Streit auf dem Spielplatz

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Spielplatz-Knigge

Streit auf dem Spielplatz

Streitereien auf dem Spielplatz gehören dazu. - Streit auf dem Spielplatz
Streitereien auf dem Spielplatz gehören dazu.
Eltern
haben es auf dem Spielplatz nicht einfach – die ruhige Lektüre der Zeitung oder der gemütliche Plausch mit dem Banknachbarn wird häufig gestört – wenn die Dreijährige mit Absicht die eben zu Ende gebaute Sandburg zerstört, der Sechsjährige eine Schaufel Sand über einem Kontrahenten ausschüttet oder die Rutsche von einem Kind dauerblockiert wird. Streit, Tränen und Geschrei sind auf dem Spielplatz meist an der Tagesordnung.

Wenn Amelie ihrer kleinen Schwester das Sandförmchen auf den Kopf haut, der fünfjährige Robin vor Wut die Kekse in die Pfütze wirft und dann noch der ältere Nachbarsjunge alle Kinder auf dem Spielplatz aufmischt, ist guter Rat teuer – was können Sie machen? Wie stark sollen sich Eltern in die Streitereien der Kinder einmischen, ohne gleich als Glucke zu gelten oder aber ihr Kind in bedrängender Situation alleine zu lassen?

Der Spielplatz-Knigge: Welche Regeln gelten für Ihr Kind?

1. Selbstständigkeit

Lassen Sie Ihr Kind sich frei auf dem Spielplatz bewegen, ohne bei jeder Kleinigkeit aufzuspringen und hinter ihm herzulaufen. Greifen Sie ein, wenn Gefahr droht, oder Ihr Kind nicht klar kommt und sehr hilflos wirkt.

2. Schlange stehen
Beliebte Spielgeräte wie Schaukel oder Rutsche wollen alle Kinder nutzen. Falls Ihr Kind das Gerät dauerblockiert, greifen Sie ein und erklären Sie, dass diese Geräte allen Kindern gehören und jedes einmal gerne rutschen oder schaukeln will. Oft hilft es, wenn ein Erwachsener dabei bleibt, so dass jedes Kind einmal an die Reihe kommt. Bitte nicht: Fremde Kinder einfach von der Schaukel heben oder Ähnliches, sondern bei besonders „bockigen“ Kindern dem eigenen Kind eine Alternative anbieten („tolle Sandburg bauen“).

3. Sicherheitsanker
Trösten ist jederzeit erlaubt. Für Ihr Kind ist es wichtig, dass es in Ihnen einen festen Rückhalt hat und jederzeit zu Ihnen kommen kann. Wenn Ihr Kind weint, dürfen Sie daher jederzeit einschreiten und trösten.

Spielplatz-Knigge: Gewusst wie!
Spielplatz-Knigge: Gewusst wie!
4. Streit

Gibt es Streit, müssen Sie nicht immer sofort eingreifen. Will Ihr Kind seine Spielsachen nicht teilen, muss es auch nicht. Erklären Sie ihm allerdings hinterher, dass es teilen muss, wenn es sich selbst auch etwas ausleihen will. Für alle anderen Streitsituationen gilt – warten Sie erst einmal ab, greifen Sie jedoch ein, wenn es handgreiflich wird. Kümmern Sie sich in diesem Fall um das betroffene Kind und trösten Sie, dem Sandwerfenden oder dem Schaufel-über-den-Kopf-Hauenden Kind erklären Sie freundlich, aber bestimmt, dass es mit seinem Verhalten anderen weh tut.

5. Zuhause lassen
Lassen Sie Dinge, mit denen andere Kinder von vornherein nicht spielen sollen, oder die leicht kaputt gehen, besser zu Hause. So gibt es keine Tränen!

6. Heimweg
Kündigen Sie Ihrem Kind rechtzeitig das Ende des Spielplatzbesuches – damit es keine Tränen gibt. Teilen Sie Ihrem Kind zwischendurch mit, wie lange Sie noch bleiben werden. Sagen Sie z. B.: „In einer Viertelstunde werden wir gehen. Das ist, wenn der Zeiger auf meiner Armbanduhr hier steht.“ Zehn Minuten später weisen Sie Ihr Kind dann noch mal darauf hin, dass in fünf Minuten Schluss ist – so kann Ihr Kind besser "umschalten".




cs

  

Veröffentlicht von der Mama & Co-Redaktion
am 15/01/2010
Die Lesernote:4/5 
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