 Spiel und Risiko: Zocken beim Roullette | Die Lust am Risiko spielt sich in unserem Gehirn ab - kommt das kleine Teufelchen der Hormone mit ins Spiel, bestimmen plötzlich nicht rationale Gründe unser Handeln. Warum gehen wir fremd, obwohl wir erwischt werden und damit alles verlieren könnten, was wir uns aufgebaut haben? Warum setzen wir im Kasino auf die „13“, obwohl die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen, äußerst gering ist? Und warum bleiben Fußballspieler trotz Gewitter auf dem Platz und spielen die Partie zu Ende? Antworten auf die Frage, warum das Risiko für einige Menschen verlockender erscheint, als für andere.
In der Wirtschaft bezeichnet man als Risiko häufig die Gefahr der Nichterreichung von Zielen. Setzt man sich ein bestimmtes Ziel, beispielsweise, den Seitensprung auszukosten, aber nicht erwischt zu werden, oder, hundert Euro im Kasino zu verdoppeln, möchte man dies natürlich auch erreichen. Wer würde sich nicht anders entscheiden, hätte er im Vorfeld z. B. schon gewusst, dass das Unterfangen leider schief geht?
Für viele Situation und Verhaltensweisen gibt es jedoch Wahrscheinlichkeitswerte, die - allem guten Glauben zum Trotz - wirklich unterirdisch schlecht sind. So ist die Wahrscheinlich, vom Blitz getroffen zu werden, um ein Vielfaches höher, als den Jackpot im Lotto zu gewinnen. Trotzdem hält das viele Menschen nicht davon ab, Woche für Woche einen Tippschein auszufüllen. Und auch die Gefahr, beim Fremdgehen erwischt zu werden (vor allem bei länger andauernden Affären) ist ziemlich groß, und trotzdem spielt jeder Zweite im Laufe seines Lebens mindestens einmal in einer fremden Liga.
cs
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