| Frauen heute |
| Familie & LebenJob & FinanzenGesellschaftAlle Artikel |
40 Prozent Frauen in AufsichtsrätenKnallhart! Merkel und Schröder gegen EU-FrauenquoteIhre Freunde sind auf gofeminin.de, entdecken Sie, was sie hier lesen
| ||||||
Ihre Forderung: Ab 2020 sollen die rund 5000 Börsenkonzerne in der EU zwei von fünf Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzen. Das bedeutet eine Frauenquote von 40 Prozent. Wenn sich Unternehmen weigern sollten, soll es Strafen geben. Wie genau diese Strafen ausfallen, ist bisher unklar, da die einzelnen Länder und nicht die Europäische Union über die Sanktionen entscheiden sollen. Doch jetzt kommt das große 'aber': Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hält wenig von dem EU-Vorschlag. Über ihren Sprecher Steffen Seibert ließ die Kanzlerin mitteilen, dass jedes Land die Quotenfrage für sich allein klären solle. Auch Außenminister Guido Westerwelle (FDP) kritisierte die Entscheidung der EU. Es ist "nicht die Aufgabe von Brüssel, einem mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg die Zusammensetzung seiner Gremien vorzuschreiben", sagte Westerwelle der Zeitung 'Rheinische Post'. Auch Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hält den EU-Vorschlag für "bedenklich" und findet, dass Deutschland die Quotenfrage ohne das EU-Diktat klären sollte. Ihre Kollegin, Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (ebenfalls CDU), setzt sich hingegen schon länger für eine feste Quote ein. Der traurige Stand in Deutschland: Hierzulande sollen nur 15,6 Prozent der Aufsichtsratsposten mit Frauen besetzt sein, in den mächtigeren Vorständen sogar nur 4,2 Prozent. Trotzdem: Ob der EU-Vorschlag daran in Deutschland etwas ändern wird, ist ungewiss. Neben Deutschlands Regierung lehnt auch die konservative Regierung in Großbritannien den Vorschlag der EU-Kommissarin ab, genauso wie acht weitere Länder. Deutschland könnte Redings Frauenquote also gemeinsam mit anderen EU-Staaten verhindern. Lesen Sie auch auf gofeminin.de
|
||||||
Video: Video-Interview: Wann sollte ich meine Winterreifen wechseln? Und warum überhaupt? |
||||||
|
Veröffentlicht von der Frauen heute-Redaktion am 15/11/2012 12:48:00 | ||||||
|
|