarrer. Diese muss dem Geistlichen, der die Trauung schließlich und endlich durchführen soll, vorgelegt werden.

Mögliche Probleme mit einer kirchlichen Trauung

Nicht immer ist eine kirchliche Hochzeit möglich, die Religionszugehörigkeit spielt hier eine wichtige Rolle: In der Regel sollten beide Partner zumindest einer christlichen Religion angehören. Keine großen Probleme gibt es, wenn ein katholischer und ein evangelischer Partner heiraten wollen.

Auch kann es entscheidend sein, ob man bereits einmal verheiratet war – schließlich werden Ehen im Christentum als unauflöslich angesehen. Die Katholiken tun sich hiermit besonders schwer, sodass man als Katholik davon ausgehen kann, dass man sehr wahrscheinlich nur einmal eine kirchliche katholische Hochzeit erleben kann. Wenn die erste Ehe allerdings nur vor dem Standesamt geschlossen wurde, stehen die Chancen besser: Dann ist der Katholik nämlich nicht seiner Formpflicht nachgekommen.

In der evangelischen Kirche ist unter Umständen auch ohne eine solche Formfehlerreglung eine zweite kirchliche Hochzeit möglich. Es gilt allerdings immer, dass hierbei einige Formalitäten zu erledigen sind und das Gespräch mit dem zuständigen Pfarrer gesucht werden sollte, der über alle Möglichkeiten aufklärt.

von der gofeminin-Redaktion

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