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Der Krieg in Bosnien-Herzegowina trennt die beiden Liebenden und vereint sie zynischerweise in einer Kaserne. Danijel ist mittlerweile Folterknecht geworden, Ajla wird als Gefangene dorthin verschleppt, um gefoltert zu werden.
Was verändert Menschen? Was bringt Menschen dazu, die sich einst geliebt haben, zu Feinden zu werden? Diese Fragen haben Angelina Jolie bewegt. Und zwar schon zu dem Zeitpunkt, als sie das Drehbuch schrieb und von Regie noch gar keine Rede war. Frau Jolie, ich habe gehört, dass die Schauspieler, als sie die Drehbücher bekamen, noch gar nicht wussten, dass Sie die Regisseurin sein werden. Warum nicht? Angelina Jolie: Ich wollte nicht, dass die Schauspieler denken, es würde um einen Hollywood-Streifen gehen. Ich wollte, dass sie ganz offen und ehrlich ihre Meinung sagen. Sie sollten von der Geschichte überzeugt sein und sich nicht davon verführen lassen, in einer amerikanischen Produktion mitspielen zu können. Woran konnten Sie dann erkennen, wer wirklich Interesse an dem Stoff und dem Film hatte? Angelina Jolie: Wenn jemand Interesse signalisierte, haben wir erst miteinander telefoniert und uns dann getroffen. Für mich war es sehr wichtig, dass wir direkt miteinander in Verbindung getreten sind. Wichtig war auch, dass ich mit denen sprechen konnte, die diese Ereignisse selbst miterlebt haben.
Angelina Jolie: Ich würde mich freuen, wenn die Menschen durch den Film mehr miteinander sprechen würden - nicht nur in dem Gebiet, um das es geht, sondern überall auf der Welt. Einige Zuschauer haben mir gesagt, dass sie sich, nachdem sie meinen Film gesehen haben, schuldig fühlten, sich schämten. Mir ging es genauso, als ich mich mit dem Krieg als Botschafterin der UNO auseinandersetzte. Haben Sie sich deshalb dazu entschlossen, diesen Film zu machen? Angelina Jolie: Ja, genau. Ich habe mich sehr mit dem Thema beschäftigt, habe mit Leuten vom Militär und vielen anderen gesprochen. Klar, ich selbst habe nie in einem Kriegsgebiet gelebt. Aber ich habe versucht, meine persönlichen Erfahrungen als Frau in den Film einzubringen. Ich habe viel über meine Familie nachgedacht, über meine Beziehungen und Freundschaften. Was hätte ich gemacht, wenn ich mich in einer Situation wie Ajla befunden hätte? In Ihrem Film geht es auch um ein sehr dunkles Kapitel des Krieges: Muslimische Frauen, die als Sklaven gehalten wurden ... Angelina Jolie: Ja, das sind Geschichten, die mir von Zeuginnen erzählt wurden: Frauen, die gezwungen wurden, für serbische Soldaten zu tanzen und sich für sie komplett auszuziehen. Ich glaube, dass mein Film uns Frauen dazu zwingt, uns auf eine sehr emotionale Reise einzulassen, die uns im Innersten berührt. Es geht um
Die Schauspieler haben mir als Regisseurin und als Frau vertraut. Sie haben darauf vertraut, dass ich mit Themen wie Gewalt, Nacktheit und Vergewaltigungen sensibel umgehe. Wir Frauen haben gemeinsam entschieden, wie weit wir gehen und was wir zeigen wollen. Sie sprechen in Ihrem Film vornehmlich über die Rolle der Frau in diesem Krieg. Warum? Angelina Jolie: Der Krieg im ehemaligen Jugoslawien war besonders für die Frauen fürchterlich. Sie wurden aufgrund ihrer ethnischen Zugehörigkeiten vergewaltigt, vor allem Mütter, Ehefrauen, Freundinnen, Schwestern und die Töchter der Feinde mussten unendlich viel Gewalt über sich ergehen lassen. Deswegen beschäftigt sich mein Film mit dem Schicksal dieser Frauen und erzählt den Krieg aus der weiblichen Perspektive. > Angelina Jolies Film 'In The Land Of Blood And Honey' kommt bei uns am 23. Februar 2012 in die Kinos. > Hier gibt's den Trailer zum Film Lesen Sie auch auf gofeminin.de: > Interview: Rachel McAdams hat Romantik in den Genen > Nora Tschirner und Elyas M'Barek im Video-Interview > Interview 'Verblendung': Daniel Craigs unwiderstehliches Angebot jw | ||||||
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Inhaltsverzeichnis Exklusiv-Interview: Angelina Jolie führt jetzt auch selbst Regie!
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