 Er hätte den Oscar verdient gehabt: Javier Bardem als Uxbal in 'Biutiful'. | Wenn Sie mich fragen: Javier Bardem hätte ihn verdient, den Oscar als bester Hauptdarsteller für 'Biutiful'. Nein, nicht, weil ich den Mann von Penélope Cruz seit langem heimlich anhimmele und auch nicht, weil es so sexy klingt, wenn er Spanisch spricht. Bardem hätte den Oscar verdient, weil er nach 'No Country For Old Men' noch einmal beweist, was für ein grandioser Schauspieler er ist.
In 'Biutiful' mimt er einen verzweifelten Vater in einer auswegslosen Situation: Uxbal lebt mit seinen zwei Kindern von seiner alkoholsüchtigen Frau Marambra getrennt. Um in einem Barcelona fern ab von jeder Touristenidylle überleben zu können, macht Uxbal sein Geld als Kleinganove im Untergrund. Die chinesische Mafia, Drogendealer und der Schwarzmarkt für allerlei Kriminelles sind seine Arbeitgeber. Uxbal weiß, dass er seinen Kindern kaum etwas bieten kann, aber sie sind sein einziger Lichtblick am Ende eines gefährlichen, nervenzehrenden Tages. Uxbal ist auf der Suche: nach einem besseren Leben für seine Kinder, nach einer Versöhnung mit seiner großen Liebe Marambra, nach einer gerechteren Welt ohne Ausbeutung und Schmerz. Dass er dabei langsam selbst zugrunde geht, erkennt er zu spät ...
 'Biutiful': Filmstart 10. März 2011 | Javier Bardem hätte für 'Biutiful' den Oscar verdient
'Biutiful' ist ein Film voller Poesie. Ein Gedicht über Liebe, Glaube, Hoffnung und Vergebung, dessen entschlossene Härte einem den Atem raubt und dessen Zärtlichkeit man nie wieder vergisst. Regie führte der großartige mexikanische Filmemacher Alejandro Gonzáles Iñárritu ('Babel', '21 Gramm', 'Amores perros').
Und wenn es die Amerikaner schon nicht richtig gemacht haben, dann wenigstens die Spanier: Die haben Javier Bardem nämlich am 13. Februar 2011 den 'Goya', Spaniens wichtigsten Filmpreis, als bester Hauptdarsteller verliehen. Biutiful. Richtig schön!
jw
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