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Ausgebrannt: Burnout-Syndrom erkennen & vermeiden | |||||||||
Am Beginn eines jeden Burnout-Syndroms steht der totale und kraftraubende Einsatz für eine Sache: Man steht unter Strom und verliert jedes Maß, was den eigenen körperlichen und psychischen Einsatz anbelangt. Das Berufsleben steht klar im Vordergrund und verdrängt fast vollständig das Privatleben mit seinen entspannenden, ausgleichenden Charakter. Schon in dieser ersten Phase treten immer wieder Erschöpfungssymptome auf, die allerdings ignoriert werden, sodass es immer weiter geht - bis schließlich gar nichts mehr geht. Symptome des Burnout-Syndroms In Hinblick auf ihren gesundheitlichen Zustand haben Betroffene mit unterschiedlichen Beschwerden zu rechnen: Das Immunsystem spielt nicht mehr mit und der eigene Körper wird für viele kleinere Krankheiten anfällig, Schlafstörungen sowie Magengeschwüre und Kreislaufprobleme können ebenfalls auftreten. Der gesundheitliche Zustand von Betroffenen kann sich dabei rapide verschlechtern, sodass auch schwerwiegende Erkrankungen, zum Beispiel des Herzens, Folge des Burnout-Syndroms sein können. Viele Betroffene müssen dabei erst einen totalen Zusammenbruch erleiden, bis sie verstehen, dass es so nicht mehr weiter gehen kann und dass sich etwas Entscheidendes ändern muss. Wer schließlich und endlich die Folgen eines Burnout-Syndroms in vollem Maße zu spüren bekommt, hat zumeist neben den körperlichen auch mit psychischen Beschwerden zu kämpfen. Auf der psychischen Ebene sind die Symptome leicht nachzuvollziehen: Depressive Verstimmungen, innere Leere, Reizbarkeit, Nervosität, Ängste und Ohnmachtgefühle sind nur einige Gefühle und Stimmungslagen, mit denen Betroffene zu kämpfen haben. Oft wechseln sich diese Gefühlslagen und psychischen Symptome ab, weshalb man das Burnout-Syndrom auch häufig in unterschiedliche Phasen einteilt. Phasen des Burnout-Syndroms So unterschiedlich die Symptome des Burnouts sein können, so unterschiedlich sind auch die Phasen des Burnout-Syndroms. Leider konnte sich die Medizin bisher auf keine allgemeingültige Einteilung der Burnout-Phasen einigen, viele verschiedene Phasentheorien wurden entwickelt. Die Schwierigkeit bei der Bestimmung der Burnout-Phasen besteht darin, dass es keinen typischen Verlauf gibt: Schon allein der Beruf der Betroffenen kann beeinflussen, welche Phasen sie durchlaufen. Verallgemeinert lässt sich aber folgendes zusammenfassen: Zu Beginn sind Burnout-Patienten sehr engagiert und enthusiastisch - da aber kein Mensch über einen langen Zeitraum mehr als 100% leisten kann, folgen schnell Stagnation und Frustration. Ändert sich an dem Zustand nichts, ziehen sich die Betroffenen beruflich wie privat immer mehr zurück, sie werden apathisch, passiv, isolieren sich. Hält dieser Zustand längere Zeit an, spricht man vom Burnout. Timeout beim Burnout Ein Burnout geht in aller Regel mit einem Timeout einher. Die Betroffenen müssen sich häufig eine Auszeit gönnen, um die körperlichen Beschwerden, die eine Folge des übermäßigen Stresses sind, in den Griff zu bekommen und wieder ins körperliche und psychische Gleichgewicht zu kommen. Die konkreten Behandlungen, die die Regeneration unterstützen, sind dabei individuell unterschiedlich und zugeschnitten auf die speziellen Verhältnisse, die zum Entstehen des Burnout-Syndroms geführt haben. Innerhalb einer Psychotherapie können diese Hintergründe mit sachkundiger Unterstützung aufgearbeitet werden. Zusätzlich können Seminare eine geeignete Gelegenheit bieten zu erlernen, wie man neue Strukturen in seinen Alltag und sein Berufsleben einbringt, ohne erneut Opfer einer totalen Überforderung zu werden. Burnout vermeiden Angesichts der heutigen Arbeitswelt ist es entscheidend, die Zeichen einer Überforderung und übermäßigen Stresses, also die Anzeichen für Burnout, rechtzeitig zu erkennen bzw. beiden Aspekten rechtzeitig vorzubeugen. Meist haben Angehörige und Freunde einen besseren Blick auf den eigenen Zustand, sodass man ihre Bedenken hinsichtlich des eigenen Engagements ernst nehmen sollte. Bei den Burnout-Betroffenen selbst spielt sich angesichts von Stress und Überforderung vieles im eigenen Kopf ab: Man hat schlichtweg zu hohe Ansprüche gegenüber sich selbst. In diesem Bereich muss man seiner Gesundheit zuliebe Abstriche machen und sich eingestehen, nicht alles perfekt und zur Zufriedenheit Aller erledigen zu können. Zudem sollte man sich frühzeitig einen Ausgleich zu der alltäglichen Belastung schaffen und nicht nur für die Arbeit leben. Das Privatleben mit all seinen schönen Seiten - Familie, Hobbys, Freunde - sollte einen festen Stellenwert zugesprochen bekommen, ernst genommen und gepflegt werden. Hinzu kommt das, was allgemein gilt: Viel Bewegung und eine gesunde Ernährung tragen dazu bei, dass Stress uns nicht so schnell etwas anhaben und das Burnout-Syndrom keine Chance haben kann. Last but not least sollte eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem ausgeübten Beruf und seinen spezifischen Anforderungen erfolgen. Die Frage, ob dieser Beruf der Richtige ist oder ob er Ihnen aufgrund der hohen Belastung nur Schaden zufügt, sollten Sie sich immer wieder stellen und einer kritischen Überprüfung unterziehen. |
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Veröffentlicht von der Frauen heute-Redaktion am 13/11/2008 18:14:00 | |||||||||
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