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Doppeltes Glück: Heiraten in der Schwangerschaft

von der gofeminin-Redaktion Veröffentlicht am 17. November 2008

Heiraten in der Schwangerschaft? Was noch vor einigen Jahrzehnten als Tabu galt, ist heute selbstverständlich.

Gleich zwei Highlights des Lebens fallen zusammen - wenn das kein Grund zum Feiern ist! Bei aller Vorfreude auf das doppelte Glück gilt es aber, über die normale Hochzeitsplanung hinaus zu planen - schließlich soll die Feier ja nicht im Kreißsaal stattfinden und das Kleid auch passen. Worauf Sie bei einer Hochzeit in der Schwangerschaft achten sollten, verraten wir Ihnen jetzt.

In welchen Schwangerschaftsmonat heiraten?

Timing ist alles bei der Hochzeitsplanung, jede Jahreszeit hält ihre Besonderheiten bereit. Während im Sommer auch draußen gefeiert werden kann, bietet der Herbst eine farbenfrohe Kulisse, der Frühling ein natürliches Blütenmeer und der Winter heimelige Gemütlichkeit.

Neben den persönlichen Vorlieben entscheiden in der Schwangerschaft aber vor allem der Schwangerschaftsmonat und das Befinden der Braut, wann geheiratet werden kann. Das erste Schwangerschaftsdrittel bietet sich nur dann an, wenn die gefürchtete Schwangerschaftsübelkeit ausbleibt. Das letzte Drittel der Schwangerschaft ist eher ungeeignet für eine Hochzeit: Die Belastungen durch die Schwangerschaft nehmen zu, der Bauch behindert, der Geburtstermin ist in greifbare Nähe gerückt.

Als optimal gilt eine Hochzeit im zweiten Drittel der Schwangerschaft: Dann fühlen sich die meisten Schwangeren pudelwohl und sind noch etwas belastbarer als zum Ende der Schwangerschaft. Wenn Sie es sich also aussuchen können, heiraten Sie im 4. bis 6. Monat Ihrer Schwangerschaft.

Welches Hochzeitskleid in der Schwangerschaft?

Natürlich möchte auch eine schwangere Braut an ihrem großen Tag einfach umwerfend aussehen. Leichter gesagt als getan? Da irren Sie sich: Die Brautmodenindustrie hat bereits auf den Trend zum schwanger Heiraten reagiert und produziert Jahr für Jahr mehr schöne Umstands-Brautmode. Schauen Sie sich doch einfach mal in einem Brautausstatter in Ihrer Nähe um und fragen Sie gezielt nach Umstands-Brautkleidern. Die gibt es übrigens auch häufig zum Ausleihen, falls das Budget fürs Kinderzimmer doch etwas überstrapaziert wurde...

Wenn Sie nicht fündig werden, auch kein Problem: Im Internet sind einige Hersteller vertreten, die auch über Online-Bestellmöglichkeiten verfügen. Alternativ tut es - gerade wenn nur eine standesamtliche Trauung geplant ist - auch eine etwas festlichere Schwangerschaftshose oder ein gut sitzender Rock mit einem schönen Oberteil.

Was den Schnitt des optimalen Hochzeitskleides für Schwangere betrifft, so sollte der noch genügend Platz zum Wachsen für den Bauch bieten. Optimal sind Kleider in A-Linie oder im Empire-Stil. Achten Sie aber darauf, dass auch Ihr Busen etwas größer als gewohnt ist und kaufen Sie das Kleid eventuell eine Nummer größer. Prinzipiell gilt: Je später Sie das Hochzeitskleid kaufen oder anpassen lassen, desto besser wird es sitzen.

Ein Tipp noch für die Schuhe: In der Schwangerschaft schwellen Füße und Beine schnell an, Riemchensandalen sind also tabu. Kaufen Sie die Schuhe ruhig eine Nummer größer, dann können Sie sicher sein, dass Sie auch später an Ihrem Hochzeitstag noch stehen (und tanzen) können.

Vor der Hochzeit: Tipps für schwangere Bräute

Hochzeitsvorbereitungen sind immer stressig und erfordern ein hohes Maß an Koordinationsfähigkeit. Schwangere Bräute allerdings sollten sich dem ganzen Stress nicht allein aussetzen: Delegieren heißt das Zauberwort. Vor allem weibliche Familienmitglieder und Freundinnen werden sich freuen, Ihnen bei den Hochzeitsvorbereitungen zur Hand gehen zu können. Warum ihnen also die Freude verderben? Erstellen Sie mit Ihrem Schatz eine To-do-Liste und verteilen Sie die Aufgaben - das entlastet Sie, mindert aber keinesfalls die Vorfreude auf die Hochzeit.

Statt einem Junggesellinnenabschied in der Schwangerschaft, der in der Regel ja auch gern reichlich begossen wird, bietet sich eine andere Art des Abschieds vom Single-Dasein an: Schnappen Sie sich doch einfach ihre liebsten Freundinnen und legen Sie kurz vor der Hochzeit einen Wellness-Tag ein. Der Effekt wird auch noch an Ihrem Hochzeitstag sichtbar sein: Sie werden noch schöner strahlen als Sie es in der Schwangerschaft ohnehin schon tun.

Tipps für die Hochzeit

Eine Hochzeit ist meist eine anstrengende Angelegenheit: Langes Stehen, Laufen, Tanzen belasten gerade in der Schwangerschaft stark. Vermeiden können Sie zu große Anstrengung, indem Sie Stress und viele Ortswechsel vermeiden: Wählen Sie Hochzeitslocations, die nicht zu weit voneinander entfernt und gut mit dem Auto erreichbar sind, lassen Sie den Stehempfang ausfallen und setzen Sie sich ab und zu einfach mal hin - verübeln wird Ihnen das keiner. Stützstrümpfe (die gibt es mittlerweile auch in hübsch, keine Sorge) und flache Schuhe sorgen dafür, dass die Beine nicht zu stark belastet werden. Auch ein stützender Schwangerschaftsslip sorgt für Entlastung und vermindert Rückenschmerzen.

Wenn Ihnen standesamtliche und kirchliche Hochzeit zu viel sind, teilen Sie sie doch auf: Heiraten Sie in der Schwangerschaft standesamtlich und holen Sie die kirchliche Hochzeit mit einem rauschenden Fest nach der Entbindung nach. Dann aber mit einigen Kleidergrößen weniger und gleich zwei Schätzen im Arm.

von der gofeminin-Redaktion

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