 Wer von einer Fehlgeburt erfährt, ist zunächst geschockt. | Eine Schwangerschaft ist etwas Positives, ein neues Leben, neues Glück. Umso größer der Schock, wenn dieser Traum wie eine Seifenblase zerplatzt, weil man das Baby verliert. Die Frage nach dem Warum wird nach einer Fehlgeburt (Abort) immer wieder gestellt und häufig gibt es keine befriedigende Antwort darauf. Oft hilft nur die Zeit, eine Fehlgeburt zu verarbeiten.
Eine Fehlgeburt im ersten Stadium der Schwangerschaft ist ein relativ häufiges Ereignis, Studien zufolge enden etwa30 bis 50 Prozent aller angelegten Schwangerschaften damit. Meist passiert das jedoch im Verborgenen und in den ersten vier Wochen einer Schwangerschaft, so dass die Regelblutung normal erfolgt und die meisten Frauen gar nicht wissen, dass sie schwanger waren. Medizinisch spricht man von einer Fehlgeburt, wenn eine Schwangerschaft endet, bevor der sich entwickelnde Embryo (bis zur 12. Woche) lebensfähig ist. Nach der 12. Woche spricht man von einer stillen Geburt.
Wer bereits von der Schwangerschaft wusste, wird von einer Fehlgeburt meist völlig überrascht. Viele Frauen sind vom Schmerz wie gelähmt, können nicht essen, schlafen und brechen immer wieder in Tränen aus. Alle diese Reaktionen sind völlig normal, auch Schuldgefühle, Schockzustände und chronische Erschöpfung halten häufig eine ganze Zeit lang an. Wer über einen längeren Zeitraum unter depressiven Symptomen leidet, z. B. keinerlei Empfinden von Freude, Schlafstörungen, innere Unruhe, Antriebshemmung, Gewichtsabnahme (oder -zunahme), sollte diese jedoch von einem Arzt abklären lassen und nicht einfach so hinnehmen. Häufig fällt es Betroffenen nämlich sehr schwer, eigenständig aus diesem Tief herauszufinden.
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