Einen Partner suchen viele, aber öffentlich zu flirten traut sich kaum einer. Obwohl sich die meisten Menschen eine lange Beziehung wünschen, sind deutsche Singles wahre Muffel in Sachen Flirten. Eine Studie des Meinungsforschungsinstituts K&A BrandResearch im Auftrag von friendscout24 ergab, dass 85% der Singles nicht mehr alleine sein wollen. Aber gerade einmal 24% versuchen aktiv, jemanden kennen zu lernen. Die anderen verharren im Nichtstun, wären aber froh, wenn der andere die Initiative ergreifen würde. Dreiviertel der Frauen und die Hälfte der Männer wünschen sich, erobert zu werden. Die Erfolgsaussichten sind besser, als Sie denken. Trauen Sie sich also ruhig, öfter zu flirten. Tipps dazu haben wir hier für sie zusammengestellt.
Generell gilt: Erwarten Sie nicht zu viel von den Männern. Erstens trauen sich die meisten deutschen Männer schlicht gar nicht mehr, offensiv zu flirten. Und wenn sie es doch tun, kommt es zweitens oft plump. Das finden zumindest die meisten deutschen Frauen, die auch im Ausland als besonders unanflirtbar gelten. Während sich eine Spanierin oder Italienerin ein Kompliment über ihre Augen mit einem souveränen Lächeln entgegennimmt, verdreht die Deutsche oft selbige. Wir scheinen zu glauben, auf Flirtversuche immer abfällig reagieren zu müssen. Aber ist es denn so schlimm, wenn ein Mann an Ihnen Gefallen findet und Ihnen das auch sagt? Geben Sie ihm noch eine Chance, vielleicht steckt in dem Mann mehr als in seinem (eventuell dämlichen) Anmachspruch.
Flirten nach Plan: Tipps zum Angriff
Theoretisch können Sie immer und überall flirten. Doch in der Theorie ist ja auch ganz einfach jemanden Kennenzulernen. Wenn es Ihnen in der Praxis aber doch schwer fällt, machen Sie sich das Flirten so leicht wie möglich: Wählen Sie den richtigen Tag, den richtigen Ort und die richtige Begleitung.
Versuchen Sie lieber nicht, unter der Woche zu flirten, wenn viele den nächsten Arbeitstag im Kopf haben und dementsprechend unentspannt sind. Freitag oder Samstag Abend sind die Tage zum Flirten. Tipp: Verabreden Sie sich mit einer guten Freundin, aber möglichst nicht mit einer die aussieht wie Milla Jovovich.
Am einfachsten fällt das Flirten sicher bei Partys, Clubs oder Discos, wo man sich schon tanzenderweise näher kommen kann oder einem Absturzschuppen, wo alle Verzweifelten landen, die mit ihren bisherigen Flirt-Versuchen am Abend gescheitert sind. Diese Locations versprechen zwar leichte Flirt-Erfolge, doch erfahrungsgemäß bleibt es hier bei einem gemeinsamen Abend oder einer gemeinsamen Nacht.
Flirt-Tipp: Gehen Sie lieber in eine Bar, von der Sie wissen, dass flirtwillige Männer in Ihrem Alter dort zu finden sind. Da können Sie zunächst auf Distanz flirten, sich aber dann auch in Ruhe unterhalten und die Gefahr, ein volltrunkenes Gegenüber vor sich zu haben, ist geringer als in der Disco.
Nehmen Sie sich vor Ihrem Ausgehabend ausgiebig Zeit, um sich zurecht zu machen. Es geht nicht darum, aufgebrezelt wie Daniela Katzenberger daher zu kommen, schließlich sollen Sie sich nicht verstellen. Ein wenig Make-up und Kleidung, die die eigenen Stärken betonen, haben vor allem den Effekt, dass Sie sich selbst besser fühlen und das auch ausstrahlen. Denn nichts im Flirten wichtiger als Ausstrahlung.
Flirten mit Leichtigkeit
Nehmen Sie das Flirten selbst nicht so schwer, sondern versuchen Sie, Ihren Spaß daran zu finden. Je mehr Sie üben, desto selbstverständlicher wird es. Sie müssen sich nicht verstellen und plötzlich eine lasziv die Lippen leckende Sexbombe werden, wenn Sie das nicht sind. Doch ein paar kleine Korrekturen der Mimik und Gestik können Ihren Erfolg beim Flirten steigern, ohne ihrer Natürlichkeit zu schaden. Diese vier Tipps sollten Sie dabei beherzigen:
Flirten ist kein Betteln. Seien Sie stolz auf sich und zeigen Sie das auch. Kopf hoch, Schultern runter und bloß nicht die Arme verschränken. Mit einer guten Haltung fühlen Sie sich gleich besser und strahlen das auch aus.
Dass beim Flirten der Blickkontakt unerlässlich ist, ist bekannt. Trauen Sie sich also ruhig, auch mal öfter hinzuschauen und dabei zu lächeln. Gegen freundliche Blicke wird niemand etwas einzuwenden haben.
Flirten ist eine Gratwanderung. Wenn Sie Ihrem Gegenüber an den Lippen hängen und ihn von der ersten Minute an anhimmeln, ist das genauso falsch, wie ihm die kalte Schulter zu zeigen. Seien Sie interessiert, aber nicht bis zur Selbstaufgabe, zeigen Sie Nähe, aber auch Distanz, so wird das Flirten zum spannenden Spiel für beide Beteiligten.
Das Wichtigste von allem: Nehmen Sie das Flirten gelassen. Es soll Spaß machen und auch wenn Sie einen Korb bekommen, sollten Sie darüber lachen können. Das war schließlich nicht der einzige Mann der Welt und wenn er eben zu den Flirtmuffeln gehören will, soll er doch bei den 85% bleiben, die klagen, nicht mehr alleine sein zu wollen. Sie gehören immerhin zu den wenigen, die selbst aktiv werden. Und darauf können Sie stolz sein. Beim nächsten Flirtversuch klappt es bestimmt.
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