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Mobbing in der Schule - Ursachen & Tipps

Mobbing in der Schule – So helfen Sie Ihrem Kind


Mobbing kommt häufiger vor als man denkt. Kinder leiden sehr darunter. - Mobbing in der Schule – So helfen Sie Ihrem Kind
Mobbing kommt häufiger vor als man denkt. Kinder leiden sehr darunter.
Wer erinnert sich nicht noch gut an seine eigene Schulzeit? Da gab es die Gruppe der beliebten Schüler, mit denen jeder befreundet sein wollte. Die Coolen sowie die große Gruppe der ganz normalen Kinder, die nicht weiter aufgefallen sind. Und auch damals schon gab es die Außenseiter, die es schwer hatten. Dauerhaft drangsaliert oder verprügelt wurden jedoch die wenigsten Kinder. An vielen Schulen ist das heutzutage leider anders.

Direkte Gewalt oder Hänseleien und Ausgrenzung - Mobbing in der Schule kann viele Formen annehmen. Kinder leiden oft still, denn Lehrer bemerken es nicht oder schauen machtlos zu. Auch viele Eltern wissen häufig nicht, dass ihr Kind in der Schule drangsaliert wird. Aus Angst sprechen die Kinder nicht über ihre Probleme mit den Klassenkameraden, sondern hoffen, dass sie von alleine aufhören.

Ursachen und Gründe für Mobbing in der Schule
Warum wird gerade mein Kind von den anderen geärgert? Diese Frage stellen sich viele betroffene Eltern. Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Die Gründe für Mobbing in der Schule sind vielfältig. Manchmal spricht ein Kind anders, zum Beispiel mit einem Dialekt oder es hat einen Sprachfehler. In anderen Fällen sind Äußerlichkeiten wie Kleidung die Ursache oder Größe und Gewicht eines Kindes. Vielleicht war es aber nur zur falschen Zeit am falschen Ort.
Kinder, die in der Schule gemobbt werden, leiden oft sehr, können aber nicht über ihre Ängste sprechen.
Kinder, die in der Schule gemobbt werden, leiden oft sehr, können aber nicht über ihre Ängste sprechen.

Der Anlass für Schikanen wird meist vollkommen willkürlich gewählt. Ein Klassenkamerad macht eine dumme Bemerkung, andere gehen darauf ein und daraus kann sich ein immer wiederkehrender Kreislauf entwickeln. Macht und Unsicherheit spielen dabei eine große Rolle. Jedoch nicht beim vom Mobbing in der Schule betroffenen Kind, sondern bei seinem Klassenkameraden, von dem die Hänseleien ausgehen. Aus Angst, selbst Opfer des Spotts zu werden, greifen die anderen Kinder nicht ein, sondern stehen stumm daneben. Oder machen sogar mit.

Wie erkennen Sie Mobbing in der Schule?
Für Sie als Eltern ist es oft schwer zu bemerken, dass Ihr Kind gemobbt wird. Klare Anzeichen für Mobbing in der Schule gibt es nicht, und es kann tausend Gründe haben, wenn Ihr Kind mal etwas einsilbig ist und nichts von der Schule erzählt. Werden Sie aufmerksam, wenn sich Ihr Kind über Tage hinweg anders verhält als sonst. Das heißt, Ihr Kind hatte sonst viele Verabredungen, bleibt jetzt nachmittags aber eher zu Hause. Oder es ist verdächtig ruhig beim Mittagessen und druckst auf Ihre Nachfragen, wie es in der Schule war, nur herum. Übelkeit und Magenschmerzen, gerade morgens und Äußerungen wie „Muss ich wirklich in die Schule?“ bis zu „Ich hab gar keine Lust mehr in die Schule zu gehen“ sind ebenfalls Warnzeichen.

Wird Ihr Kind Opfer von körperlicher Gewalt sehen Sie das recht schnell an Kratzern auf Körper und Kleidung. Auch wenn Ihr Kind öfter mit zerstörten Sachen nach Hause kommt, kann das auf Mobbing in der Schule zurückzuführen sein.

Natürlich sind Sie als Eltern besorgt um das Wohlergehen Ihres Kindes, aber reagieren Sie gleichzeitig nicht übervorsichtig. Nicht jede kleine Rangelei auf dem Schulhof ist etwas Ernsteres. Kommt bei Ihnen der erste Verdacht auf, dass Ihr Kind Probleme mit Mobbing hat, beobachten Sie es kurze Zeit und versuchen Sie dann, mit ihm darüber zu sprechen.

Ist Ihr Kind ein Opfer von Mobbing in der Schule, dann hören Sie ihm gut zu und trösten es.
Ist Ihr Kind ein Opfer von Mobbing in der Schule, dann hören Sie ihm gut zu und trösten es.
So helfen Sie Ihrem Kind, wenn es gemobbt wird
Meist wollen Kinder nicht so recht mit der Sprache herausrücken, und Sie als Eltern müssen ziemlich nachhaken, bis sie die ganze Geschichte erzählen. Bleiben Sie dran und hören Sie zu, möglichst ohne zu unterbrechen. Wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind zeigen, dass Sie es ernst nehmen und ihm glauben. Kinder, die Opfer von Mobbing in der Schule geworden sind, haben nur wenig Selbstbewusstsein und sind entsprechend unsicher. Sie benötigen Bestätigung.

Doch wie genau können Sie Ihrem Kind helfen? Einfach in die Schule gehen und den Anführer zur Rede stellen geht nicht. Schließlich können Sie sich noch gut erinnern, wie es damals bei Ihnen war, wenn ein Kind „gepetzt“ hat und die Mutter in der Schule auftauchte.

Das genaue Vorgehen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Meist ist es eine gute Idee, wenn Sie mit dem Klassenlehrer oder, sofern vorhanden, dem Sozialarbeiter sprechen. Gemeinsam kann man dann zum Beispiel mit der ganzen Klasse über das Problem reden.

Daneben gibt es kleinere Strategien, die Ihrem Kind helfen:

  • Üben Sie mit ihm zusammen ein paar schlagfertige Antworten auf gehässige Vorwürfe. Die meisten Kinder verteidigen sich nicht. Eine witzige Antwort bringt die Angreifer schnell aus dem Konzept.
  • Überlegen Sie mit Ihrem Kind zusammen, wen es auf seine Seite ziehen kann. Vielleicht gibt es andere Klassenkameraden, die auch geärgert werden. Zusammen ist es immer einfacher, sich zu wehren.
  • Versuchen Sie eine Schwachstelle des Gruppenanführers zu finden. Beim nächsten Konflikt kann Ihr Kind ihn vor allen anderen darauf ansprechen - er wird mit Sicherheit kleinlaut reagieren.
  • Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es ein toller Mensch ist. Stärken Sie sein Selbstvertrauen.

Außerdem auf gofeminin.de:
> Wie nehme ich meinem Kind die Angst vor der Schule?
> Wie Sie bei familiären Problemen die Nerven behalten



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