Bewerbungs­schreiben – Verkaufen Sie sich selbst!

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Bewerbungs­schreiben – Verkaufen Sie sich selbst!


Das Bewerbungsschreiben ist Ihr Tor zum neuen Job - Bewerbungs­schreiben – Verkaufen Sie sich selbst!
Das Bewerbungsschreiben ist Ihr Tor zum neuen Job
Egal ob Sie am Anfang Ihrer Karriere stehen und einen Ausbildungsplatz anstreben oder sich mit reichlich Berufserfahrung um eine Führungsposition bemühen, die Bewerbung ist Ihre große Chance - und die sollten Sie nutzen. Gar nicht genug Beachtung können Sie dabei dem Bewerbungsschreiben widmen, denn es entscheidet darüber, ob der Rest der Bewerbung überhaupt angesehen wird. Wer hier gut formuliert und ein viel versprechendes Bild von sich abgibt, hat den ersten großen Schritt für die erfolgreiche Bewerbung schon geschafft. Machen Sie sich die Wichtigkeit dieses Dokuments bewusst und nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Ausformulierung, schließlich muss ein ordentliches, fehlerfreies, gut strukturiertes und inhaltlich interessantes Dokument entstehen, dass Sie von der Vielzahl der Bewerber positiv abhebt und Eindruck macht.

Das Bewerbungsschreiben entscheidet darüber, ob die bewerbung überhaupt gelesen wird
Das Bewerbungsschreiben entscheidet darüber, ob die bewerbung überhaupt gelesen wird
Bevor Sie das Bewerbungsschreiben aufsetzen, müssen Sie sich eingehend mit dem Unternehmen befassen, bei dem Sie sich bewerben. Wie ist die Unternehmensstruktur, was macht den Erfolg des Unternehmens aus, was sind die Stärken und Schwächen, was die Ziele des Unternehmens, wer ist Ihr Ansprechpartner, worauf wird bei der ausgeschriebenen Stelle besonders Wert gelegt?

Aus dem Bewerbungsschreiben müssen zwei Dinge eindeutig hervorgehen: Warum Sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben und warum Sie genau die richtige Person für die vakante Stelle sind. Sie dürfen sich ruhig ein wenig selbst loben. Natürlich dürfen Sie nicht lügen, was beispielsweise einen Studienabschluss angeht, denn dies wäre später ein Grund zur fristlosen Kündigung, aber es ist wichtig, dass Sie verstehen, sich zu verkaufen.

Warum bewerben Sie sich gerade bei diesem Unternehmen und warum sind Sie genau die richtige Person für die Stelle?
Warum bewerben Sie sich gerade bei diesem Unternehmen und warum sind Sie genau die richtige Person für die Stelle?
Wenn Sie ihre Recherchen über das Unternehmen beendet haben, machen Sie folgende Übung: betrachten Sie sich selbst als Produkt und das Unternehmen als Kunden und nun versuchen Sie, sich zu verkaufen. Notieren Sie die Argumente, warum der Kunde Ihr Produkt dringend braucht.

Haben Sie Ihre Überlegungen abgeschlossen, können Sie sich an den formellen Aufbau des Bewerbungsanschreibens setzen.

Das Bewerbungsschreiben kann über Ihre komplette Zukunft entscheiden, nehmen Sie es also nicht auf die leichte Schulter und beanspruchen Sie ruhig die Hilfe von Freunden oder professionellen Anbietern, wenn Sie unsicher sind.

Das Bewerbungsschreiben – der Aufbau
Bei der klassischen Bewerbung per Post ist das Anschreiben wie ein professioneller Brief aufgebaut. Bei einer Online-Bewerbung erübrigen sich die ersten drei Punkte, der Haupttext kommt in die E-Mail und der Betreff wird die Betreffzeile der E-Mail geschrieben. Sie können der Bewerbung zusätzlich das Anschreiben in Briefform anhängen.

1. Der Absender
Links oben oder in der Kopfzeile steht der Absender mit Ihrer kompletten Adresse, Telefonnummer sowie der E-Mail-Adresse. Letztere sollte seriös aus dem Namen des Bewerbers bestehen und nicht etwas „bienchen76@web.de“ lauten.

2. Ort und Datum
Der Ort und das Datum gehören in die rechte obere Ecke des Bewerbungsschreibens.

3. Der Empfänger
steht zwei Zeilen unter dem Datum, linksbündig. Hier wird der Firmenname, die Abteilung, der Ansprechpartner und die Anschrift angeführt.

4. Der Betreff
Wieder zwei Zeilen darunter steht der Betreff, am besten gefettet, zum Beispiel: „Bewerbung um die Stelle als Bürokauffrau“.

