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So geht'sBewerbungs
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Aus dem Bewerbungsschreiben müssen zwei Dinge eindeutig hervorgehen: Warum Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben und warum Sie genau die richtige Person für die vakante Stelle sind. Sie dürfen sich ruhig ein wenig selbst loben. Natürlich dürfen Sie nicht lügen, was beispielsweise einen Studienabschluss angeht, denn dies wäre später ein Grund zur fristlosen Kündigung, aber es ist wichtig, dass Sie verstehen, sich zu verkaufen.
Haben Sie Ihre Überlegungen abgeschlossen, können Sie sich an den formellen Aufbau des Bewerbungsanschreibens setzen. Das Bewerbungsschreiben kann über Ihre komplette Zukunft entscheiden, nehmen Sie es also nicht auf die leichte Schulter und beanspruchen Sie ruhig die Hilfe von Freunden oder professionellen Anbietern, wenn Sie unsicher sind. Das Bewerbungsschreiben – der Aufbau Bei der klassischen Bewerbung per Post ist das Anschreiben wie ein professioneller Brief aufgebaut. Bei einer Online-Bewerbung erübrigen sich die ersten drei Punkte, der Haupttext kommt in die E-Mail und der Betreff wird die Betreffzeile der E-Mail geschrieben. Sie können der Bewerbung zusätzlich das Anschreiben in Briefform anhängen. 1. Der Absender Links oben oder in der Kopfzeile steht der Absender mit Ihrer kompletten Adresse, Telefonnummer sowie der E-Mail-Adresse. Letztere sollte seriös aus dem Namen des Bewerbers bestehen und nicht etwas „bienchen76@web.de“ lauten. 2. Ort und Datum Der Ort und das Datum gehören in die rechte obere Ecke des Bewerbungsschreibens. 3. Der Empfänger steht zwei Zeilen unter dem Datum, linksbündig. Hier wird der Firmenname, die Abteilung, der Ansprechpartner und die Anschrift angeführt. 4. Der Betreff Wieder zwei Zeilen darunter steht der Betreff, am besten gefettet, zum Beispiel: „Bewerbung um die Stelle als Bürokauffrau“. 5. Die Anrede Steht in der Stellenanzeige ein direkter Ansprechpartner, so sollte dieser unbedingt im Anschreiben persönlich genannt werden. Achten Sie genau auf die korrekte Schreibweise des Namens! Wenn unsicher ist, an welche Person genau die Bewerbung geht, ist am besten ein einfaches „Sehr geehrte Damen und Herren“. 6. Der erste Satz Der erste Satz stellt idealerweise einen Bezug her zwischen dem Bewerber und der umworbenen Stelle. „Hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle“ ist eine unnötige Formulierung, die überlesen wird, zumal dasselbe schon im Betreff steht. Stattdessen sollte der erste Satz gleich zum Punkt kommen und ganz konkret aussagen, warum man der ideale Bewerber ist. „Seit zwei Jahren verantworte ich erfolgreich die Bürokommunikation in einem mittelständischen Unternehmen“ wäre hier ein Beispiel für eine Bürokauffrau, die sich aus einem Job heraus bewirbt. Jobanfänger können darauf hinweisen, wie die ersten Praktika sie auf den Wunsch der jetzt beworbenen Stelle gebracht haben, Studenten den Titel der Diplomarbeit nennen, sofern Sie einen Bezug zur Stelle hat. 7. Der Haupttext Sprachlich sollte das Bewerbungsschreiben sachlich formuliert sein, es darf freundlich, aber nicht unterwürfig klingen. Besser als viele Konjunktive wie „würde“ und „könnte“ ist die direkte und positive Formulierung, die zeigt, dass sie selbst von sich überzeugt sind. Negative Formulierungen und Ihre Schwächen haben im Bewerbungsschreiben nichts zu suchen. Die Länge des Bewerbungsschreibens ist nicht entscheidend, doch wem es gelingt, in drei Absätzen seine Vorzüge zu konkretisieren, der wird den lesenden Personaler dankbar stimmen. Der erste Absatz beinhaltet eine Zusammenfassung des bisherigen Lebenslaufs, allerdings nur die für die Stelle relevanten Elemente. Mit möglichst konkreten Beispielen können Sie hier etwa ihre Teamfähigkeit und Belastbarkeit betonen, ohne auf Standard-Floskeln zurückgreifen zu müssen. „Während meines Studiums arbeitete ich als Servicekraft in einem großen Cateringunternehmen“ zeigt dem Personaler, dass Sie sich nicht ausgeruht haben und freiwillig Mehrarbeit auf sich nehmen. Weiter ist zu nennen, wofür Sie in Ihren bisherigen Tätigkeiten verantwortlich waren und was zu Ihren Aufgaben zählte. Ebenso bedeutsam sind relevante Zusatzqualifikationen oder Weiterbildungen.Im letzten Drittel des Bewerbungsanschreibens sollten Sie beschreiben, warum Sie sich bei diesem Unternehmen bewerben. Sollte ein Gehaltswunsch gefordert werden, gehört dieser ans Ende der Bewerbung, ebenso der frühestmögliche Eintrittstermin. 8. Das Ende Hier wiederum dürfen ruhig die gängigen Floskeln herhalten: „Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen“ ist ebenso in Ordnung wie das abschließende „mit freundlichen Grüßen“. 9. Die Anhänge Am Ende des Bewerbungsschreibens listen Sie auf, welche Dokumente Sie der Bewerbung anfügen, so dass der Leser einen Überblick darüber bekommt, was ihn erwartet. Was genau in den Anhang gehört, unterscheidet sich je nach Berufserfahrung. Berufsanfänger fügen die Abschlusszeugnisse Ihrer schulischen Laufbahn ein, Bewerber mit Berufserfahrung ihre Arbeitszeugnisse. Ein diplomierter Betriebswirt muss sein Abiturzeugnis nicht mehr einfügen, wohl aber das Diplomzeugnis. Ebenso in den Anhang gehören Nachweise über Fortbildungen, sofern Sie für die Stelle relevant sind. Für einige Berufe kann sogar eine Kopie des Führerscheins vonnöten sein.
Eine Kurz-Bewerbung per E-Mail enthält oft nur das Anschreiben und den Lebenslauf, alles andere kann nach Bedarf nachgereicht werden. |
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Veröffentlicht von Michaela Moses am 08/06/2010 11:31:00 | |||||||||
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