 Sass & Bide: Die Macherinnen des australischen Erfolgslabels © Sass & Bide | Sass & Bide: Ein Projekt vom Wochenmarkt
Ehrgeiz, Antrieb, Raffinesse, Entschlossenheit. Die üblichen Attribute erfolgreicher Geschäftsleute wollen einfach nicht auf die Macher von Sass & Bide passen. Nicht, dass Heidi und Sarah-Jane nicht genau wussten, was sie wollten, als mit einem winzigen "Sass & Bide"-Stand auf dem Markt von Nottinghill anfingen, ihre Kleider zu verkaufen.
Und hart für die eigenen Ziele zu arbeiten, ist ihnen auch nicht fremd: Beide hatten in der Anfangszeit des Labels noch Vollzeit-Jobs, Heidi im Marketing, Sarah-Jane in der Buchhaltung.
Sass & Bide: Sogar Krebs haben sie gemeinsam besiegt
Doch der Erfolg von Sass & Bide ist vielmehr eine Geschichte zweier fürsorglicher, offener und großzügiger Frauen - und ihrer großen Freundschaft. Diese Kombination hatte sie nicht nur zu den Machern des erfolgreichsten australischen Modelabels aller Zeiten gemacht, sondern beiden auch den Raum gelassen, dabei noch jeweils die eigene kleine Familie zu gründen. Und: Sie ließ sie sogar gemeinsam den Krebs besiegen.
Wer die beiden blonden blauäugigen Frauen trifft, die eine, Heidi, groß und schlank, die andere, Sarah-Jane klein und zierlich, hat das Gefühl, eine alte Freundin zu treffen. Die Beiden sind erfrischend warmherzig, aufrichtig interessiert und von einer australischen Ausgeglichenheit, die uns Europäerinnen wie Getriebene wirken läßt.
Rollenverteilung: Sarah Jane ist bei Sass & Bide der "Sugar Daddy"
Bei unserem Treffen in einem Pariser Luxushotel tragen die beiden ihre "Wohlfühlklamotten", wie sie es nennen: Sarah-Jane trägt zu schwarzem Shirt und schwarzer Stoffhose Louboutin-Schuhe und eine braune Stoffjacke, Heidi einen gefleckten Overall mit raffiniertem Sass & Bide-Gürtel, dazu rote Stiefeletten. Stets mixen die beiden ihre Teile mit Vintageklamotten, die sie vor allem auf ihren Reisen in Europa kaufen. "Ihr wißt gar nicht, wie gut ihr es habt mit euren Second Hand-Läden", schwärmen sie.
Gerade haben sie die Londoner Fashion Week hinter sich gebracht und sind nun im Urlaub in Frankreich. "Sugar Daddy", ruft Heidi Sarah-Jane, die für die Finanzen des Unternehmens zuständig ist. "Können wir einen Kaffee trinken?" Nach diesem Spitznamen war auch die letzte Kollektion benannt, hieß "Papa sucre".
smb
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