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Frauen müssen was ändern

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Frauen, die Karriere machen, werden immer häufiger - Karriere
Frauen, die Karriere machen, werden immer häufiger
Die gute Nachricht zuerst: Frauen, die Karriere machen, werden immer häufiger. Fast jede fünfte Führungskraft in deutschen Firmen ist inzwischen weiblich, der Frauenanteil kletterte seit 1986 von 4 auf 18 Prozent. Aber 18 % sind immer noch wenig. In den Vorstands- und Geschäftsführungs-Positionen der 500 größten deutschen Unternehmen machen Frauen gar nur 2,4% aus! Und auch in Sachen Gehalt schaffen es Frauen bei weitem nicht, an die Karriere der Männer heranzureichen.

Karriere-Knick für Frauen: Woran liegt es?
Die internationale Personalberatung Odgers Berndtson hat eine Studie über die amtierenden Frauen in Top-Führungspositionen deutscher Großunternehmen durchgeführt. Dabei berichteten Frauen vor allem von zwei Hindernissen auf ihrer Karriere-Leiter:

  • 47 % der Frauen fühlten sich bei ihrem Aufstieg in die oberste Managementebene von Vorurteilen gegenüber weiblichen Führungskräften und mangelnder Chancengleichheit gebremst.
  • 34 % führten mangelnde berufliche Netzwerke als Karrierehemmnis an.
Karriere: Kommen Frauen nur mit Quote ganz nach oben?
Karriere: Kommen Frauen nur mit Quote ganz nach oben?
Beides zu beheben, ist essentiell - aber nicht einfach, wie die folgende Analyse zeigt. Um ersteres wirklich zu ändern, müsste man sich schon die ganze Gesellschaft vornehmen. In Finnland und Norwegen beispielsweise machen Frauen ähnlich oft Karriere wie Männer und besetzen fast die Hälfte der Aufsichtsratsposten.

In Norwegen liegt das mit an der Frauenquote, die seit 2003 Unternehmen verpflichtet, mindestens 40% Männer und 40% Frauen im Aufsichtsrat sitzen zu haben. In Finnland funktioniert es genauso gut ohne Quote, mit positiver Meinungsmache: Führende Unternehmer und Wirtschaftsmedien machen sich stark für Frauen in hohen Positionen.

Für die Karriere: Frauen müssen an sich selbst glauben!
Eine Frauenquote wird in Deutschland zurzeit diskutiert. Man möge davon halten, was man will, jeder kann auch selbst dafür sorgen, dass die Vorteile von Karriere machenden Frauen den Mitmenschen bewusst werden: „die positiven Auswirkungen auf Betriebsklima, Mitarbeiterbindung, Image und nicht zuletzt auch auf die Unternehmensergebnisse sind inzwischen vielfach belegt“, so Gabriele Stahl, Leiterin der Odgers-Berndtson-Studie.

Frauen müssen an sich glauben!
Frauen müssen an sich glauben!
Doch um einen Wandel in der Gesellschaft zu erzielen, müssen Frauen zunächst selbst mehr an sich glauben! Wer Karriere machen will, muss sich trauen, Verantwortung zu übernehmen und Risiken einzugehen, denn in einer Führungsposition ist man auch Kritik ausgesetzt. Man muss auch akzeptieren, dass man Fehler macht und das mit Selbstvertrauen überwinden.

Frauen mit Kindern müssen zusätzlich organisatorische Glanzleistungen bringen. Doch Familie und Karriere sind nicht unvereinbar. 44% der Frauen in Führungspositionen haben Kinder, schaffen es aber durch gute Organisationen, auch ihre Karriere voranzutreiben. Einfacher ist dies für Unternehmerinnen, denn die können von zu Hause aus arbeiten und auch die Abendstunden nutzen. Kind und Karriere ist eben nicht unvereinbar, doch wer beides will, muss bereit sein, an anderer Stelle zurückstecken: im Privatleben.

Auch um die mangelnden Netzwerke zu beheben, müssen Frauen selbst aktiv werden. Gerade für uns gilt: Wir haben sehr viele Kontakte, nutzen diese aber kaum. Dabei sind sie für die Karriere unabdingbar!

Im Rahmen einer Langzeitstudie wurden 35 Jahre lang 10.000 US-Studenten beobachtet. Fazit: Wer in der Schule die meisten Freunde hatte, verdiente im späteren Leben am meisten. Und jeder, der einmal selbst versucht hat, an Aufträge ranzukommen, weiß: ohne Kontakte geht wirklich gar nichts und wer Karriere machen will, tut gut daran, diese auch zu pflegen.

Frauen sind meist viel kontaktfreudiger als Männer - scheuen sich aber oft, von ihren Connections Gebrauch zu machen
Frauen sind meist viel kontaktfreudiger als Männer - scheuen sich aber oft, von ihren Connections Gebrauch zu machen
Karriere-Kick Freunde

Bekannte und Freunde können also auch für die Karriere enorm wichtig sein. Und an Unterstützung ist nichts auszusetzen, vorausgesetzt, dass Sie im Vorfeld gute Leistung erbracht haben und es Wert sind, gefördert zu werden. Wenn Sie selbst auf Ihre Leistung stolz sein können, so kann das auch Ihr Kontakt und der muss schließlich seinen eigenen Namen für Sie herhalten.

Geben Sie anderen Menschen die Chance, Sie zu fördern und schämen Sie sich nicht, gezielt danach zu fragen. Ein erfolgreicher Kontakter geht aktiv auf Menschen zu, interessiert sich für das Leben anderer, sucht nach Gemeinsamkeiten und bietet auch selbst Hilfe an.

Karriere-Tipps

  • Jobmessen
    Vor allem für Berufseinsteiger können Jobmessen der Start in die Karriere bedeuten. Sie bringen allerdings nur demjenigen etwas, der sich im Vorfeld, vor Ort und danach anstrengt: Informieren Sie sich vorab über die Tätigkeitsschwerpunkte der Firmen, die Sie interessieren, erarbeiten Sie sich Fragebögen und erstellen Sie eine Mappe mit Kurzprofil. Ideal ist eine kleine Visitenkarte mit Studienfach, Foto und drei Hauptargumenten, die für Sie sprechen.
  • Vereine und Berufsverbände
    Karriere lässt sich sehr gut mit Hobbys verbinden: Im Tennisclub könnten Sie genau den Geschäftsführer kennen lernen, der eine Architektin sucht, im Yogakurs genau die Chefin, die eine Eventmanagerin braucht. Egal, wo Sie sind - Seien Sie offen für Ihre Mitmenschen, halten Sie Small Talk und knüpfen Sie - Kontakte!
  • Bekanntenkreis
    Sie kennen jemanden, der jemanden kennt, der für Ihre Karriere wichtig wäre? Sprechen Sie konkret an, dass Sie Unterstützung brauchen!
  • Social Media wie Xing oder LinkedIn
    Viele Personalentscheider prüfen die Kontakte des Bewerbers auf Xing. Ein hoher Aktivitätsindex, viele Kontakte und Engagement in spezialisierten Foren können einen positiven Eindruck hinterlassen und Sie auf der Karriereleiter wieder eine Sprosse weiterbringen.


Lesen Sie außerdem auf goFeminin.de: 
> Job-Test: Haben Sie den richtigen Job?
>
Einstieg: Das sollten Sie wissen!




textkern/smb/mm

Quelle: http://www.career-women.org/frauenquote-odgers-berndtson-personalberatung-top-fuehrungspositionen-_id247.html

  

Veröffentlicht von
am 30/07/2010
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