5. Die Anrede
Steht in der Stellenanzeige ein direkter Ansprechpartner, so sollte dieser unbedingt im Anschreiben persönlich genannt werden. Achten Sie genau auf die korrekte Schreibweise des Namens! Wenn unsicher ist, an welche Person genau die Bewerbung geht, ist am besten ein einfaches „Sehr geehrte Damen und Herren“.

6. Der erste Satz
Der erste Satz stellt idealerweise einen Bezug her zwischen dem Bewerber und der umworbenen Stelle. „Hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle“ ist eine unnötige Formulierung, die überlesen wird, zumal dasselbe schon im Betreff steht. Stattdessen sollte der erste Satz gleich zum Punkt kommen und ganz konkret aussagen, warum man der ideale Bewerber ist. „Seit zwei Jahren verantworte ich erfolgreich die Bürokommunikation in einem mittelständischen Unternehmen“ wäre hier ein Beispiel für eine Bürokauffrau, die sich aus einem Job heraus bewirbt. Jobanfänger können darauf hinweisen, wie die ersten Praktika sie auf den Wunsch der jetzt beworbenen Stelle gebracht haben, Studenten den Titel der Diplomarbeit nennen, sofern Sie einen Bezug zur Stelle hat.

7. Der Haupttext
Sprachlich sollte das Bewerbungsschreiben sachlich formuliert sein, es darf freundlich, aber nicht unterwürfig klingen. Besser als viele Konjunktive wie „würde“ und „könnte“ ist die direkte und positive Formulierung, die zeigt, dass sie selbst von sich überzeugt sind. Negative Formulierungen und Ihre Schwächen haben im Bewerbungsschreiben nichts zu suchen.

Die Länge des Bewerbungsschreibens ist nicht entscheidend, doch wem es gelingt, in drei Absätzen seine Vorzüge zu konkretisieren, der wird den lesenden Personaler dankbar stimmen. Der erste Absatz beinhaltet eine Zusammenfassung des bisherigen Lebenslaufs, allerdings nur die für die Stelle relevanten Elemente. Mit möglichst konkreten Beispielen können Sie hier etwa ihre Teamfähigkeit und Belastbarkeit betonen, ohne auf Standard-Floskeln zurückgreifen zu müssen. „Während meines Studiums arbeitete ich als Servicekraft in einem großen Cateringunternehmen“ zeigt dem Personaler, dass Sie sich nicht ausgeruht haben und freiwillig Mehrarbeit auf sich nehmen. Weiter ist zu nennen, wofür Sie in Ihren bisherigen Tätigkeiten verantwortlich waren und was zu Ihren Aufgaben zählte. Ebenso bedeutsam sind relevante Zusatzqualifikationen oder Weiterbildungen.Im letzten Drittel des Bewerbungsanschreibens sollten Sie beschreiben, warum Sie sich bei diesem Unternehmen bewerben. Sollte ein Gehaltswunsch gefordert werden, gehört dieser ans Ende der Bewerbung, ebenso der frühestmögliche Eintrittstermin.

8. Das Ende
Hier wiederum dürfen ruhig die gängigen Floskeln herhalten: „Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen“ ist ebenso in Ordnung wie das abschließende „mit freundlichen Grüßen“.

9. Die Anhänge
Am Ende des Bewerbungsschreibens listen Sie auf, welche Dokumente Sie der Bewerbung anfügen, so dass der Leser einen Überblick darüber bekommt, was ihn erwartet. Was genau in den Anhang gehört, unterscheidet sich je nach Berufserfahrung. Berufsanfänger fügen die Abschlusszeugnisse Ihrer schulischen Laufbahn ein, Bewerber mit Berufserfahrung ihre Arbeitszeugnisse. Ein diplomierter Betriebswirt muss sein Abiturzeugnis nicht mehr einfügen, wohl aber das Diplomzeugnis. Ebenso in den Anhang gehören Nachweise über Fortbildungen, sofern Sie für die Stelle relevant sind. Für einige Berufe kann sogar eine Kopie des Führerscheins vonnöten sein.

Online-Bewerbungsschreiben sollten für den Empfänger so komfortabel wie möglich sein
Online-Bewerbungsschreiben sollten für den Empfänger so komfortabel wie möglich sein
Bei einer Online-Bewerbung sollten Sie es dem Leser so komfortabel wie möglich machen. Die Anhänge sollten genau benannt werden und nicht etwa Anhang 1, Anhang 2 usw. heißen. Ihre Größe sollte insgesamt 1-2 MB nicht überschreiten und als Format wählen Sie am besten PDFs. Hier lohnt es sich, sich von jemand helfen zu lassen, der sich mit Formatierungen auskennt, wenn Sie selbst kein Profi im Umgang mit digitalen Dokumenten sind.

Eine Kurz-Bewerbung per E-Mail enthält oft nur das Anschreiben und den Lebenslauf, alles andere kann nach Bedarf nachgereicht werden.


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