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Sicherheit im Kinderzimmer


 - Sicherheit im Kinderzimmer
Ein Kind ist eine Herausforderung in jeder Hinsicht. Neben der Zeit und der Liebe, die man und frau investieren muss, bedarf es allerdings auch einiger Vorkehrungen, damit das liebevoll eingerichtete Kinderzimmer nicht nur ästhetischen Ansprüchen sondern auch den wichtigsten Sicherheitsanforderungen genügt. Eine Checkliste hilft dabei, mögliche Gefahrenquellen im Kinderzimmer und bei Kindermöbeln zu entdecken und zu entfernen. So kann Baby sein Reich gefahrlos in Besitz nehmen.

Elektrogeräte und Steckdosen
Es versteht sich fast von selbst, dass in Babys Nähe keine Elektrogeräte vorhanden sein sollten. Lampen, die sich wohl nicht vermeiden lassen, sollten möglichst wenig Elektrosmog erzeugen. Kleine Schutzgitter vor Glühlampen verhindern, dass es zu Verbrennungen kommt, wenn die Lampe doch mal interessanter als das Spielzeug sein sollte.
Kindersicherungen für Steckdosen sind unersetzlich, wenn es um die Sicherheit im Kinderzimmer geht. Unkompliziert sind hierbei Sicherungssysteme, welche die gesamte Zeit in der Steckdose verbleiben können: Dank eines Drehmechanismus lassen sich hier nach Bedarf Geräte anschließen, ohne dass die Sicherung entfernt werden muss und man dabei Gefahr laufen würde, das erneute Anbringen zu vergessen. Bei Sicherungen, die lediglich geklebt werden, ist allerdings zur Vorsicht geraten: Der Kleber kann sich nach einiger Zeit lösen, sodass sich die Sicherung unbemerkt ablösen könnte. Also: Entweder regelmäßig kontrollieren oder gleich anschraubbare Sicherungen verwenden.


Geprüfte Sicherheit geht vor
Gerade wenn die lieben Kleinen etwas größer geworden sind, werden die Kindermöbel stark beansprucht, Zweckentfremdungen eingeschlossen. Achten Sie daher darauf, dass die Möbel im Kinderzimmer eine gute Qualität haben und sicherheitsgeprüft sind, sodass Einzelteile nicht abbrechen oder sich lösen können. Dabei sollte Wert auf das GS-Zeichen gelegt werden, welches garantiert, dass das Kindermöbel vom TÜV geprüft wurde.
Kindermöbel sicher machen
Kindermöbel bringen trotz aller Sicherheitsmaßnahmen auch Gefahren mit sich. Beim Einkauf eines Wickeltisches werden die meisten Eltern gerade noch darauf achten, dass dieser eine Umrandung hat, die ein Herabrutschen auch wehrhafter Babys verhindern kann.
Weitaus seltener wird allerdings daran gedacht, dass auch die Schubladen des Wickeltisches und der übrigen Kindermöbel gesichert sind. Im Klartext bedeutet das: Achten Sie auf eine Auszugssicherung bei Schubladen. Gerade wenn Baby krabbelt oder die ersten Gehversuche unternimmt, wird es mit Sicherheit früher oder später versuchen, die Schubladen aufzuziehen. Sind die dann nicht gesichert, können sie herausfallen und Verletzungen verursachen. Je agiler Ihr Baby wird, desto weniger ist vor ihm sicher: Auch hohe Schränke im Kinderzimmer sollten besser an die Wand gedübelt werden, damit sie bei Kletterversuchen nicht umkippen können.


Schadstoffe im Kinderzimmer

Nicht nur die Standfestigkeit der Möbel ist entscheidend für ein sicheres Kinderzimmer. Bedacht werden sollte auch, dass viele Möbel mit Mitteln behandelt werden, die gerade für die Jüngsten stark schädlich sind. Zudem neigen Babys und Kleinkinder dazu, alles mit dem Mund zu untersuchen, was die Sache noch brisanter macht. Verschiedene Organisationen wie Öko Test und Stiftung Warentest prüfen immer wieder die tatsächliche Schadstoffbelastung von einzelnen Kindermöbelserien. Hier sollte man sich vor dem Kauf genau informieren.
 
Der richtige Fußboden fürs Kinderzimmer
Auch an einen geeigneten Fußboden im Kinderzimmer sollten werdende Eltern denken: Zum einen sollte auch dieser schadstofffrei sein, zum anderen empfehlen sich weiche Böden, die einen kleinen Sturz abfedern können. Vor allem natürliche und weiche Bodenbeläge wie Kork sind besonders gut geeignet. Großer Pluspunkt eines Korkbodens ist zudem, dass er gut isoliert und das Spielen und Krabbeln auf dem Boden zu einem wohltemperierten Vergnügen wird.
Sicheres Schlafen im Kinderbett
Das Bettchen nimmt eine ganz besondere Stellung unter den Kindermöbeln ein - schließlich verbringt ein Baby viel Zeit in diesem kuscheligen Nest. Gitterbettchen sind sehr beliebt, müssen aber auch dem strengen, auf Sicherheit bedachten Blick standhalten. Die einzelnen Gitterstäbe dürfen nicht zu weit auseinander stehen - andernfalls steckt Ihr Kind womöglich seinen Kopf durch die Lücke und bekommt ihn nicht mehr frei. Sind die Stäbe zu eng, droht dieselbe Gefahr für die Händchen und Füßchen.
Die passende Bettdecke für Babys Schlafgemach sollte am Ende des Bettchens befestigt werden können, damit sie nicht über den Kopf gestrampelt werden kann und somit nicht die Atmung behindert. Im Übrigen gilt es auch, sich mit dem Schadstoffgehalt von Matratze, Decke, Kissen und Bettwäsche auseinander zu setzen.
Spielzeug für jedes Alter
In ein schönes, einladendes Kinderzimmer gehören natürlich nicht nur geeignete Kindermöbel. Spielzeug sollte allerdings immer dem Alter des Kindes angepasst und ebenfalls schadstofffrei sein. Gerade für Babys gibt es eine Menge Spielzeug, das mit Altersempfehlungen und Sicherheitssiegeln versehen ist. Aber auch Sie selbst werden schnell beurteilen können, was für Ihr Baby geeignet ist: Achten Sie dabei unbedingt darauf, dass sich keine kleinen Einzelteile abmontieren oder abbrechen lassen, die verschluckt werden können.

Veröffentlicht von der Mama & Co-Redaktion
am 10/11/2008 11:31:00
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